Spielberichte

Herbert Nürnberger (Trainer SC Großengersdorf): „Das 2:2 hat uns das Genick gebrochen“

ASKÖ Strasshof SV
SC Großengersdorf

In der 2. Klasse Marchfeld setzte sich der ASKÖ Strasshof SV in einem engen Duell mit 3:2 gegen den SC Großengersdorf durch. Die Gäste führten nach der Pause, ehe die Heimischen das Spiel spät drehten. Großengersdorf-Trainer Herbert Nürnberger sprach von einer „relativ ausgeglichenen Sache“, haderte aber mit dem 2:2: „Das 2:2 hat uns das Genick gebrochen.“ Strasshof blieb dran, nutzte seine Chancen und war am Ende um ein Tor besser.

Nahaufnahme auf die beine zweier Spieler

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Spiel kippte spät: Führung der Gäste, dann Strasshofs Doppel-Schlag

Der Beginn gehörte keiner Mannschaft klar, Strasshof hatte aber den ersten Punch parat: Nach 29 Minuten stellte Nicolas Gratzl auf 1:0. Großengersdorf antwortete im richtigen Moment, kurz vor der Pause: Patrick Pöschl traf in Minute 45 zum 1:1, mit diesem Remis ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste zielstrebig und drehten die Partie: In der 64. Minute brachte Brian Brem den SCG mit 2:1 nach vorne. Strasshof gab sich jedoch nicht geschlagen und kam in der Schlussphase zurück. Zunächst glich Mirza Dugalic in der 77. Minute zum 2:2 aus, ehe Michael Nagy in Minute 84 den späten 3:2-Siegtreffer für die Heimischen besorgte. 

Nürnberger über eine Schlüsselszene: „Für mich war das gefährliches Spiel“

Herbert Nürnberger ordnete die 90 Minuten als Duell auf Augenhöhe ein: „Es war eine relativ ausgeglichene Sache.“ Der Großengersdorf-Trainer machte jedoch eine Szene als Knackpunkt aus – den Ausgleich zum 2:2. „Das 2:2 hat uns das Genick gebrochen“, sagte er und erklärte seine Sicht: „Da ist ein Foulspiel vorangegangen. Für mich war es gefährliches Spiel, das Bein war in Gesichtshöhe bei meinem Verteidiger, und das hat der Schiedsrichter übersehen.“ Nürnberger blieb trotz Ärgers im Ton fair und trennte klar zwischen Gesamteindruck und Einzelszene: „Im Großen und Ganzen hat er ein sehr gutes Spiel gepfiffen. Nur bei dieser einen Situation ist er total daneben gelegen.“ Auch den Gegner würdigte er ausdrücklich: „Der Unterschied war, dass Strasshof nie abgesteckt hat.“ 

Personalpech, ein überragender Pöschl und der Blick auf Ulrichskirchen

Warum es am Ende nicht reichte, führte Nürnberger auch auf die eigene Personalsituation zurück: „Wir hatten das Pech, dass unser Stammtorhüter ausgefallen ist und zwei, drei Spieler angeschlagen waren. Momentan läuft es nicht so rund.“ Umso mehr hob er die Leistung seiner Mannschaft hervor: „Meine Mannschaft hat ein sehr gutes Spiel gemacht.“ Besonders ein Name stach für ihn heraus: „Patrick Pöschl war für mich der überragende Mann am Spielfeld.“ Bitter: „Er ist mir zehn, zwölf Minuten vor Schluss verletzt ausgefallen – das hat sicher auch dazu beigetragen, dass wir noch das 3:2 kassiert haben.“ Zur Diagnose blieb er vorsichtig, aber deutlich: „Zu 90 Prozent ist es ein Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel, vier bis fünf Wochen Pause.“ Trotz Frust blickt der Zweite der Tabelle (46 Punkte) nach vorne. „Die Stimmung ist getrübt, wir spielen um die Meisterschaft. Aber es war eine deutliche Steigerung zur Vorwoche.“ Für ihn ist klar, worauf es jetzt ankommt: „Wir bereiten uns gezielt auf das Spiel gegen Ulrichskirchen, den Tabellenführer, vor – unsere letzte Chance. Entweder oder.“ 

2. Klasse Marchfeld: Strasshof : Großengersdorf - 3:2 (1:1)

  • 84
    Michael Nagy 3:2
  • 77
    Mirza Dugalic 2:2
  • 64
    Brian Brem 1:2
  • 45
    Patrick Pöschl 1:1
  • 29
    Nicolas Gratzl 1:0