Beim USV Intersport Winninger Ferschnitz herrscht nach dem Klassenerhalt in der 1. Klasse West Zufriedenheit – und dennoch stehen Weichenstellungen an. Trainer Martin Flatzelsteiner kündigt eine Pause an, der Verein beendete die Saison mit 32 Punkten auf Rang zehn. „Wir haben die Liga gehalten. Das ist großartig“, betont der Coach und hebt Zusammenhalt und Mentalität hervor. Die Stimmung im Ort ist positiv, gleichzeitig kündigen sich Veränderungen im Trainerteam und im Kader an.

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Der Saisonweg der Ferschnitzer war kein gerader. Martin Flatzelsteiner blickt ohne Umschweife darauf zurück, wie hart der Herbst war: „Wir hatten im Herbst eine schwierige Startphase, wir waren noch nicht angekommen – das Tempo, die Spielweise in dieser Klasse waren neu.“ Entscheidend war, dass die Mannschaft nicht stehen blieb. „Wir haben uns verbessert, wir haben uns entwickelt und haben zurückgeschlagen“, sagt er – und genau das trug. Auch im Frühjahr gab es Hürden: „Viele Ausfälle, zu lange Ausfälle.“ Statt Ausreden suchte sein Team Lösungen. „Wir haben das immer wieder angenommen. Mit Mentalität, harter Arbeit, positiver Stimmung und Zusammenhalt“, betont Flatzelsteiner. Am Ende steht das, was im Unterhaus zählt: das gesetzte Ziel erreicht und die Klasse gehalten – aus eigener Kraft, wie der Trainer mehrmals hervorhebt.
Rund um die Freude über den sicheren Klassenerhalt stellte Flatzelsteiner die Weichen für seine persönliche Zukunft. „Ich werde in der nächsten Saison nicht mehr Trainer in Ferschnitz sein. Ich werde eine Pause einlegen“, erklärte er offen. Für den Verein bedeutet das einen Neustart im Betreuerteam – und wohl auch Bewegung im Kader. „Es wird, wie bei den meisten, die eine oder andere Veränderung geben, im Trainersektor und auch im Spielersektor. Die Verantwortlichen werden ihr Bestes geben, um wieder bereit zu sein“, so der scheidende Coach. Sportlich hilft die Sommerpause, um wieder Kräfte zu sammeln. „Jetzt ist Sommerpause, da können sich alle sehr gut regenerieren“, sagt Flatzelsteiner. Der Zeitpunkt passt: Mit dem sicheren Klassenerhalt kann Ferschnitz den Übergang geordnet angehen, ohne Druck aus dem Tabellenkeller.
Welche Hebel in Ferschnitz zuletzt gewirkt haben, bringt Flatzelsteiner auf einen Punkt: Führung auf und neben dem Platz. Besonders hebt er den Spielführer hervor. „Unser Kapitän ist ein richtig guter Kapitän. Er ist vorneweg gegangen, hat die richtige Mentalität, die Mannschaft zusammengehalten und gepusht.“ Genau solche Figuren tragen im Alltag einer langen Saison. Dazu kam eine Liga, die es in sich hat. „Mich hat beeindruckt, wie ausgeglichen und stark die Klasse ist. Viele Derbys, viele Zuschauer – eine sehr tolle Klasse für Ferschnitz“, schildert er. Dass am Ende Rang zehn mit 32 Punkten zu Buche steht, passt zu diesem Bild.
Nach getaner Arbeit überwiegt in Ferschnitz die Erleichterung. „Die Stimmung ist nach diesem Abschluss natürlich sehr gut. Die Zufriedenheit ist da. Wir haben unser Ziel erreicht“, sagt Flatzelsteiner. Seine Worte wirken nicht wie eine Floskel, sondern wie eine nüchterne Bestandsaufnahme nach intensiven Monaten. Die Mannschaft bekommt nun die Zeit, um Blessuren auszukurieren und frisch in die Vorbereitung zu starten. Flatzelsteiner verweist dabei auf das, was seine Mannschaft getragen hat: Mentalität, ein starker Kapitän und ein Umfeld, das die Derbys lebt. Was folgt, ist ein ruhiger Sommer, in dem der Verein die angekündigten Veränderungen vorbereitet und auf den Klassenerhalt aufbauen kann.