Samstagabend traf der SC Raika TTI Group Wieselburg auf SCU-GLD Kilb. Der Erstgenannte ging ohne Niederlage in das Nachbarschafsduell. Andererseits stand jedoch auch noch kein Dreier zu Buche. Die beiden bisherigen Partien hatten nämlich mit einem Remis geendet, so zum Beispiel der offene Schlagabtausch vergangene Woche in St. Peter. Die Gäste nahmen die Partie mit einem wesentlich komfortableren Punktepolster in Angriff. Sie waren soweit immer als Gewinner vom Rasen gegangen. Das änderte sich nun. Die Heimischen krallten sich ihren Premierentriumph in der Saison.

Rund 750 Besucher bevölkerten die Arena. Es herrschte also ein tolles Ambiente. Genau so, wie man es sich für ein Kräftemessen unter lokalen Rivalen vorstellt. Die Hausherren liefen also noch einem vollen Erfolg in der Meisterschaft hinterher. Was würde sich da besser anbieten, als genau in dem Match damit zu beginnen? Nichts, klarerweise! Entsprechend bissig lief die Mannschaft von Rainer Hudler ein. Man spürte, dass sie nun bedingungslos die Oberhand behalten wollte. Natürlich gibt es immer einen Gegner. Der verfolgte das Ziel, seine weiße Weste zu behalten. Die Motivation auf seiner Seite fiel nicht geringer aus. So erledigten die Konkurrenten konsequent ihre Defensivaufgaben. Es entstand so etwas wie eine Pattsituation und sie neutralisierten sich größtenteils. Jedenfalls landete das Runde bis zur Pause nicht im Eckigen, hüben wie drüben.
Die Kilber konnten mit dem Zähler zu dem Zeitpunkt sicher besser leben. Aufgrund ihrer bisherigen Ausbeute wäre ein Punkt absolut in Ordnung gewesen. Direkt mit dem Wiederanpfiff zeigte sich, dass die Aufgabe nun für sie noch schwieriger werden würde. Der Hausherr schaltete jetzt einen weiteren Gang hoch. Sofort flog ein wuchtiger Kracher auf den Kasten von Simon Neudhart zu. Der Routinier im Kasten der Gäste präsentierte sich jedoch von seiner besten Seite und entschärfte den Versuch spektakulär. Der Warnschuss stellte das Startsignal für eine tolle Offensivphase der Braustädter dar. Es dauerte lediglich eine Viertelstunde in der Hälfte, bis sie tatsächlich vorlegten. Paul Weber nahm sein Herz in die Hand. Sein Distanzknaller passte ganz genau und schlug ein. Die Tribüne bebte! Ohrenbetäubende Jubel brach unter den Fans aus! Mit dem Rückstand musste der Gegner natürlich in weiterer Folge mehr Risiko nehmen. Der Umstand bedeutete mehr Räume für die in Führung liegende Truppe. Etwa zehn Minuten vor dem Schluss sorgte Marcel Doppler für die Vorentscheidung. Danach brachten er und seine Nebenleute den Triumph clever über die Ziellinie. Der erste Sieg in der Saison stand fest. Die Jubelszenen mit den Anhängern bewiesen, wie befreiend der volle Erfolg wirkte.
Rainer Hudler (Trainer SC Wieselburg):
„Schön, dass der erste Dreier eingetütet ist. Umso schöner, wenn er im Derby gelingt! Besonders freut mich die starke Performance vom 17-jährigen Paul Weber. Das Talent verbuchte ein Goal sowie einen Assist. Mit der Bilanz trug er ganz wesentlich zu dem Resultat bei.“
Der Beste: Paul Weber (Mittelfeld SC Wieselburg)