1. NÖN-Landesliga

ASK Ebreichsdorf: Gemeinsam auf dem Weg nach oben!

Der ASK Ebreichsdorf bekleidet momentan den achten Rang. 23 Punkte tütete er bislang ein. Zu Hause punktete die Mannschaft vom Start weg recht fleißig. In der Ferne aber ließ sie zunächst doch einige Körner liegen. Ab der neunten Runde blieb der Verein dann in sämtlichen Partien ungeschlagen. Das Werkl begann beim Aufsteiger, der von vielen Konkurrenten ursprünglich sogar als Titelkandidat eingestuft worden war, beeindruckend zu laufen. Der positive Trend erfreut natürlich Trainer Zeljko Ristic. Im Interview mit Ligaportal bewertete er die Situation des Vereins.

Welches Fazit zieht man soweit?

Zeljko Ristic: „Es dauerte doch etwas, bis sich das Team fand. Verschiedene Aspekte sorgten dafür. Wir kämpften mit Verletzungen und der Fitness diverser Spieler. Speziell der Ausfall von Sebastian Bauer in der Verteidigung schmerzte. Manche mussten sich zunächst auch an das höhere Niveau gewöhnen. In Summe passten die Resultate also nicht sofort. Ende September realisierte ich in den Trainings, dass sich die Burschen jetzt schön langsam so richtig finden. Ausgerechnet in der Woche setzte es schließlich die 0:4 Klatsche in Wr. Neustadt. Das fühlte sich so wie ein richtig fester Schlag in die Fresse an. Darauf folgte das Remis gegen Stockerau. Wir vergaben jede Menge Chancen. Der Kontrahent verwertete seine einzige Möglichkeit. In dem Match erkannte ich jedoch vom Fußballerischen den Fortschritt. Meine Jungs hatten den Schalter umgelegt und belohnten sich dann mit einem Auswärtserfolg im Duell mit den Admira Wacker Amateuren. Im Anschluss schauten etwa noch Siege bei St. Peter/Au oder in Zwettl raus. Wir befanden uns also direkt vor der Winterpause in einer starken Phase. Die Richtung stimmt.“

Wie ging der Club mit dem schwächeren Auftakt um?

Zeljko Ristic: „Bemerkenswert. Alle zogen an einem Strang. Jeder der Verantwortungsträger konnte die Situation richtig einschätzen und berücksichtigte die Faktoren, die es uns in den ersten Partien so schwer machten. Diese Geschlossenheit übertrug sich auf die Fans und auch sie standen wie eine Mauer hinter der Mannschaft. Es entstand also keine Unruhe. Ich weiß das sehr zu schätzen. Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit ist dieses Vertrauen keine Selbstverständlichkeit. Die Rückendeckung braucht aber ein Trainer. Schön, dass sich die Geduld lohnte und wir final eine schöne Aufholjagd hinlegten.“

Was tut sich kadertechnisch?

Zeljko Ristic: „Oliver Ifkovits geht. Er verändert sich aus beruflichen Gründen. Außerdem zieht Yasin Comak weiter. Zugangsseitig dürfen wir Benjamin Mustafic begrüßen. Er schnürte seine Schuhe jüngst für TWL Elektra. Ich kenne ihn von meiner Zeit in Kottingbrunn. Mit ihm bekommen wir einen gestandenen Stürmer. Die Defensive verstärkt Andreas Strapajevic. Er werkte zuletzt in Parndorf. Schließlich sicherten wir uns noch Dominik Bartos von Union Mauer.“

Wie blickt man dem Rest der Saison entgegen?

Zeljko Ristic: „Im Frühling geht es darum, an das Finish im Herbst anzuknüpfen. In der Vorbereitung möchten wir die Grundlage schaffen. Zahlreiche Testmatches warten auf uns. Unter anderem gibt es einen Vergleich mit Leobendorf, dem Leader der Regionalliga Ost. Am Ende der Saison soll sich jedenfalls ein Platz unter den Top Five ausgehen. Auch der Gewinn des Meistercups gilt als ganz großes Ziel. Der nächste Gegner in dem Bewerb heißt Weissenbach. Daneben möchte ich das Team vor allem weiterentwickeln. Im Optimalfall bleibt die Truppe über den Sommer hinaus so zusammen und dann könnten wir in der nächsten Saison echt vielleicht ein Wörtchen um den Titel mitreden.“