Freitagabend empfing die SG Ardagger/Neustadtl die SG Hohenaus/Hausbrunn. Der Erstgenannte war seit mittlerweile sechs Runden ungeschlagen, in der vergangenen Woche aber nicht über ein Heimremis im Nachbarschaftsduell mit den Amstetten Amateuren hinausgekommen. Ebenfalls mit einer Punkteteilung hatte sich im letzten Match der Kontrahent zufriedengeben müssen. Nach dem 1:1 vor dem eigenen Support gegen Langenrohr sollte dieses Mal unbedingt wieder ein Sieg rausschauen. In der Ferne scheint es ja derzeit fast perfekt zu laufen. Der Eindruck bestätigte sich. Die Gäste behielten in dem spannenden Kräftemessen die Oberhand.

Rund 350 Zuschauer fanden sich am Sportplatz ein. Die lokalen Fans ärgerten sich noch immer ein bisschen über den jüngsten Punkteverlust im Derby. Andererseits gibt es solche Tage einfach, an denen das Runde nicht ins Eckige will. Nachzutrauern bringt da nichts. Vielmehr nahmen sich die Anhänger vor, ihre Burschen unentwegt nach vorne zu treiben. Gemeinsam wollte man die hergeschenkten Zähler mit einem weiteren Triumph vergessen machen. Blöd nur, dass da ein topmotiviertes sowie extrem selbstsicheres Team anreiste. Es versteckte sich, so wie man es von ihm kennt, von Beginn weg ganz und gar nicht. Die Truppe von Coach Darko Dukic belohnte sich sogar richtig schnell für ihre Bemühungen. Fabian Ribing brachte seine Farben in Front. Die Heimischen stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass sie über eine mindestens gleich breite Brust verfügen. Etwas mehr als eine halbe Stunde stand auf der Uhr, als der Hausherr den Rückstand egalisierte. Kilian Bachler verwertete eine Möglichkeit. Die Tribüne stimmte Jubelchöre an. Weitere Tore fielen zunächst nicht. Mit dem ausgeglichenen Resultat pfiff der Referee den Durchgang ab.
Hüben wie drüben durfte man also noch damit spekulieren, als Gewinner vom Rasen abzutreten. Entsprechend bissig kehrten die Akteure auf den Rasen zurück. Erneut durfte sich der Aufsteiger über den besseren Start freuen. Lukas Csano schoss per Kopf ein zweites Mal die Führung für sein Team heraus. Eine äußerst unangenehme Situation für Ardagger, gleichzeitig motivierte der Rückschlag umso stärker, eine Schippe draufzulegen. Das Trainerteam versuchte nun, mit den richtigen Personalentscheidungen für ein Comeback zu sorgen. Mit Marcel Tenschert, Florian Rusch sowie Kaltrim Berisha kam geballte Sturmpower. Der Gegner musste sich auf rollende Angriffe einstellen. Das tat er perfekt. Er stellte die Räume zu und wehrte sich kräftig. Die mutige Herangehensweise bei den Hausherren spielte ihm nun natürlich auch in die Karten. Zahlreiche Räume gingen auf. Immer wieder stießen die technisch hochveranlagten Offensivkräfte der angereisten Mannschaft in die gefährliche Zone vor. Eine Möglichkeit nutzte sie. Marko Lörinczi machte hintenraus den Deckel drauf. In der Ferne hält die SG Hohenaus/Hausbrunn nun bei drei Siegen in Folge. Die Zahlen untermauern eindrucksvoll die These, dass sie ihr Spiel mit oder ohne Heimvorteil beinhart durchzieht.
Matej Mitrovic (Sportlicher Leiter ASV Hohenau):
„Es war ein enger Vergleich. Es gab Phasen, in den sich die Partie auch in Richtung der Heimischen hätte entwickeln können. Generell tun wir uns derzeit in der Ferne etwas leichter. Vor den eigenen Fans stellen sich die Kontrahenten nämlich nicht nur hinten hinein. Damit entblößen sie sich etwas und wir bringen den Ball einfacher in Richtung des Sechzehners. Super, dass wir als Aufsteiger direkt hinter der Spitze in der Verfolgergruppe lauern. Völlig verdient meiner Meinung nach!“
Der Beste: Tomas Tok (Mittelfeld SG Hohenau/Hausbrunn)