In der 2. Klasse Marchfeld setzte sich die SG Ulrichskirchen am Freitagabend mit 4:1 gegen den SV Großschweinbarth durch. Nach 1:1 zur Pause legten die Hausherren nach Wiederanpfiff zu, Jeton Tairi traf per Elfer-Nachschuss, Emanuel Libiseller schnürte den Dreierpack. Trainer Roman Fankhauser sprach von guter Vorbereitung, großer Geschlossenheit und lobte zugleich den Gegner – am Ende überwog jedoch das eigene Gefühl: "Wir wollten den Sieg unbedingt."

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Ulrichskirchen kam gut in die Partie und übernahm früh Verantwortung. Nach 33 Minuten war es Emanuel Libiseller, der die 1:0-Führung besorgte. Trainer Roman Fankhauser schilderte die erste halbe Stunde als gute Vorstellung mit kniffligen Momenten: "Wir haben in der ersten Halbzeit drei, vier heikle Situationen lösen müssen und sind trotzdem verdient 1:0 in Führung gegangen, weil wir auch auf unserer Seite drei, vier gute Möglichkeiten hatten." Kurz vor der Pause fiel dennoch der Ausgleich: Andreas Mauser traf in Minute 43 zum 1:1, begünstigt durch einen Fehler der Gastgeber. "Dann fangen wir uns das 1:1 durch einen Eigenfehler", ärgerte sich Fankhauser, ohne seine Elf aus der Ruhe zu bringen. Mit dem Halbzeitpfiff stand es 1:1, und Ulrichskirchen blieb bei Plan und Tempo.
Nach der Pause setzten die Hausherren die nächste Duftmarke. In Minute 51 gab es Elfmeter für Ulrichskirchen – den wichtigen zweiten Treffer erzielte Jeton Tairi im Nachschuss. "Der Elfer zum 2:1, den Jeton Tairi im Nachschuss verwertet hat, war wichtig", erklärte Fankhauser und stellte gleich klar, was letztlich den Ausschlag gab: "Eine gute Vorbereitung, ein überragender Emanuel Libiseller und die Geschlossenheit des Teams." Libiseller untermauerte das mit zwei weiteren Toren: Der Angreifer erhöhte in der 75. Minute auf 3:1 und setzte in der Nachspielzeit (90+3) den Schlusspunkt zum 4:1. Großschweinbarth kam zwar zu Möglichkeiten, doch Ulrichskirchen spielte weiter mutig nach vorn und nutzte seine Chancen eiskalt.
In der Analyse blieb Fankhauser bei zwei Leitmotiven: Zusammenhalt und Wille. "Jeder Mann hat heute für den Nebenmann gearbeitet", sagte der Trainer, "entscheidend war unsere Geschlossenheit." Gleichzeitig blickt er nach vorn: "Wo ich noch Luft nach oben sehe, ist sicher beim Festigen des Spielsystems." Zum Gegner fand er deutliche Worte des Respekts: "Großschweinbarth ist einer der attraktivsten Gegner dieser Liga. Eine sehr gute Mannschaft, mit Ball und gegen den Ball. Sie haben viel richtig gemacht, aber wir haben sie heute mit Willen und unserer Formation in die Knie gezwungen." Auch der Schiedsrichter bekam Lob: "Er hat eine gute Partie gepfiffen, mögliche Fehler hat man heute nicht gespürt – das war sehr solide."
Erwähnt hat Fankhauser außerdem personelle Ausfälle – umso höher bewertet er den Auftritt seiner Mannschaft beim 4:1. In der Tabelle steht Ulrichskirchen mit 52 Punkten ganz oben, Großschweinbarth bleibt mit 43 Zählern im Spitzenfeld. Für die nächsten Wochen gilt aus seiner Sicht: Geschlossenheit bewahren, das Spielsystem festigen und die gute Ausgangslage an der Spitze behaupten.