Der SV Langenrohr beendete den Herbst auf dem bärenstarken dritten Rang. Die Differenz zum Tabellenführer beträgt lediglich fünf Punkte. Mit entsprechend großen Ambitionen schuftet das Team intensiv für die Frühjahrssaison. An diesem Freitag verhinderte der extreme Wintereinbruch im Osten Österreichs ein Testmatch. Trainer August Baumühlner lässt sich davon nicht die Laune verderben und zieht sogar aus der Situation das Positive. Unabhängig davon fiebern seine Jungs der Meisterschaftsfortsetzung so richtig entgegen. Im ausführlichen Interview mit Ligaportal beschrieb der Mann auf der Kommandobrücke die aktuelle Situation rund um seine Truppe.
Was brachte die Vorbereitung soweit?
August Baumühlner: „Ich bin zufrieden. Es herrscht Harmonie. Die Burschen ziehen alle an einem Strang. Zu den Highlights bei den freundschaftlichen Kräftemessen zählte sicher das Remis beim Wiener Sport-Club. Wir lagen schnell zurück. Uns gelang es aber, in der Partie auf Augenhöhe mitzumischen und selbst gefährlich zu werden. Die Stange stand doppelt im Weg, ein Versuch ging an die Latte. Die Mannschaft gab nicht auf und belohnte sich in der Schlussphase mit dem Ausgleich durch Alexander Murauer. Generell ist auffällig, dass sie immer bis zuletzt an sich glaubt und nicht aufgibt. Die Eigenschaft konnte ich auch beim Unentschieden im Duell mit TWL Elektra, einem anderen Regionalligisten, sehen. Da verhinderte Nikola Ivic hintenraus die Niederlage. Vor einer Woche begrüßten wir Eggenburg, endlich auf Naturrasen. In der Partie behielt der Kontrahent die Oberhand. Die letzten harten Wochen waren klar zu merken, die Müdigkeit kam zum Vorschein. Keiner der Unsrigen verfügte über die Energie, einen Sprint anzuziehen. Das gehört in der Phase dazu. Daher macht mich das Resultat nicht nervös.“
Transfertechnisch passierte etwas?
August Baumühlner: „Die Devise lautete, auf den bisherigen Kader zu setzen. Das Vorhaben zogen wir im Prinzip durch. Eine Ausnahme gibt es abgangsseitig. Miguel Mlikota zog weiter und schloss sich Maria Anzbach an. Jedoch darf ich bei den Neuverpflichtungen ebenfalls etwas verkünden. Emirhan Yilmaz trägt nun unser Trikot. Das Talent kam von Neusiedl/See. Der 19-Jährige spielte vor und überzeugte mich. Er agiert im Mittelfeld und besticht mit seinem Tempo und seiner Ballbehandlung. Seine Vorzüge liegen in der Vorwärtsbewegung. Deswegen kann ich ihn eventuell auch als hängende Spitze bringen. Als wichtig erachte ich vor allem, dass uns aktuell keine Verletzungssorgen plagen. Manche Akteure schlagen sich mit kleinen Wehwehchen umher. Die gilt es in den nächsten Tagen auszukurieren und dann können wir mehr oder weniger mit der Bestbesetzung die zweite Meisterschaftshälfte in Angriff nehmen.“
Wie blickt man dem Rückrundenauftakt entgegen?
August Baumühlner: „Es wartet jetzt noch der Test gegen Haitzendorf auf uns. Der hätte ja eigentlich schon Freitagabend über die Bühne gehen sollen. Das Wetter verhinderte die Partie. Die Schneemengen führten zur Absage. Nun steigt der Vergleich am Dienstag. Ich sehe das gar nicht negativ. So bleiben bis dahin zusätzliche Stunden für das Aufladen der Akkus. Zum Probegalopp begrüßen wir Bisamberg. Mit dem Programm sollten wir bereit sein, um zunächst in der Landeshauptstadt bei den St. Pölten Amateuren zu bestehen. Ich erwarte eine schwierige Aufgabe. Mir ist es nicht verborgen geblieben, dass sie sich in ihren Vorbereitungspartien richtig stark präsentierten und sich in Torlaune befinden. Wir müssen kompakt auftreten. Langfristig möchte der Verein da anschließen, wo er im letzten Jahr aufhörte. Die Burschen sind schon heiß. Das muss man am Rasen sehen. Und dann schauen wir, welche Platzierung sich im Ligafinish ausgeht.“