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"Damit hat wirklich keiner gerechnet" – SCU Ybbsitz blickt auf eine überraschende Meistersaison zurück

SCU Ybbsitz

In der 1. Klasse West geht SCU Ybbsitz nach einer bemerkenswerten Saison als Meister in die Sommerpause. 51 Punkte aus 26 Spielen bedeuteten am Ende Platz eins, obwohl laut Co-Trainer Lukas Hanger vor der Saison kaum jemand mit diesem Verlauf gerechnet hatte. Im Rückblick spricht er von einem hochverdienten Titel, kündigt erste personelle Änderungen an und betont, dass beim Meister weiter das Kollektiv im Mittelpunkt steht.

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Überraschend an die Spitze, am Ende aber verdient vorne

Für Lukas Hanger ist der Blick zurück klar positiv, und zwar nicht nur auf eine einzelne Phase, sondern auf die ganze Saison. "Die gesamte Saison fällt natürlich sehr positiv aus, weil wir am Ende ganz oben gestanden sind", sagt der Co-Trainer. Dass SCU Ybbsitz den Meistertitel holen würde, sei im Vorfeld aus seiner Sicht alles andere als erwartet worden. "Damit hat wirklich gar keiner gerechnet", so Hanger, der offen anspricht, dass andere Vereine vor Saisonbeginn eher in der Poleposition gesehen worden seien. Gerade deshalb bekommt der Titel in Ybbsitz besonderes Gewicht. Hanger macht aber auch klar, dass es für ihn keine glückliche Momentaufnahme war, sondern ein Erfolg mit Substanz. "Wenn man nach 26 Spielen ganz oben steht, ist man immer verdient Meister geworden." Genau so will der Verein diesen ersten Platz auch verstanden wissen.

Im Kader tut sich etwas, auch im Trainerteam gibt es Bewegung

Nach einer Saison, die mit Platz eins abgeschlossen wurde, bleiben im Sommer natürlich auch personelle Themen nicht aus. Fix ist laut Hanger bisher ein Abgang auf der rechten Abwehrseite. Auf der Zugangsseite hat SCU Ybbsitz bisher einen neuen Spieler fixiert: Jasmin Fejzić kommt vom FCU Winklarn und ist im offensiven Mittelfeld zuhause. Viel größer als der Umbruch liest sich die aktuelle Lage damit nicht, aber ganz ohne Veränderung geht es beim Meister ebenfalls nicht weiter. Dazu kommt ein Wechsel im Trainerteam, wie Hanger sagt. Damit ist auch abseits des Rasens schon erkennbar, dass der Verein nach dem Titelgewinn die nächsten Schritte vorbereitet, ohne dabei hektisch zu werden.

Keine Verletzten und ein klares Bekenntnis zum Kollektiv

Ein Punkt, den Hanger fast schon mit Erleichterung anspricht, betrifft die personelle Lage. "Es gibt momentan Gott sei Dank keine Verletzten", sagt er, und für einen Verein, der auf eine lange Saison zurückblickt, ist das in dieser Klarheit durchaus eine gute Nachricht. Auffällig ist außerdem, wie konsequent er das Innenleben der Mannschaft beschreibt. Auf die Frage nach einzelnen Spielern, die sich zuletzt besonders hervorgetan hätten, weicht Hanger nicht auf Namen aus, sondern auf ein Grundprinzip. "Bei uns steht eindeutig das Kollektiv im Vordergrund." Diese Aussage passt zum gesamten Bild, das er von der Saison zeichnet. Der Meistertitel soll nicht an einer Einzelgeschichte hängen, sondern an einer geschlossenen Mannschaftsleistung, die sich über die ganze Spielzeit getragen hat.

Respekt für ÖTSU Steinakirchen, aber in Ybbsitz ist die Ausgangslage stark

Auch der Blick auf die Konkurrenz fällt bei Hanger sachlich und respektvoll aus. Besonders beeindruckt habe ihn ÖTSU Steinakirchen mit dem sehr positiven Verlauf in der Herbstsaison. "Dem kann man nur Respekt zollen", sagt er und traut dem Rivalen auch in Zukunft einiges zu. "Ich glaube, dass sie nächstes Jahr ein gewichtiges Wort im Meisterkampf der 1. Klasse West mitreden werden." Für SCU Ybbsitz ist das trotzdem kein Grund, die eigene Leistung kleiner zu reden. Im Gegenteil: Der Tabellenführer der abgelaufenen Saison geht mit einem Meistertitel, einer klaren sportlichen Linie und einer aktuell guten Personalsituation in die nächste Vorbereitung. Vieles deutet darauf hin, dass man in Ybbsitz sehr genau weiß, was diese Saison so stark gemacht hat.