1. NÖN-Landesliga

SG Ortmann/Oed-Waldegg: Der Fastabsteiger mischt nun wieder wesentlich weiter oben mit!

Die SG Ortmann/Oed-Waldegg steht momentan gemeinsam mit den Admira Wacker Amateuren und UFC St. Peter/Au auf dem fünften Tabellenrang. Beachtliche 24 Zähler weist das Klassement aus. Damit verfügt man über nur neun Körner weniger als der Tabellenführer. Im Vergleich mit der vergangenen Saison tut man sich jetzt mit dem Netzen leichter. Auch hinten schaut es zumeist richtig gut aus. Obmann Stefan Hausmann freut sich folglich, dass die Mannschaft die vergangene Saison endgültig hinter sich gelassen hat und der Neustart derart beeindruckend glückte.

Wie bewertet man die bisherigen Leistungen?

Stefan Hausmann: „Wir blicken auf ein turbulentes Jahr zurück. Aufgrund externer Schützenhilfe ging sich der Klassenerhalt vor dem Sommer zum Glück noch aus. Es gab dann einen gröberen Umbruch. Positiverweise schlugen die Neuzugänge im Prinzip durch die Bank ein. Zum Auftakt gab es zwar eine Pleite gegen den aktuell Ersten aus Scheiblingkirchen, bereits in dem Match zeigte sich jedoch, dass wir konkurrenzfähig sind. In der letzten halben Stunde fand ein Elfer von uns leider nicht den Weg ins Tor, sonst wäre es nochmals so richtig spannend geworden. Nichtsdestotrotz schauten im Anschluss vier Siege in Serie raus. Unter anderem ein Triumph über Langenrohr, ein 3:0 Erfolg im Duell mit Ebreichsdorf und in Kilb gelangen uns sogar fünf Goals. Mit so einem Start tut man sich natürlich entsprechend leichter. Zwischendurch gab es eine Phase, in der wir nach der achten Runde rund einen Monat nicht gewannen, aber auch dadurch ließen sich die Burschen nicht irritieren. Am Ende des Herbstes schlugen sie daheim etwa wieder Zwettl oder Korneuburg. In Summe bin ich mit der Hinrunde also mehr als zufrieden.“

Was ist das Geheimnis des Betreuerteams?

Stefan Hausmann: „Zwei Verantwortliche teilen sich die Trainerfunktion. Auf der einen Seite ist das unser Sebastian Schmidt, den man als Urgestein bezeichnen kann. Er kennt das Umfeld wie seine Westentasche. Von extern kam Ahmet Kurulmus hinzu. Er war vorher im Jugendbereich tätig. Das Ziel ist gewesen, seine Sichtweisen zu berücksichtigen. Es gibt ja immer das Risiko von Betriebsblindheit. Da wir sehr stark auf den Nachwuchs setzen, dachte ich, dass seine Erfahrungen für einen sinnvollen Input sorgen werden. Zu meiner Begeisterung stellte sich sehr schnell heraus, dass die Zusammenarbeit der beiden Coaches tatsächlich gut funktioniert und das Team davon entsprechend profitiert.“

Verändert sich der Kader in der Transferperiode?

Stefan Hausmann: „Pascal Lindenthal zieht es nach Oberpetersdorf. Er hofft auf mehr Einsatzzeiten. Elyes Balti läuft zukünftig für Wimpassing auf. Zugangsseitig dürfen wir Pietro Poletto begrüßen. Er kommt vom LAC. Ich sehe ihn in der Zentrale als Sechser oder Achter. Daneben möchten wir wahrscheinlich zwei Talente hochziehen.“

Wie blickt man dem Frühjahr entgegen?

Stefan Hausmann: „Derzeit sind die Jungs auf Basis eines durchgeführten Laktattests mit Läufen beschäftigt. Die Übungseinheiten beginnen offiziell Mitte Jänner. Zum Start empfangen wir unmittelbar den Leader zum Derby. Ich hoffe, dass der Wettergott mitspielt. Wir werden alles dafür tun, um das Highlight durchführen zu können. Der Kontrahent lacht nicht grundlos von der Spitze. Von dem her wartet da eine hohe Hürde auf uns. Aber wir werden den Kampf annehmen und versuchen, ihn zu fordern. Das Ziel bis zum Ende der Saison möchte ich nicht mittels einer bestimmten Platzierung oder einer konkreten Punktzahl benennen. Der Ligaverbleib hat oberste Priorität. Da sind wir auf einem guten Weg. Ansonsten soll sich die Mannschaft weiterentwickeln. Es geht speziell auch darum, den Jungen, die sich stark präsentieren, Vertrauen zu schenken.“