Freitagabend traf der SC Raika TTI Group Wieselburg auf den USV Scheiblingkirchen-Warth. Der Erstgenannte nahm es in dem Hit mit dem Tabellenführer auf. Es wartete also eine riesige Herausforderung auf ihn. Die Heimischen versteckten sicher aber nicht wie das Kaninchen vor der Schlange, sondern nahmen die Aufgabe selbstbewusst in Angriff. Trotz des zwischenzeitlichen Rückstands glaubte die Mannschaft immer an sich und sicherte sich final echt den Sieg. Mit dem Ausrufezeichen avancierte sie tatsächlich zum schärfsten Verfolger des Spitzenreiters. Entsprechend gutgelaunt präsentierte sich Trainer Rainer Hudler im Interview mit Ligaportal.
Welches Fazit zieht man nach dem Schlager?
Rainer Hudler: „Die Auftaktphase verlief aus unserer Sicht sicher nicht optimal. Die Gäste starteten wesentlich besser hinein. Wir hatten Schwierigkeiten, uns gegen die Angriffe zu stemmen. Besonders stark präsentierte sich Jan Kirchmayer. Immer wieder stellte uns der Stürmer vor Probleme. Nicht unverdient ging das Auswärtsteam nach rund einer Viertelstunde in Front. Zum Glück antworteten die Burschen recht schnell. Rund um die 28. Minute leistete Marco Talir mit einer tollen Einzelaktion die Vorarbeit zum 1:1. Er flankte ideal auf Marcel Doppler. Der verwertete sehenswert. Knapp vor der Pause zeigte unser Keeper eine starke Reaktion und verhinderte den erneuten Rückstand. Nach dem Seitenwechsel gelang uns sehr schnell die Führung. Der Schütze unseres ersten Treffers leistete den Assist. Clever legte er auf Andreas Lahmer ab. Sein Schuss fand den Weg ins Tor. Der Doppelschlag war uns nicht vergönnt. Ein weiteres Goal erkannte der Referee aufgrund eines Fouls nicht an. In weiterer Folge ging die angereiste Mannschaft natürlich auf den Ausgleich. Meine Jungs aber hielten die Konzentration bis zum Ende hoch und brachten die Führung ins Ziel. Ich freue mich sehr.“
Wer avancierte zum „Akteur des Matches“?
Rainer Hudler: „Es war natürlich generell eine mannschaftlich geschlossen starke Leistung. Sonst behältst du in so einem Kräftemessen nicht die Oberhand. Wenn ich jemanden nennen soll, dann führe ich Tobias Saffertmüller an. Der Defensive kann in der Verteidigung oder eine Reihe weiter vorne auflaufen. Gestern agierte er im Mittelfeld. Er räumte alles ab und klärte sämtliche Situationen in seinem Umfeld. Seine Erfahrung hilft ihm genau in so einer Partie. Er tritt gegen den Ball sehr routiniert auf, kann aber auch in Umschaltsituationen zur Spieleröffnung beitragen. Ich würde ihn als kompletten Fußballer beschreiben.“
Ruft Wieselburg jetzt den Titelkampf aus?
Rainer Hudler: „Uns gelang ein riesiger Erfolg. Man sieht das schon an dem Umstand, dass inklusive uns soweit lediglich zwei Mannschaften Scheiblingkirchen bogen. Die Jungs dürfen stolz auf sich sein. Andererseits lassen wir die Kirche schon im Dorf. Für uns ist das soweit eine herausragende Saison. Wir werden jetzt sicher nicht den Fehler machen, die Bodenhaftung zu verlieren. Dafür sorge ich. Ich möchte, dass wir uns weiter auf den Fußball konzentrieren und immer nur an die nächste Aufgabe denken. Die Liga ist so ausgeglichen, dass du in jeder Partie nur mit 100 Prozent bestehen kannst. Nächste Woche reisen wir nach Langenrohr. Da geht es gegen ein Top-Five Team. Eine Runde später empfangen wir die St. Pölten Amateure, welche mit ihrem Lauf wohl die Mannschaft der Stunde darstellen. Das Motto lautet also nach wie vor, konzentriert weiterzuarbeiten. Zum Schluss schauen wir, wo wir stehen.“