In der 1. Klasse West hat SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland eine Saison hinter sich, die lange vom Blick nach unten geprägt war und am Ende auf Rang elf endete. Sektionsleiter Robert Doppler spricht offen über die Gründe, nennt eine schwache Chancenauswertung und zu viele Eigenfehler als Hauptprobleme und gibt für die kommende Spielzeit eine klare Richtung vor. Die letzten Runden mit zwei Siegen aus fünf Spielen sorgten dabei zumindest für einen etwas versöhnlicheren Abschluss.

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Ein Blick auf den Saisonverlauf zeigt ziemlich genau, warum Doppler im Rückblick keine großen Umschreibungen braucht. Petzenkirchen-Bergland startete noch auf Rang sieben, rutschte dann aber im Laufe des Herbstes immer weiter nach hinten und stand über mehrere Runden sogar auf Platz 14. Erst später kam wieder etwas Stabilität hinein, ehe sich die Mannschaft in der Schlussphase Schritt für Schritt nach vorne arbeitete. Nach Runde 22 stand der Klub schon auf Platz neun, am Ende wurde es Rang elf mit 32 Punkten. Auch die letzten fünf Spiele passen gut in dieses Bild einer wechselhaften Saison: dem 2:0 gegen ASK Kematen folgte ein 1:2 bei SCU Euratsfeld, danach ein 2:2 gegen SU Aschbach, ein 1:4 gegen SCU Ybbsitz und zum Schluss noch ein 2:0 gegen ÖTSU Steinakirchen. Es war also keine Saison, in der sich ein durchgehender Lauf entwickelt hat, sondern eine, in der sich gute Ergebnisse und Rückschläge immer wieder abgewechselt haben.
Dass der Klassenerhalt beziehungsweise der Abstand zu den hinteren Plätzen so lange ein Thema blieb, führt Doppler vor allem auf zwei Punkte zurück. „Die Chancenauswertung eigentlich. Und wir haben viel zu viele Eigenfehler gemacht“, sagt der Sektionsleiter knapp, aber sehr deutlich. Mehr braucht es fast gar nicht, um die Saison des Tabellenelften zu beschreiben. Gerade in einer Liga, in der die Unterschiede oft klein sind, schlagen solche Themen sofort durch. Auch Doppler sieht genau das als wichtigen Faktor: „Es sind eigentlich viele Mannschaften mit sehr guter Qualität und da hat man sich nicht viele Fehler erlauben dürfen, weil das sofort bestraft worden ist. Die Liga ist sehr ausgeglichen gewesen.“ Diese Einschätzung erklärt auch, warum Petzenkirchen-Bergland trotz zwischenzeitlicher Verbesserungen nie wirklich in ruhigeres Fahrwasser gekommen ist. Wenn vorne Chancen liegen bleiben und hinten Eigenfehler dazukommen, wird eine Saison im Unterhaus schnell zäh. Umso bemerkenswerter ist für den Verein, dass die Stimmung laut Doppler dennoch „eigentlich gut“ geblieben ist.
Neben der sportlichen Analyse spricht Doppler auch die Themen an, die über den Sommer wichtig werden. Mehrere Spieler sind aktuell verletzt, eine schnelle Entspannung ist dabei nicht in Sicht. „Ja, es gibt verletzte Spieler. Die Genesung dauert noch, weil das noch frisch ist. Das dauert bei den verletzten Spielern noch ein wenig“, sagt er. Gleichzeitig kündigt er Veränderungen im Betreuerteam an und verweist auf einen Bereich, der dem Verein besonders wichtig ist: „Das Wichtigste ist jetzt, wieder die eigene Jugend heranzuziehen. Jetzt haben wir wieder welche bei der U16.“ Auch personell innerhalb der Mannschaft hebt Doppler einen Spieler ausdrücklich hervor, ohne lange zu überlegen: „Weil wir gegen den Abstieg gespielt haben, muss ich schon den Kapitän erwähnen, der extrem viel Aufwand und Einsatz gezeigt hat.“ Der Blick nach vorne ist damit klar umrissen. Petzenkirchen-Bergland will eine ruhigere Saison erleben als die vergangene. Oder, wie Doppler es selbst formuliert: „Ziel für die nächste Saison ist, nicht wieder so eine bescheidene Saison wie die letzte zu haben. Wir wollen uns in der Tabelle verbessern, damit wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“ Genau an diesem Auftrag wird sich der Klub in den kommenden Monaten messen lassen müssen.