Ardagger ging mit 0:2 in Führung
Über 100 Zuschauer waren gekommen, um bei prächtigem Fußballwetter ihre Juniors anzufeuern. In der ersten Hälfte lief aber alles für den SCU Ardagger. Gut 20 Minuten waren gespielt, als Markus Weinberger eine schöne Kopfballvorlage zum 0:1 verwandelte. Mit einem ebenfalls sehenswerten Treffer stellten die Gäste auf 0:2, Thomas Steindl zog alleine auf das gegnerische Tor und bezwang St.-Pölten-Goalie Lukas Schwaiger mit einem Schuss ins lange Eck. Eine kleine Vorentscheidung schien gefallen.
Juniors erkämpften sich Ausgleich
Doch immer wenn die Juniors aus St. Pölten spielen, fallen viele Tore. Nach Wiederanpfiff wurde zunächst gewechselt, bei den Gastgebern kamen Markus Geppl und Markus Hofbauer für Marco Talir und Thomas Goll. Zehn Minuten später brachte ein anderer St. Pöltner seine Mannschaft zurück ins Spiel, Burak Duran köpfelte aus fünf Metern zum 1:2 ein. Nicht viel später brachte Andreas Buger einen Freistoß hoch in den Strafraum, Andreas Gradinger legte den Ball mit dem Kopf auf Martin Zahuranec ab und dieser machte per Kopf das 2:2. Eine halbe Stunde vor Schluss war wieder alles offen. Doch nicht viel mehr als zehn Minuten später mussten die Juniors wieder einen Rückschlag hinnehmen, Andreas Gradinger musste mit Gelb-Rot vom Feld.
Turbulente Schlussphase
Nicht lange mussten die Gastgeber mit einem Mann weniger auskommen, auch David Stec sah seine zweite Gelbe Karte. Das machte die Schlussphase nicht weniger spannend. In der 92. Minute fiel dann tatsächlich noch der Siegtreffer, Alexander Stingl traf für den SCU zum Auswärtssieg. Ardagger klettert damit in der Tabelle auf Platz fünf, während die St. Pölten Juniors damit weiterhin bei nur einem Saisonsieg halten, nach einer weiteren torreichen Partie.
Peter Zeitlhofer, Trainer SCU Ardagger:
„Ich habe ehrlich gesagt nach dem Ausgleich nicht mehr mit dem Sieg gerechnet. Es war ein Déjà-vu, im Frühjahr haben wir eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben, dann aber verloren. Das habe ich in der Halbzeit angesprochen, dass wir aufpassen müssen. Der Ausgleich zum 2:2 war unnötig. Nächste Woche treffen wir im Derby wieder auf eine starke Mannschaft. Der UFC St. Peter/Au hat viele routinierte Spieler und ist daher leicht zu favorisieren.“
von Martin Pötz