Freitagabend empfing der UFC St. Peter/Au den SV Stockerau. Für den Erstgenannten ging es im Klassement nur mehr um die goldene Ananas. Auf der anderen Seite möchte man als Sportler natürlich immer gewinnen. Und auf den ersten Triumph im eigenen Wohnzimmer wartete die Truppe ja auch noch. Wesentlich mehr auf dem Spiel stand beim Konkurrenten. Dieser fürchtete massiv um den Klassenerhalt. Er benötigte dafür unbedingt einen Sieg und gleichzeitig eine Niederlage vom Nachzügler aus Kilb. Beide Wünsche erfüllten sich nicht. Selbst verlor man haushoch. Die Hausherren beendeten die Saison nämlich mit einer Galavorstellung.
160 Zuschauer suchten den Sportplatz auf. Ein abschließendes Mal in der Meisterschaft stillten sie ihren Appetit auf Fußball vor Ort. Der Sensationstriumph vor einer Woche in Wr. Neustadt machte noch einmal Gusto auf mehr. Der Hunger wurde mit einer extrem beeindruckenden Weise gestillt, zum Leidwesen der Auswärtsmannschaft. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis Josip Martinovic seine Farben per Dropkick in Front brachte. Momente später erhöhte er unmittelbar aus einem Freistoß. Nach elf Minuten lautete das Resultat sogar schon 3:0. Nun durfte Marcel Seibert einen geglückten Volleyabschluss bejubeln. Die angereiste Truppe traute ihren Augen kaum. Sie erlebte den Supergau. Zu ihrem Bedauern präsentierte sich der Gegner unglaublich gierig. Folglich netzte er durch Michael Schatz vor der Pause noch ein viertes Goal. Das zurückliegende Team schlich mit hängenden Köpfen in die Kabine.
Die Stimmung in der Pause der Stockerauer muss katastrophal gewesen sein. Mit riesigen Ambitionen in das Match gestartet, lag man nun hoffnungslos zurück. Es ging im Prinzip nur mehr darum, sich mit Anstand zu verabschieden. Der Rückstand gestaltete sich für ein mögliches Comeback zu klar. Trotzdem kehrte der Verein klarerweise auf den Rasen zurück. Der Gegner hatte noch nicht genug. Die Angriffsbemühungen fanden weiter ihre Fortsetzung. Wenig überraschend fiel daher auch in dem Durchgang wieder sehr schnell ein Tor. Der Doppelschütze scorte mit einem Heber aus der eigenen Hälfte ein weiteres Mal. Schließlich durfte auch Marcel Seibert erneut anschreiben. Dies geschah nach rund einer Stunde. Damit schienen sich die Heimischen zufriedenzugeben. Coach Anton Saric nahm einige Wechsel vor. So konnten noch ein paar weitere Akteure Einsatzminuten hintenraus in der Meisterschaft sammeln. Die eingetauschten Spieler saugten auch die überaus positive Stimmung auf der Tribüne auf. Die Gastgeber ließen jetzt den Ball laufen und nahmen die Zeit von der Uhr. Widerstand fanden sie dabei kaum noch vor. Als der Referee abpfiff, stand der höchste Saisonsieg von St. Peter/Au fest. Schön, sich mit so einem Ausrufezeichen in die Sommerpause zu verabschieden.
Anton Saric (Trainer UFC St. Peter/Au):
„Final klappte es doch noch mit dem ersten Heimtriumph in diesem Jahr. Umso erfreulicher, dass er gleich so eindeutig ausfiel. Offensiv schaute das echt richtig gut aus. Es hätten vor dem Seitenwechsel durchaus auch ein halbes Dutzend Tore sein können. Der Frühling gestaltete sich sportlich gesehen nicht einfach. Schön, unseren tollen Fans zum Schluss daheim diesen Erfolg zu schenken und sich so für ihre Unterstützung zu bedanken.“
Die Besten: Josip Martinovic (Mittelfeld UFC St. Peter/Au), Marcel Seibert (Sturm UFC St. Peter/Au)