Der SC Großengersdorf hat in der 2. Klasse Marchfeld beim SC Breitensee ein starkes Ausrufezeichen gesetzt und mit 2:0 gewonnen. Matchwinner war Robert Tichy mit einem Doppelpack. Nach einer Roten Karte gegen Breitensee brachten die Großengersdorfer den Sieg abgeklärt nach Hause. Trainer Herbert Nürnberger vom SC Großengersdorf sprach von einer hochkonzentrierten, zweikampfstarken Leistung und hob neben den Toren auch dreimaliges Alu-Pech hervor. Seine Kernaussage: verdiente drei Punkte beim bis dato heimstarken Rivalen.

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Die Gäste fanden vom Anpfiff weg besser in die Partie, suchten die Duelle und wirkten in den Abläufen klarer. Herbert Nürnberger brachte es nachher trocken auf den Punkt: „Meine Mannschaft war ab der ersten Minute total fokussiert, extrem zweikampfstark, taktisch sehr klug und hat mehr als verdient gewonnen.“ In dieser Phase fiel auch der wichtige Führungstreffer. In Minute 30 traf Robert Tichy zum 0:1 und gab der Partie die Richtung vor. „Sicherlich das 1:0“, nannte Nürnberger den Schlüsselmoment ohne zu zögern. Dass Großengersdorf vor der Pause zusätzlich noch dreimal die Latte traf, machte das Gefühl der Überlegenheit für den Coach rund. „Wir haben uns lange nicht belohnt, aber die Jungs sind drangeblieben“, erklärte er die erste Hälfte, die mit 0:1 endete.
Nach dem Seitenwechsel blieb Großengersdorf stabil. In der 57. Minute schwächte sich Breitensee mit einer Roten Karte gegen Vanja Kanjuh selbst. Die Gäste nutzten die Überzahl nicht hektisch, sondern spielten weiter geduldig und legten nach. In Minute 62 schlug erneut Robert Tichy zu. Nürnberger geriet bei der Beschreibung des Treffers ins Schwärmen: „Das 2:0 war ein Wahnsinnsschuss vom rechten Sechzehnereck ins linke Kreuzeck. Unhaltbar – da kann jeder Torwart der Welt drinstehen.“ Breitensee stellte in der Schlussphase laut Nürnberger „schon auf vier Stürmer“, doch seine Elf blieb organisiert. „Trotzdem hatte bei ihnen ein bisschen der Dampf und der letzte Glaube gefehlt. Nach der Niederlage in Großschweinbarth und ohne Chance auf den Titel waren sie vielleicht nicht so motiviert wie wir“, ordnete er den Schlusssprint der Hausherren ein.
Besonders stolz war Großengersdorfs Trainer auf die Breite und den Charakter seines Teams. „Mannschaftliche Geschlossenheit“, betonte er mehrmals – und lieferte den Hintergrund gleich mit: „Wir mussten auf sieben Spieler verzichten, sind mit dem letzten Aufgebot angetreten und haben so eine Mannschaftsleistung hingelegt. Riesengroßes Lob an die Burschen.“ Auch den Wert des Erfolges hob er hervor: „Breitensee ist immerhin seit zwei Jahren zu Hause ungeschlagen – und wir haben hier 2:0 gewonnen.“ Weniger zufrieden zeigte sich Nürnberger mit der Spielleitung. „Er war bei diesem intensiven Spiel meiner Meinung nach überfordert – aber er hat niemanden bevorzugt“, sagte er nüchtern. Sportlich bleibt der Dreier umso wichtiger: Großengersdorf hält bei 62 Punkten und liegt gemeinsam mit Ulrichskirchen ganz vorne, Breitensee bleibt mit 54 Zählern in Lauerstellung. „Großes, riesengroßes Lob an die Mannschaft“, wiederholte Nürnberger und richtete den Blick auf ein starkes Saisonfinish.