Es gab einige Überraschungen am 7. Spieltag der 1. NÖN-Landesliga, so zum Beispiel den Sieg Ardaggers in St. Pölten oder als Schwadorf in Kottingbrunn ein 1:0 holte. Doch die Top-Favoriten und momentanen Spitzenteams (Bad Vöslau, Ober-Grafendorf und Langenrohr) konnten sich durchsetzen, wenngleich letztere gegen St. Peter/Au nur aufgrund des Heimrechts zu favorisieren waren, spielte doch der Dritte gegen den Viertplatzierten. Für noeliga.at gab Ewald Jenisch wieder seinen fachkundigen Kommentar ab und sprach über die acht Partien dieser Runde.
SC Zwettl – SV Waidhofen/Thaya 1:1
„Es war ein Derby mit einer super Stimmung. Für beide ist dies sicher ein gewonnener Punkt, weil in einem Derby alles möglich ist – es eigene Gesetze hat. Es war ein offenes Spiel und ein harter Kampf für beide Teams, die Punkteteilung ist also absolut okay. Waidhofen sammelte bisher fleißig Punkte und es scheint, als kann sich die Lamatsch-Elf im Mittelfeld etablieren. Um Zwettl mache ich mir auch keine Sorgen, rechne ich damit, dass Petrovic seine Mannschaft auch weiterhin gut einstellt und seine Mannschaft sich eher im vorderen Drittel ansiedeln wird.“
ASK Kottingbrunn – SK Schwadorf 0:1
„Für Kottingbrunn ist diese Niederlage sehr bitter, der Sukalia-Elf geht es ähnlich wie dem SKN St. Pölten. Kottingbrunn besitzt zwar einen guten Kader, hat aber momentan mit Personalsorgen zu kämpfen und liegt in der Tabelle nicht dort, wo sie hingehören. Trotzdem sollte man gegen Schwadorf zuhause mindestens einen Punkt einfahren. Schwadorf hat sich in der Tabelle im Mittelfeld gefestigt, Trainer Ivantschitz versteht es, das Maximum aus der Mannschaft rauszuholen. Es ist auch keine Überraschung mehr, wenn Schwadorf gewinnt, Hochachtung vor dieser Truppe. Kottingbrunn muss sich finden, hat aber viel Potenzial und kann den Anschluss nach vorne noch schaffen.“
SV Langenrohr – UFC St. Peter/Au 1:0
„Langenrohr hat sich mit diesem Sieg vorne gefestigt, sie spielen aus einer gesicherten Abwehr heraus und der Baumühlner-Elf reichen zwei bis drei Chancen um ein Tor zu schießen. Letztendlich haben sie dieses Spiel gewonnen, ob glücklich oder nicht sei dahingestellt. Für Langenrohr ist dieser dritte Platz natürlich ein gutes Zeichen, aber auch St. Peter kann mit dem bisherigen Verlauf zufrieden sein.“
ASC Götzendorf – SC Mannsdorf 3:2
„Der Sieg in der vorigen Woche gegen Stockerau dürfte für Götzendorf so etwas wie die Initialzündung gewesen sein. Bisher hat eben noch das Erfolgserlebnis gefehlt, aber man sieht, dass sie mit ein bisschen Selbstvertrauen auch siegen können. Mannsdorf ist eine gute Mannschaft, doch ich denke, dass noch nicht alles so rund läuft. Bis zum Winter erwarte ich mir Mannsdorf aber unter den Top 6, für Götzendorf gilt es, so viele Punkte wie möglich zu sammeln, um den Anschluss nicht zu verlieren.“
SV Würmla – SV Stockerau 3:1
„Stockerau war für Würmla ein Gegner, den man daheim schlagen musste und das gelang der Prochaska-Elf schlussendlich auch, obwohl Stockerau in Führung ging. Die Stockerauer sind nicht gefestigt und spielen nicht das, was sie können. Die Bachmayer-Elf spielt zwar immer gut mit, ist aber verunsichert und in den entscheidenden Situationen gelingt es ihnen eben nicht, ein Tor zu schießen. Man ist also nicht weit weg, aber trotzdem verliert man diese Spiele und ich hoffe für Stockerau, da ich ja auch selbst aus Stockerau bin, dass sie in der nächsten Zeit die Kurve kratzen.“
SV Leobendorf – ASK Bad Vöslau 1:2
„Leobendorf hat den Start verschlafen und war gleich 2:0 hinten, das ist auch typisch für ein Team, das kein Selbstvertrauen hat. Mal schauen wie es weiter geht, aber bis zum Winter müssen sie mit dem vorhandenen Spielermaterial auskommen. Die nächste Partie gegen Stockerau kann schon richtungsweisend sein, für beide gilt, unbedingt drei Punkte einzufahren. Es wird zwar nicht einfach, aber bei einer Niederlage wäre es ganz schwierig aus dem Tabellenkeller zu kommen.“
SV Gaflenz – ATSV Ober-Grafendorf 1:2
„Ober-Grafendorf ist eine Mannschaft die stabil nach vorne spielt und auch enge Partien für sich entscheiden kann. Die Spieler sind reif, einige Akteure waren auch schon in höheren Ligen aktiv und bringen das nötige Tempo und die Gelassenheit mit. Für Gaflenz ist diese Niederlage keine Schande. Sie haben dem starken Aufsteiger einen guten Kampf geliefert und ich denke, dass sie in der nächsten Zeit wieder punkten werden.“
SKN St. Pölten Juniors – SCU Ardagger 2:3
„Ähnlich wie bei Kottingbrunn hat auch St. Pölten eine gute Mannschaft und zwei Topstürmer, aber irgendetwas stimmt nicht mit der Schadinger-Elf. Der SKN kommt nicht ins Spiel, das ist nicht Fisch und nicht Fleisch und mit der jetzigen Tabellensituation kann und darf man nicht zufrieden sein. Es läuft einfach nicht rund für St. Pölten, die natürlich versuchen müssen, nun Platz für Platz gut zu machen. Ardagger hat wieder aufgezeigt und ist eine kompakte Mannschaft. Spielerisch tut sich die Zeitlhofer-Elf zwar schwerer als in der vergangenen Saison, aber dem Trainer steht trotzdem eine gute Mannschaft zur Verfügung.“
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