Samstagnachmittag begrüßte die SG Ardagger/Neustadtl die SKU Amstetten Amateure zum Nachbarschaftsduell. Der Erstgenannte hatte die beiden jüngsten Partien ganz eindeutig für sich entschieden und dabei beeindruckende neun Goals geschossen. Die letzte Niederlage stammte überhaupt aus der dritten Runde. So positiv gestaltete sich die Situation beim Kontrahenten nicht. Er war vergangene Woche dem Team aus der Südstadt unterlegen und ging als Schlusslicht in das Kräftemessen. Er überraschte nun mit einem Punktgewinn. Die Hausherren mussten sich trotz Überzahl mit einem Remis begnügen.

Rund 670 Zuschauer sorgten für eine hervorragende Stimmung in dem Vergleich der Lokalrivalen. Da spielte sich gehörig was ab auf der Tribüne. Die aktuelle Form ihrer Jungs ließ die Erwartungen der Heimfans schon fast ins Unermessliche ansteigen. Die Vorstellungen der Anhänger erhöhten natürlich auch den Druck auf das Team von Coach Michael Unterberger. Wie würden die Burschen damit umgehen? Sie nahmen die Situation an und begannen eigentlich sehr ambitioniert. Der Ball lief. Das, was noch nicht klappte, ist der finale Pass gewesen. Genau darauf kommt es aber bekanntlich im Fußball an. Der Mangel ermöglichte auch dem Außenseiter, in die Partie hineinzufinden. Das verschaffte ihm Mut und es schien, als könnte da für ihn etwas Zählbares rausschauen. Etwas mehr als eine halbe Stunde zeigte die Uhr, als sich die Auswärtsmannschaft plötzlich eine Rote einfing. Tolga Öztürk wurde aufgrund einer Tätlichkeit ausgeschlossen. Bitter für die angereiste Truppe. Immerhin schaffte sie es, den drohenden Rückstand vor dem Seitenwechsel abzuwenden.
Die SKU Amateure konnten mit der Leistung soweit echt zufrieden sein. Den neuen Durchgang nahmen sie nur mit einer Änderung in Angriff. Sonst vertrauten die Verantwortlichen weiterhin der Startelf. Die Amstettener wussten, dass da jetzt eine richtig schwere Restzeit vor ihnen lag. Bissig kehrten sie auf den Rasen zurück. Die Mentalität war jetzt absolut gefragt, so wie auch defensive Disziplin. Mit den Attributen montierten sie den Gegner echt ganz schön ab. Und plötzlich schlug der Underdog sogar im Sturm eiskalt zu. In der Mitte der Hälfte nämlich versenkte Annur Hadzic die Wuchtel im Kasten und brachte seine Farben in Front. Für die Hausherren wurde der Supergau Realität. Trotz numerischer Überlegenheit lag man plötzlich hinten. Eine Katastrophe! Es hieß ruhig bleiben und irgendwie den Kopf aus der Schlinge ziehen. Das taten sie. Martin Grubhofer versenkte einen Corner mit dem Kopf. Der Support sprang jubelnd auf. Er hoffte noch auf eine komplette Wendung des Resultats. Der Wunsch blieb jedoch unerfüllt. Auch, weil der Matchball nicht den Weg in das Tor fand. Der Referee pfiff den Schlager ohne Gewinner ab. Die SG Ardagger/Neustadtl freute sich, dass die Serie an ungeschlagenen Partien ihre Fortsetzung findet. So restlos zufrieden war sie mit dem Remis aber wohl nicht wirklich.
Wolfgang Riesenhuber (Stellvertreter Sportliche Leitung SG Ardagger/Neustadtl):
„Wir nehmen das Unentschieden. Die erste Hälfte ist nicht ideal gewesen. Nach dem Ausschluss gaben wir eindeutig den Ton an. Leider fingen wir uns trotzdem ein Tor ein und scheiterten zusätzlich an der Effektivität. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Wir müssen hart weiterarbeiten.“
Die Besten: Ammar Skjekirica (Verteidigung SG Ardagger/Neustadtl), Franz Kaltenbrunner (Verteidigung SG Ardagger/Neustadtl)