In der 1. Klasse West hat ASK Metran Kematen die Saison mit 36 Punkten auf Rang sieben beendet. Trainer Daniel Grubhofer zieht nach einem langen Frühjahr eine gemischte, aber durchaus ordentliche Bilanz. "Wir haben viele gute Spiele gehabt, uns aber nicht belohnt", sagt er und bringt damit genau jene Widersprüche auf den Punkt, die Kematen in den vergangenen Monaten begleitet haben.

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Kematen bewegte sich über weite Strecken der Saison im breiten Mittelfeld und schloss am Ende als Siebenter ab. Zwischenzeitlich war die Mannschaft auch schon auf Rang fünf zu finden, im Finish ging es dann wieder etwas zurück. Gerade die letzten Runden zeigen gut, warum Grubhofer von einem langen und wechselhaften Frühjahr spricht. Auf das 0:2 gegen SV Petzenkirchen folgten ein 1:1 gegen Sportunion Allhartsberg und ein 3:3 gegen SCU Euratsfeld, ehe mit dem 4:0 gegen Union Haag ein deutlicher Sieg gelang. Zum Abschluss stand noch ein 3:3 gegen SU Aschbach. "Ich glaube, für alle Mannschaften war es ein sehr langes Frühjahr mit vielen Auf und Abs", sagt Grubhofer. Dass es bis zuletzt in viele Richtungen eng blieb, passt für ihn zum Bild einer Liga, in der fast jede Runde etwas in Bewegung geraten konnte.
So zufrieden der Trainer mit dem Endergebnis im Großen und Ganzen ist, so klar spricht er auch jene Baustelle an, an der Kematen für die nächste Saison arbeiten muss. "Natürlich muss die Defensive einer der wichtigsten Punkte sein", sagt Grubhofer ohne Umwege. Für ihn war genau das einer der Gründe, warum aus mehreren ordentlichen Auftritten nicht noch mehr herausgeholt wurde. "Wir haben viele sehr gute Spiele gehabt, wo wir uns nicht belohnt haben, haben sehr viele sehr einfache Gegentore bekommen, aber auch sehr viele geschossen", erklärt er. Dieser Satz beschreibt Kematens Saison ziemlich genau. Nach vorne war immer wieder genug da, um Spiele offenzuhalten oder selbst Akzente zu setzen, hinten aber brachte man sich zu oft selbst um einen besseren Ertrag. Dazu kam, dass der Kader laut Grubhofer nicht der größte war. Gerade deshalb ordnet er das Abschneiden am Ende als "einigermaßen gut" ein und sagt auch: "Im Grunde kann man relativ zufrieden sein, wie die Saison noch ausgegangen ist."
Größere Umbrüche sind beim ASK Metran Kematen derzeit nicht vorgesehen. Im Gegenteil: Grubhofer betont, dass der Verein sein gewohntes Umfeld beibehalten und mit demselben Personal in die neue Saison gehen will. "Wir schauen, dass wir stabil unser gewohntes Umfeld beibehalten und zusammen wieder mit vollem Elan in die neue Saison gehen", sagt der Trainer. Bei den Abgängen nennt er mit Marc Kühlsam einen Innenverteidiger sowie Gregor Schlögelhofer, der als Innenverteidiger und Sechser einsetzbar war, zwei Spieler aus dem Defensivbereich. Neuzugänge gibt es aktuell noch keine. Auch bei den zuletzt angeschlagenen Spielern bleibt der Blick ruhig. Grubhofer verweist darauf, dass in dieser Liga zuletzt fast jede Mannschaft mit Ausfällen zu kämpfen hatte. Die Sommerpause soll nun helfen, damit Kematen in der Vorbereitung wieder auf einen vollen Kader zurückgreifen kann.
Bemerkenswert deutlich ist Grubhofer auch dann, wenn es um einzelne Namen geht. Einen Spieler will er bewusst nicht herausheben, weil für ihn die Mannschaft im Mittelpunkt steht. "Fußball ist ein Mannschaftssport", sagt er, und genau dieses Denken soll in Kematen weitergetragen werden. Der Trainer spricht von einem "sehr, sehr kollektiv guten Teamgefüge", das auch in Zukunft der Weg sein müsse. Dazu passt auch die Linie im Verein. Mit Martin Janecka steht laut Grubhofer seit Jahren nur ein Legionär im Kader, gleichzeitig will Kematen weiter auf viele eigene Spieler bauen. "Wir wollen nicht groß von überall einkaufen", sagt er. Den Blick über den eigenen Verein hinaus verliert er trotzdem nicht. Besonders beeindruckt hat ihn ÖTSU Steinakirchen, das für ihn die beste Frühjahrsmannschaft war, zugleich lobt er die Ausgeglichenheit der Liga mit ihren vielen Derbys. Dass künftig wieder viele Spiele zu absolvieren sind, sieht er allerdings auch als Herausforderung. Zum Abschluss gratuliert Grubhofer noch einmal SCU Ybbsitz zum Meistertitel und blickt damit bereits ein Stück voraus auf die nächste Saison, in der Kematen mit derselben Haltung weitermachen will: bodenständig, geschlossen und mit klarem Fokus auf das, was im eigenen Verein gewachsen ist.