Freitagabend empfing die SG Ardagger/Neustadtl den ASK Bau Pöchhacker Ybbs. Es stand also ein emotionales Nachbarschaftsduell auf dem Programm. Für den Erstgenannten ergab sich so die Chance zur Rehabilitation. Er hatte in der vergangenen Runde bei Zwettl verloren. Nun bekam er es mit einem Titelanwärter zu tun. Dieser war jüngst zu einem Kantersieg über St. Peter mit fünf selbsterzielten Toren gekommen. Nun sollte mit dem nächsten Triumph der zweite Platz unbedingt verteidigt werden. Man scheiterte am Vorhaben eines weiteren Erfolges. Es schaute nicht mehr als ein Unentschieden raus.
Rund 810 Zuschauer fieberten vor Ort dem Hit entgegen. Es herrschte eine sensationelle Stimmung. So ein Umfeld verdient sich ein derartiger Schlager. Unter anderem deswegen liebt man den Fußball so. Jetzt wünschte man sich natürlich auch am Rasen noch ein entsprechendes Feuerwerk. Die Heimischen brauchten etwas, um so richtig in der Partie anzukommen. Nach rund einer Viertelstunde klappte es dann besser. Da wurde dann gleich eine riesige Chance liegengelassen. Sie setzten nach und zum Ausklang der Hälfte flog noch ein sehenswerter Volley auf den Kasten der Gäste zu. Für ein Goal reichte es jedoch auch in dem Fall nicht. Es ging ohne Treffer in die Pause. Die Anwesenden hofften darauf, dass der zweite Durchgang mehr Spektakel bietet. Das Geschehen auf dem Rasen konnte soweit mit dem sensationellen Ambiente noch nicht ganz mithalten.
Die beiden Konkurrenten kehrten topmotiviert auf das Feld zurück. Jeder Akteur zeigte sich bereit, für seine Farben alles in die Waagschale zu werfen. Die Ybbser verzeichneten den besseren Start. Tomas Malec probierte es aus der Distanz. Der Schuss fiel zu hoch aus. Im Anschluss versuchte der Kontrahent, wieder das Kommando zu übernehmen. So wirklich eindrucksvoll klappt das nicht. Das hing natürlich auch mit der starken Abwehrleistung des Auswärtsteams zusammen. In der Mitte der Hälfte nahmen die Hausherren einen Doppeltausch vor. Coach Michael Unterberger wechselte Blaz Udovcic sowie Kaltrim Berisha ein, die bekanntermaßen über Strikerqualitäten verfügen. An diesem Tag blieben sie den Beweis schuldig. Sie schafften es nämlich final nicht, das Runde ins Eckige zu befördern. Auch keiner ihrer Kollegen. Am knappsten war man in der 80. Minute dran, als der Ball von Sebastian Weniger an die Latte knallte. Da auch die angereiste Truppe bei ihrer Schlussoffensive nicht erfolgreich war, pfiff der Referee am Ende mit dem Remis ab. Ardagger tütete so zumindest einen weiteren Zähler im Kampf um die oberen Mittelfeldplätze ein.
Wolfgang Riesenhuber (Stellvertreter Sportliche Leitung SG Ardagger/Neustadtl):
„Ich denke, dass das Resultat in Ordnung geht. Die Burschen boten kämpferisch eine starke Leistung. Nach der Niederlage gegen Zwettl wollte ich das sehen. Wir liegen jetzt direkt hinter den Top Five. Insgesamt können wir also mit dem Frühjahr noch immer durchaus zufrieden sein.“
Die Besten: David Kandutsch (Verteidigung SG Ardagger/Neustadtl), Sebastian Weniger (Mittelfeld SG Ardagger/Neustadtl)