Freitagabend traf SCU-GLD Kilb auf den SV Langenrohr. Der Erstgenannte zitterte noch um den Klassenerhalt. Um nicht von einem Punkteverlust der Stockerauer abhängig zu sein, sollte noch ein Zähler her. Die Ausgangsposition wurde möglich, weil die Mannschaft die letzten beiden Partien gewonnen hatte. Nun wollte man den Sack unbedingt zumachen. Das Auswärtsteam andererseits nahm die Partie als Tabellenvierter in Angriff. Bei einem Umfaller von Ebreichsdorf war vielleicht sogar noch der Sprung unter die Top Three möglich. Der dafür notwendige Triumph klappte jedoch nicht. Die Heimischen gewannen und müssen nicht eine Etage runter.
Etwas mehr als 290 Fans fanden sich im Waldstadion ein. Die Anhänger wussten ganz genau, dass sie jetzt gefragt sind. Aufgrund der jüngsten Ausbeute ihrer Burschen allerdings nahmen sie den Weg gerne auf sich. Mit den Siegen über Scheiblingkirchen sowie die Admira Wacker Amateure startete der Nachzügler selbstbewusst hinein. Gleichzeitig lautete das Credo natürlich, ja nicht zu offensiv zu agieren. Vor allem deswegen, weil ja auch ein Unentschieden genügte. Trotzdem mochte sich die Truppe gar nicht auf irgendwelche Spielereien einlassen und probierte, dosiert Gefahr auszustrahlen. Sie machte das recht geschickt. Zunächst ohne zählbaren Erfolg, die Zeit verstrich. Bis knapp vor dem Ende der Hälfte, dann schlug der Hausherr zu. Michael Ehribauer sorgte für die Führung. Gleich darauf pfiff der Referee zur Pause.
Es lief soweit ganz im Sinne der Gastgeber. Jetzt hieß es, die Leistung noch einen Durchgang zu bestätigen. Das glückte auf extrem beeindruckende Weise. Christian Hauptmann erhöhte in der 53. Minute. Lediglich ein paar Sekunden später fing sich Martin Franz Kreitzer von Langenrohr Rot für eine Notbremse ein. Unmittelbar darauf zappelte der Ball das dritte Mal im Kasten. Der Schütze vom 1:0 legte ebenfalls noch ein Goal nach. Er versenkte einen Freistoß. Die Diskussionen über den Gewinner bei dem Kräftemessen verstummten, die Sache schien entschieden. Das angereiste Team verkürzte zwar im weiteren Verlauf. Die Kilber jedoch zeigten umgehend eine passende Reaktion. Kilian Tod stellte aus der Distanz wieder die bereits gehabte Differenz her. Matthias Kerschner besorgte das fünfte Goal der Kilber. Mit dem Schlusspfiff warfen sie den ganzen Ballast einer schwierigen Saison ab und feierten im Kreise ihrer Fans den Ligaverbleib.
Matthias Trattner (Sportlicher Leiter SCU-GLD Kilb):
„In den letzten Wochen zeichnete den Verein speziell aus, dass alle Verantwortlichen ruhig blieben und wir noch näher zusammenrückten. Die Eigenschaft charakterisiert uns. Schön, dass der Umstand final zum Klassenerhalt beitrug. Jetzt atmen wir durch. Ich freue mich natürlich sehr, dass wir nicht absteigen müssen.“
Die Besten: SCU-GLD im Kollektiv