Der Ärger über die verlorenen Derbys sitzt noch, gleichzeitig soll unter dem neuen Trainer Markus Aichinger der Schritt nach oben gelingen. In der 1. Klasse West will die SCU Günther St.Georgen/Y nach Platz acht konstanter auftreten und sich in einer 16er-Liga weiter vorne einordnen. Ligaportal sprach mit Markus Vondrak, dem Co-Trainer der SCU St.Georgen/Y, über die Bilanz der vergangenen Saison, den gezielten Umbau des Kaders und jene Punkte, an denen die Mannschaft in den kommenden Wochen arbeiten muss.

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Vondrak bewertet die vergangene Saison ohne große Ausschläge nach oben oder unten. „Das Ziel war ein einstelliger Tabellenplatz, der achte Tabellenplatz war in Ordnung. Das Negative ist, wir haben leider alle Derbys verloren“, sagt der Co-Trainer. Genau darin liegt die zwiespältige Bilanz dieser Spielzeit: Die Mannschaft blieb im Rahmen des Erwartbaren, ließ aber in den emotionalen Partien jene Ergebnisse vermissen, die im Umfeld lange nachhallen. Dass aus Sicht des Vereins dennoch mehr möglich gewesen wäre, führt Vondrak vor allem auf einen Punkt zurück. „Uns hat in den letzten Spielen immer die Kraft gefehlt.“ Dieser Eindruck bestätigte sich auch im Saisonfinish: Aus den letzten fünf Partien holte die Elf aus St. Georgen/Y nur zwei Punkte. Gerade in engen Begegnungen wurde sichtbar, dass die Mannschaft über 90 Minuten nicht immer die nötige Stabilität hatte.
Im Sommer setzt der Verein daher nicht auf einen großen Umbruch, sondern auf gezielte Veränderungen. Mit Martin Hrosovsky verliert die SCU eine Offensivkraft, dazu verlässt mit Florian Palme ein Defensivspieler den Klub. Auf der anderen Seite soll vor allem die Angriffsreihe neue Impulse bekommen: Matthias Mühlbachler und Michael Schauer kommen für die Offensive. Zusätzlich kehren mit Bernhard Jakai und Marcel Laskay zwei Leihspieler von Kienberg-Gaming zurück. Beide sind im Mittelfeld eingeplant und erweitern dort die Möglichkeiten. Noch auffälliger als die Kaderbewegungen ist aber die Veränderung an der Seitenlinie. Mit Markus Aichinger geht die Mannschaft mit einem neuen Trainer in die Saison. Für den Verein ist das kein kompletter Kurswechsel, aber eine Phase, in der Abläufe und Belastungssteuerung neu definiert werden.
Der Schwerpunkt der Vorbereitung ist entsprechend klar. St. Georgen/Y arbeitet vor allem an der Physis, weil genau dort laut Vondrak im Vorjahr zu viel liegen geblieben ist. Es geht nicht um Details, sondern um die Grundlage, in engen Spielen länger stabil zu bleiben und in der Schlussphase nicht abzureißen. Die personelle Ausgangslage ist ordentlich. „Momentan sind alle Spieler fit. Natürlich ist jetzt Urlaubszeit, es werden immer wieder Spieler fehlen, aber sonst steht der Kader im Großen und Ganzen“, sagt Vondrak. Seit dem Trainingsstart am 6. Juli sind laut Co-Trainer meist 22 bis 24 Spieler dabei. Das verschafft dem neuen Trainer in den ersten Wochen genügend Möglichkeiten, um Schwerpunkte zu setzen und Varianten auszuprobieren.
Die kommende Saison schätzt man im Verein als herausfordernd ein, auch wegen des größeren Teilnehmerfelds. An der Zielsetzung ändert das aber nichts. „Diese Saison sind 16 Mannschaften, das wird eine schwierige Saison, aber wir möchten im oberen Tabellendrittel landen“, sagt Vondrak. Nach Rang acht ist das ein nachvollziehbarer Anspruch: kein lauter Angriff auf ganz vorne, aber der klare Wille, sich in der Tabelle zu verbessern. Entscheidend wird sein, wie rasch die Mannschaft die körperlichen Defizite aus dem Vorjahr abstellt, wie schnell die Neuen integriert sind und wie rasch die Arbeit mit dem neuen Trainer greift. Die Stimmung rund um den Start ist jedenfalls positiv. „Wir sind schon sehr motiviert für den Meisterschaftsstart am 8. August“, sagt Vondrak. In St. Georgen/Y setzt man diesmal darauf, dass nicht nur die Anzahl der Spieler im Training passt, sondern auch die Konstanz über eine ganze Saison.