SCU-GLD Kilb kommt aktuell im Klassement nicht über den 13. Rang hinaus. Das Team konnte soweit nur Siege über den Tabellenletzten aus Schrems, Korneuburg und Stockerau einfahren. Dazu kamen noch fünf Unentschieden. Der Rest der Matches ging verloren. Das Torverhältnis zeigt ganz klar die Problematik auf. Die Mannschaft kassierte elf Tore mehr, als er geschossen hat. Vor dem Frühjahr nimmt man nun nochmals eine Veränderung auf der Kommandobrücke vor. Eine prominente Persönlichkeit soll sein Know-how einbringen und so zur positiven Zukunft des Vereins wesentlich beitragen. Matthias Trattner, der sportliche Leiter, unterhielt sich mit Ligaportal über die momentane Situation.
Welches Fazit zieht man von der Saison soweit?
Matthias Trattner: „Der Start verlief natürlich ganz und gar nicht nach Wunsch. Es kam dann auch sehr schnell zur Trennung vom Coach. Aus diversen Gründen passte das einfach nicht. Wir setzten dann auf eine Doppellösung in der Form von Andreas Veitinger sowie Safan Özkan. Es folgte eine kurzzeitige Stabilisierung. Der Fokus wurde auf die Defensive gelegt. Man erkannte natürlich, dass hinten die Kompaktheit fehlte. Der Ansatz zeigte Wirkung. Von September bis Mitte Oktober punkteten die Burschen kräftiger. Wichtig in der Phase war für mich der eindeutige Triumph über das Schlusslicht, um ja nicht ganz unten hineinzurutschen. Leider endete der temporäre Aufschwung doch wieder sehr abrupt. Bei Leader Scheiblingkirchen setzte es eine 0:7 Klatsche. Wir reisten aufgrund der Ergebnisse davor mit Selbstvertrauen an und mit so einer Abfuhr rechnete niemand. Natürlich zeigte der Nackenschlag nochmals Wirkung. Die beiden Partien vor der Winterpause gingen gegen die Admira Wacker Amateure und Langenrohr verloren.“
Wie agiert der Club am Transfermarkt?
Matthias Trattner: „Wir begrüßen Lukas Hörlendsberger. Er kommt von einem Ligakonkurrenten. Bei Ardagger musste er sich mit der Rolle als Ergänzungsspieler zufriedengeben. Seine bevorzugte Position ist am Flügel. Dort gab es bei uns Bedarf und wir trauen ihm zu, dass er die nächsten Schritte macht. Die Suche nach einem neuen Keeper läuft noch. Wir möchten uns im Tor wieder breiter aufstellen. Leider zog sich ja Stammgoalie Moritz Herbst früh einen Kreuzbandriss zu. Verlassen hat uns Eron Terziu. Er nutzte seine Ausstiegsklausel und läuft zukünftig für Leobendorf, den Leader der Regionalliga Ost, auf. Wir fördern junge Leute und sehen uns als Sprungbrett für Talente, die nach Höherem streben. Da gehört das dann dazu, dass man mit solchen Abgängen konfrontiert wird. Natürlich reden wir hier von einer Schwächung. Er bewies zigmal, dass er auf dem Niveau den Unterschied ausmachen kann. Einen Ersatzmann holen wir nicht. Wir versuchen, mit der Veränderung professionell umzugehen und den Weggang im Kollektiv aufzufangen.“
Wer schwingt nun das Zepter auf der Trainerbank?
Matthias Trattner: „Paul Scharner übernimmt die Funktion. Ich kenne ihn schon lange und es gab in der Vergangenheit immer wieder Bezugspunkte zwischen ihm und Kilb. Ich setzte mich mit ihm zusammen, als wir auf der Suche waren. Er betrachtet den Schritt als eine spannende Herausforderung für ihn. Der ehemalige Nationalkicker machte im internationalen Fußball natürlich viele Erfahrungen, über welche nicht viele Österreicher verfügen. Mit seinen Ideen und Ansätzen kann er sicher sehr positiv vorangehen und die Richtung vorgeben. Bereits in den letzten Wochen stellte ich fest, dass ihn seine akribische Arbeitsweise auszeichnet.“
Wie blickt man der Rückrunde entgegen?
Matthias Trattner: „Am 14. Jänner findet die erste Kunstraseneinheit statt. Tests warten mitunter gegen Horn, Krems oder den FavAC auf uns. Zum Auftakt steigt dann gleich ein absolutes Highlight. Wir empfangen Wieselburg zum Derby. Eine Woche später geht es in die Landeshauptstadt. Die SKN St. Pölten Amateure lauern in der Tabelle ja etwas hinter uns. Unser Ziel lautet natürlich, dass wir jedenfalls die Klasse halten. Entsprechend wichtig erscheint die Partie. Ansonsten steht im Fokus, dass der neue Trainer seine Expertise einbringt, die Jungs besser macht und sich die Mannschaft insgesamt weiterentwickelt.“