In der 1. Klasse West hat der SCU Günther St.Georgen/Y das Derby gegen den USV Intersport Winninger Ferschnitz mit 1:3 verloren. Ferschnitz drehte die Partie nach frühem Rückstand und holte dank viel Teamgeist und großem Willen drei wichtige Zähler. Trainer Martin Flatzelsteiner sprach von „All-in“ im Abstiegskampf, lobte die Mentalität seiner Elf – und sah den Schlüssel zum Auswärtssieg klar bei Einsatz und Zusammenhalt. „Die Mentalität war heute entscheidend“, betonte der Coach nach dem Schlusspfiff.

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Der Start ging an St. Georgen: Nach 24 Minuten stellte Lukas Wutzl auf 1:0, der Derbyton war gesetzt. Ferschnitz brauchte jedoch nicht lange, um zurückzuschlagen. Nur drei Minuten später traf Vladyslav Marchuk zum 1:1 und leitete die Wende ein. „Wir sind gleich in Rückstand geraten, aber die Mannschaft hat nicht den Kopf hängen lassen“, sagte Martin Flatzelsteiner. In Minute 36 schlug Marchuk noch einmal zu und fixierte das 1:2. Zur Pause lag Ferschnitz vorne – und genau das passte zur klaren Marschroute des Gasts. „Wir hatten keine andere Möglichkeit, als all-in zu gehen und das Spiel zu gewinnen. Das haben wir mit sehr viel Emotion und Mentalität verdient umgesetzt“, erklärte der Trainer. Die Gäste blieben dran, setzten ihren Plan um und spielten sich einen wichtigen Vorsprung heraus.
Flatzelsteiner ließ keinen Zweifel daran, woher dieser Auswärtssieg kam. „Wir haben gewusst, wir stecken im Abstiegskampf. Wir mussten alles reinwerfen, was wir aufgebaut hatten, mit positiver Energie.“ Flatzelsteiner hob mehrmals die innere Haltung hervor: „Die Mentalität der Mannschaft war heute absolut entscheidend, ich bin sehr stolz.“ Inhaltlich zeigte sich das laut Coach besonders in der Arbeit gegen den Ball. „Besonders gut funktioniert hat die Verteidigungsmentalität von vorne bis hinten“, sagte er. Zugleich ordnete er die eigene Leistungsbasis ein: „Wir sind nicht die Übermannschaft. Wir kommen über den Teamgeist – und das hat sich heute wieder gezeigt.“ Weil es ein Derby war, musste Ferschnitz auch die individuelle Qualität des Gegners respektieren. „St. Georgen hat viel Qualität, sie haben vier Legionäre, individuell sehr gut. Wir haben sie mit unserer Art ein bisschen entschärft“, so Flatzelsteiner.
Nach der Pause blieb die Partie umkämpft, Ferschnitz hielt seinen Vorsprung fest – und legte in Minute 72 nach. Bernhard Zehetner traf zum 1:3 und sorgte damit für die Vorentscheidung. Der Rest war konzentrierte Arbeit, getragen vom Teamgedanken, den der Coach immer wieder betonte. Auch strittige Diskussionen blieben aus. „Der Schiedsrichter war sehr souverän, hatte alles im Griff. Da braucht man nicht diskutieren“, sagte Flatzelsteiner. Der Sieg passte in das, was er seiner Mannschaft für diesen Abstiegskampf mitgegeben hatte: annehmen, dagegenhalten, durchziehen. „Wir haben diese Situation angenommen und bewältigt. Dafür bin ich dem Team sehr dankbar.“
Zum Schluss wurde der Ton persönlich: „Ich möchte mich bei meinem Team und dem Verein bedanken. Ich werde jetzt Abschied nehmen und eine Pause einlegen.“ Sportlich bleibt für Ferschnitz nach diesem 3:1 vor allem eines: ein dicker, verdienter Derby-Dreier, der Zufriedenheit, positive Energie und sehr viel Kraft für ein kleines Team mit großem Zusammenhalt gibt. Ein rundum perfekter Saisonabschluss für den USV Ferschnitz.