Samstagnachmittag trafen die SKN St. Pölten Amateure auf die SG Korneuburg/Stetten. Der Erstgenannte hatte gleich zum Auftakt mit dem Sieg über Titelfavorit Ebreichsdorf für ein echtes Highlight gesorgt, im Anschluss aber bei Ortmann verloren. Diese Niederlage wollte er nun gleich wieder ausmerzen, am besten durch einen vollen Erfolg. Der Kontrahent stand erst bei einem Zähler. Der war ihm in der vergangenen Runde mit einem Remis gegen Ybbs gelungen. Dieses Mal ging sich sogar der anvisierte Dreier aus. Als schon alles nach einem 0:0 ausschaute, schlugen die Gäste doch noch zu und behielten so die Oberhand.

Rund 75 Zuschauer fanden sich auf der Sportanlage Obergrafendorf ein. Das Ausrufezeichen beim Meisterschaftsstart ließ die lokalen Fans daran glauben, dass ihre Burschen mit lautstarker Unterstützung erneut gewinnen können. Die Gäste strebten da natürlich nach einem gänzlich anderen Ergebnis. Die dafür notwendige Disziplin impft der Coach bei den Trainings regelmäßig ein. Das zeigte sich dann auch am Rasen. Das angereiste Team wusste, dass es den technisch top ausgebildeten Jungwölfen keinen Platz bieten darf. Entsprechend stellte es die Räume zu und überzeugte bei den Zweikämpfen mit der notwendigen Körperlichkeit. Da die Hauptstädter in der Verteidigung ebenfalls konsequent agierten, fielen bis zur Pause tatsächlich keine Treffer.
Die beiden Konkurrenten kehrten bissig auf den Rasen zurück. Verständlich, jede Seite durfte noch komplett damit spekulieren, auf die Gewinnerstraße abzubiegen. Die SKN Amateure warfen einen neuen Mann ins Rennen. Marek Kolodziejczyk kam unmittelbar statt Valentin Ferstl. Der Gegner nahm erst später Wechsel vor. Einen Mann ließ er klarerweise bis zum Ende am Feld. Striker Armin Mujakic ist immer für eine entscheidende Szene gut. So auch dieses Mal. Die Minuten waren auch in dem Durchgang ohne erfolgreiche Abschlüsse verstrichen. Jeder der Anwesenden rechnete schon mit einem Remis. Immerhin lief ja bereits die Nachspielzeit. Da schlug der Paradestürmer tatsächlich noch in den letzten Momenten der Partie mit seinem Haupt zu. Eiskalt versenkte er die Wuchtel im Stile eines Goalgetters. Den Gastgebern schlief das Gesicht ein. Er jedoch drehte jubelnd ab und ließ sich völlig zurecht feiern. Gleich darauf pfiff der Referee ab. So machte sich Korneuburg mit drei Punkten im Gepäck bestens gelaunt auf den Rückweg.
Senad Mujakic (Trainer SG Korneuburg/Stetten):
„Ich freue mich! Wenn du so siegst, gehört natürlich auch Glück dazu. Das erarbeitet man sich aber auch. Meiner Meinung sind unsere ersten beiden Partien besser gewesen. Nun belohnten sich die Jungs dafür. In der Schlussphase kämpften wir mit körperlichen Problemen. Unser Spiel ist schon sehr kräftezerrend. Super, dass die Burschen alles reinwarfen und dann für so ein Finish sorgten.“
Der Beste: Armin Mujakic (Angriff SG Korneuburg/Stetten)