Spielberichte

Eros Goldtor zum 1:0 in Ollersdorf – Petrik (SC Markgrafneusiedl): „Gerecht, am Ende auch glücklich“

SC Ollersdorf
Markgrafneusiedl

Im Duell zwischen SC Marchfelder Bank Ollersdorf und SC Markgrafneusiedl in der 2. Klasse Marchfeld sprach Gästetrainer Richard Petrik von einem insgesamt gerechten, am Ende aber auch glücklichen Auswärtssieg: In der 93. Minute vergaben die Hausherren einen Elfmeter. Auf tiefem, dennoch gut bespielbarem Rasen prägten Kompaktheit, Intensität und Teamarbeit den Abend – samt dem Gefühl, einen Gegner aus der oberen Tabellenregion niedergerungen zu haben.

Spieler legt Ball für einen Freistoß zurecht

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Zwischen Linie, Führung und Elfer-Drama

Für Richard Petrik war es ein Wechselspiel knapper Szenen. Früh hatte sein Team eine große Chance, die auf der Linie geklärt wurde. „Laut Schiedsrichter war der Ball nicht hinter der Linie“, so Petrik. Auch bei Ollersdorf gab es eine strittige Strafraumszene, der Pfiff blieb aus. Kurz vor der Pause schlug Markgrafneusiedl zu: In Minute 44 traf Osazemen Ero zum 1:0, mit diesem Vorsprung ging es in die Kabinen. In der Schlussphase ließen die Gäste in Minute 90 die Entscheidung liegen, im Gegenzug bot sich Ollersdorf vom Punkt die große Ausgleichschance – der Strafstoß in Minute 93 blieb ungenutzt, der knappe Vorsprung hielt. Petriks Fazit zu den heiklen Situationen: „Es gab auf beiden Seiten Szenen, die man auch anders sehen kann, aber insgesamt hatte der Schiedsrichter die Partie gut unter Kontrolle.“

Standards und Abwehr als Stabilitätsfaktor

Die Ausrichtung in der Trainingswoche war klar: Standardsituationen defensiv wie offensiv schärfen. „Das hat hinten deutlich besser geklappt“, erklärte Petrik. Ollersdorf kam zu vielen Eckbällen, doch Markgrafneusiedl verteidigte sie konsequent. Offensiv sprangen zwar nur wenige ruhende Bälle heraus, die Entwicklung gefiel dem Coach dennoch: „Im Vergleich zu den letzten Wochen – wir hatten bereits fünf Standardgegentore – haben wir heute als Kollektiv sehr gut verteidigt.“

Harte, faire Partie, Teamgeist und Ausblick

Die Intensität war hoch, die Linie klar: „Ein hart geführtes, aber faires Spiel ohne unschöne Szenen“, sagte Petrik. Der tiefe Rasen forderte Kräfte, war aber insgesamt gut bespielbar. Auch die Zuschauer trugen zu einer fairen Atmosphäre bei. Einen Mann des Spiels wollte der Trainer nicht herausheben: „Es war eine kollektive Leistung vom Tormann bis zum Stürmer. Alle haben gearbeitet, gerackert und die taktischen Vorgaben umgesetzt.“

Für die kommenden Wochen ist die Marschroute gesetzt: „Weiter hart an der Defensive arbeiten und in der Offensive kaltschnäuziger werden. Wir müssen Spiele früher zumachen. Man sieht, dass wir in dieser Liga jedem wehtun können.“ Mit Blick auf das obere Tableau fügte er an: „Es war an der Zeit, einmal einen Gegner von oben zu schlagen – und es soll nicht der letzte Sieg bleiben.“

2. Klasse Marchfeld: Ollersdorf : Markgrafneusiedl - 0:1 (0:1)

  • 44
    Osazemen Ero 0:1