Spielberichte

„Wir waren das zweitbeste Frühjahrsteam“ – Allhartsberg blickt mit breiter Brust voraus

Sportunion Allhartsberg

In der 1. Klasse West hat die Sportunion Leitner Allhartsberg eine starke Saison als Dritter abgeschlossen – mit Schwung vor allem im Frühjahr. Trainer Reinhard Mayr zieht ein positives Fazit und erklärt, warum es am Ende knapp nicht zum Titel reichte: „Wir waren das zweitbeste Frühjahrsteam, am Ende fehlten Kleinigkeiten, um ganz vorne zu stehen.“ Die Stimmung im Verein bleibt dennoch gelöst, die Akkus werden in der Sommerpause geladen – und der Kader wurde gezielt nachgeschärft.

Weitwinkelaufnahme eines Fußballspiels mit Flutlicht

Foto von Abigail Keenan auf Unsplash

Rückblick mit Substanz: starkes Frühjahr, Titelrennen bis kurz vor Schluss

Reinhard Mayr muss nicht lange nachdenken, wenn er den Bogen über die abgelaufene Saison spannt. „Mit der Saison sind wir in Summe sehr zufrieden. Wir waren das zweitbeste Frühjahrsteam und haben bis zwei Runden vor Schluss um die Meisterschaft mitgespielt“, sagt der Coach. Dieses „bis kurz vor Schluss“ ist ihm wichtig: Allhartsberg hatte über weite Strecken ein starkes Spieljahr, legte im Frühjahr noch einmal zu und hielt die Spitze ernsthaft beschäftigt. „Im Endeffekt ist es um Kleinigkeiten nicht ausgegangen“, ordnet Mayr nüchtern ein – ohne Ausrede, aber mit klarer Erkenntnis. Denn das Team bewies Konstanz, blieb dran und belohnte sich mit Platz drei. Dass solche Saisonen Energie kosten, versteht sich. Umso bemerkenswerter wirkt das Fazit des Trainers: „Rückblickend war es ein positives Frühjahr.“

Stimmung, Stabilität, Gesundheit: „Der Verein ist richtig gut aufgestellt“

Die Grundlage für diesen Kurs sieht Mayr im Miteinander – auf und neben dem Platz. „Die Stimmung ist trotz der verpassten Zielsetzung sehr positiv. Derzeit ist Sommerpause, wir laden alle Akkus auf und freuen uns auf die Vorbereitung“, beschreibt er die Lage. Strukturell bleibt alles beim Bewährten: „Das Betreuerteam funktioniert sehr gut. Es gibt keine personellen Veränderungen – auch im Verein nicht. Der Verein ist richtig gut aufgestellt, die Aufgaben sind gut und klar verteilt, und jeder erledigt seinen Part wirklich sehr, sehr gut.“ Auch gesundheitlich geht Allhartsberg mit breiter Brust in die Zukunft. „Wir waren in der Meisterschaft sehr gut dran, fast keine muskulären Verletzungen, keine Ausfälle – und so ist auch der aktuelle Stand, wir sind eigentlich alle fit.“

Kaderbewegungen mit Augenmaß: Abgänge kompensiert, Rückkehrer und Frischblut an Bord

Am Transfermarkt hat Allhartsberg früh die Weichen gestellt – mit punktuellen Veränderungen statt großer Umbauten. „Abgänge gibt es mit Armin Hilbinger in die erste Landesliga zu Wieselburg und Jonas Tatzreiter zu Seitenstetten“, zählt Mayr auf. Gleichzeitig wurde die Achse verbreitert. „Zugänge gibt es: Anes Mahmic von Haidershofen, Michael Kozarac ebenfalls von Haidershofen, Alex Hausberger von Seitenstetten, Luki Hansteiner, der nach seiner Zeit in der Wiener Liga wieder beginnt, Gregor Schlögelhofer von Kematen – und Michael Pfeiffer kommt nach einem Jahr Leihe retour.“ Die Liste zeigt, dass Erfahrung und Perspektive kombiniert werden. Mayr betont den Charakter seiner Truppe: „Ich habe das Traineramt im Winter übernommen und jeden kennengelernt. Die Mannschaft ist absolut top, sehr intakt. Sportlich haben sich Spieler im positiven Sinn entwickelt, und wir haben junge Burschen mit großem Potenzial.“

Benchmark Steinakirchen, klarer Fahrplan: „Noch enger zusammenarbeiten“

Wenn es einen Maßstab für die kommende Saison braucht, nennt ihn der Trainer offen. „Die überragende Rückrundenmannschaft war Steinakirchen. Wir sind in der Rückrunde Zweiter, sie hatten, glaube ich, dreizehn Punkte Vorsprung. Die haben ein sensationelles Frühjahr gespielt – da muss sehr viel passen“, sagt Mayr.  „Jetzt heißt es einmal so schnell wie möglich die Neuzugänge zu integrieren. Ich bin überzeugt, dass wir uns in der kommenden Saison noch einmal verbessert zeigen und noch enger zusammenarbeiten“, so der Coach. Der Blick nach vorne ist entsprechend geradlinig: Sommerpause nutzen, ankommen, Automatismen schärfen – und dann wieder marschieren. „Wir freuen uns allesamt darauf, Allhartsberg wieder ordentlich zu repräsentieren“, sagt Mayr – ein Satz, der wie ein Versprechen für einen neuen Angriff auf die Meisterschaft klingt.