Spielberichte

Langenrohr setzt sich knapp durch!

Freitagabend traf der SV Langenrohr auf den ASK Bau Pöchhacker Ybbs. Der Erstgenannte befindet sich noch immer im Kampf um die Top Three. Vergangenes Wochenende war er recht deftig in Zwettl unter die Räder gekommen. Daher sollte nun unbedingt die Rehabilitation mit einem vollen Erfolg klappen. Der Kontrahent andererseits hatte in der letzten Runde die Übermacht vom kommenden Meister aus Scheiblingkirchen anerkennen müssen. Dieses Mal schlug er sich wesentlich besser. Final zog man trotzdem den Kürzeren. Die Hausherren behielten die Oberhand.

Auswärtsteam gerät in Rückstand

Etwa 240 Zuschauer suchten den Sportplatz auf. Die ortsansässigen Fans sehnten sich auf der Abschiedstour von ihrem Coach August Baumühlner noch einen weiteren Sieg herbei. Nachdem in der abschließenden Heimpartie der zukünftige Champion anreisen wird, wussten sie durchaus, dass in der aktuellen Partie bessere Chancen dafür bestehen. Es schien, als würde der Umstand ihren Burschen ebenfalls klar gewesen sein. Von Beginn weg übernahmen sie das Kommando. Zunächst gelang der finale Pass nicht. Sämtliche aussichtsreiche Möglichkeiten versandeten. Das änderte sich nach knapp einer halben Stunde. Die Gastgeber nutzten dafür einen Abwehrfehler. Tobias Liebhaber fing ein Abspiel ab, rannte auf den Kasten zu und bezwang dann noch den Keeper. Der Anhang zollte dem Schützen mit seinem kräftigen Applaus Respekt. 1:0 lautete auch das Ergebnis zur Pause.

Wende glückt nicht

Die Ybbser lagen also nur knapp hinten. Sie nutzten die Zeit in der Kabine, um sich einen konkreten Fahrplan für die Restzeit zurechtzulegen. Im Optimalfall sollte ein schneller Ausgleich her. Der ließ sich tatsächlich realisieren. Nur wenige Sekunden nämlich dauerte die Hälfte, als Tomas Malec eine kuriose Szene übernaserte. Toll realisierte er unmittelbar, dass sich der Torhüter zu weit vor dem Kasten befand. Mit all seiner Routine checkte er die Chance und rollte die Wuchtel in das leere Gehäuse. Die Hausherren ärgerten sich, mit so einem Nackenschlag in den Durchgang zu starten. Umso beeindruckender gestaltete sich die Reaktion. Wie ein begossener Pudel schüttelten sie sich durch und gaben dann wieder den Ton an. Vehement liefen sie an. Zunächst kristallisierte sich die Stange als Spielverderber heraus. Doppelt verhinderte sie ein weiteres Goal. In der 77. Minute wurde es schließlich Eric Schmutzer zu bunt. Wuchtig vollendete er eine Hereingabe mit seinem Haupt und ließ die Tribüne beben. Mehr tat sich nicht mehr. Als der Referee die Partie abpfiff, stand der Triumph der Langenrohrer endgültig fest. Mal schauen, ob der scheidende Coach sich in zwei Wochen sogar noch mit einem Sieg über den Meister von den eigenen Fans verabschiedet.

Stimme zum Spiel

August Baumühlner (Trainer SV Langenrohr):

„Ich freue mich über den Erfolg. Leider blieben doch auch zu viele Möglichkeiten ungenützt. Unterm Strich gewannen wir trotzdem. Das zählt. Jetzt wünsche ich mir im letzten Heimmatch noch, dass wir die dominante Mannschaft der Liga, Scheiblingkirchen, ernsthaft fordern und sie echt vielleicht sogar biegen.“

Der Beste: Eric Schmutzer (Verteidigung SV Langenrohr)