In der 1. Klasse West setzte sich der SV Raika Essmeister Neumarkt beim ASK SAR Hausmening mit 3:1 durch. Die Gäste führten zur Pause 1:0, kassierten nach dem Wechsel den Ausgleich, schlugen danach aber eiskalt zu. Trainer Patrick Gruber hob vor allem den späten Standard zum 2:1 und die Konsequenz vor dem Tor hervor: „Nach dem 2:1 ist es in unsere Richtung gekippt. Heute waren wir einfach effektiver.“

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Neumarkt kam am 25. Spieltag gut ins Spiel und setzte das erste Ausrufezeichen nach einer halben Stunde. Matteo Wagner brachte die Gäste in Minute 33 mit 0:1 in Front – ein Treffer, der Grubers Eindruck vom gelungenen Start bestätigte. „Wir sind gut in die Partie gestartet und früh 1:0 in Führung gegangen“, sagte der Coach. Danach verlor sein Team aber den Zugriff. „Wir sind dann, wie oft in dieser Saison, zu schnell zu passiv geworden.“ Hausmening hatte in dieser Phase mehr vom Spiel und auch die besseren Möglichkeiten, das räumte Gruber offen ein. Dennoch retteten die Gäste die knappe Führung in die Pause: Zur Halbzeit stand es 0:1, auch weil Neumarkt hinten konzentriert blieb, ohne selbst noch viel zu entfalten.
Aus der Kabine kam Neumarkt laut Gruber zunächst verbessert. „Wir sind in der zweiten Halbzeit besser rausgekommen und haben wieder zehn bis fünfzehn Minuten sehr gut gespielt“, schilderte er. Der Lohn blieb aber aus – im Gegenteil: Hausmening schlug nach 64 Minuten zu, Jaroslav Kubricky stellte auf 1:1. „Danach war Hausmening wieder die spielbestimmende und bessere Mannschaft. Wir waren zu passiv, zu defensiv“, so Gruber selbstkritisch. Genau in diese Phase fiel der Knackpunkt: das 1:2 nach einem Standard in der 80. Minute durch Raphael Reithner. „Nach dem 2:1 durch ein Standardtor zu einem äußerst guten Zeitpunkt haben wir gewusst: Jetzt können wir ein bissel auf Konter spielen“, erklärte der Neumarkt-Trainer. Er verwies auch auf die verpassten Gelegenheiten der Hausherren: „Hausmening hat davor zwei, drei große Chancen vergeben, wir machen’s dann zum richtigen Zeitpunkt.“ In der Schlussphase sorgte Jakub Mikula in Minute 87 mit dem 1:3 für die Entscheidung – Neumarkt nutzte die Räume und blieb eiskalt.
Was den Unterschied machte, brachte Gruber klar auf den Punkt. „Unsere Stärke lag heute in der Geschlossenheit. Wir sind positiv geblieben, auch wenn es nicht unser bestes Spiel war, und wir waren vor dem Tor wieder effektiver. Aus unseren Chancen haben wir drei Tore gemacht.“ Trotz des Auswärtssieges sah er Baustellen: „Im Ballbesitz haben wir keine guten Entscheidungen getroffen, standen nicht gut in den Positionen und waren gegen den Ball teilweise zu passiv und zu defensiv. Da müssen wir aktiver bleiben.“ Respekt hatte er für den Gegner übrig: „Hausmening war super in der Partie, sie haben viel Druck gemacht und mussten ja gewinnen. Sie haben aber aus den Chancen zu wenig gemacht – so verlierst du so eine Partie.“ Ein Sonderlob gab’s für das Gespann: „Es gab keine einzige strittige Situation. Der Schiedsrichter war sehr souverän und hat alles richtig bewertet.“
Und zum großen Bogen über die Saison sagte Gruber: „Für uns geht eine super Saison zu Ende. Wir haben unsere Ziele weit übertroffen und sind mit dem vierten Platz hochzufrieden. Wir haben zwar im Frühjahr ein paar Punkte leichtfertig hergeschenkt, aber unterm Strich war es wirklich sehr gut.“