Spielberichte

„Kondition und Glück haben gefehlt“: Weikendorf verliert 1:4 nach der Pause

ATSV Weikendorf
Großschweinbarth

Am 29. Spieltag der 2. Klasse Marchfeld unterlag der ATSV Weikendorf dem SV Großschweinbarth mit 1:4 (1:1). Weikendorf führte früh durch Adin Hadzialic, ehe Igor Bosnjak noch vor der Pause ausglich. Nach dem Seitenwechsel stellten die Gäste mit einem Doppelpack von Rene Stejskal und einem unglücklichen Eigentor auf 1:4. Co-Trainer Karl Ehrenstrasser sprach von fehlender Kondition und einem dünnen Kader, lobte aber die Einstellung seiner Mannschaft.

Ball mit Fußballschuhen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Führungstreffer, dann kippt das Spiel nach der Pause

Weikendorf erwischte einen Traumstart: Bereits in der 6. Minute traf Adin Hadzialic zur 1:0-Führung. In dieser Phase setzte der ATSV, wie es Co-Trainer Karl Ehrenstrasser beschrieb, vor allem auf Umschaltmomente. „Großschweinbarth war spielstärker. Wir haben mit Kontern Nadelstiche gesetzt“, sagte er. Die Gäste blieben jedoch am Drücker und belohnten sich noch vor dem Pausenpfiff: In der 39. Minute stellte Igor Bosnjak auf 1:1, zur Halbzeit war alles offen. „Zur Halbzeit ist es 1:1 gestanden. Der Sieg von Großschweinbarth geht am Ende in Ordnung“, ordnete Ehrenstrasser ein. Nach der Pause fiel die Vorentscheidung rasch: In Minute 55 traf Rene Stejskal zum 1:2. Weikendorf hielt zwar mit einzelnen Kontern dagegen, doch in der 77. Minute unterlief Christoph Roswald ein Eigentor zum 1:3. Acht Minuten später legte Stejskal mit seinem zweiten Treffer das 1:4 (84.) nach. In der Schlussminute sah Weikendorfs Felix Götz noch Rot (90.).

Ehrenstrasser: „Uns hat die Kondition gefehlt“ – dünner Kader und spielstarke Gäste

Nach dem Schlusspfiff sprach Karl Ehrenstrasser offen über die Gründe für die Niederlage. „Wir haben ziemlichen Spielermangel“, erklärte der Co-Trainer und verwies damit auf den knappen Kader. Aus seiner Sicht machte sich das besonders nach dem Seitenwechsel bemerkbar. „Na sicher, Konditionsmangel. Und spielerisch war Großschweinbarth besser und hat uns in der zweiten Hälfte ausgespielt“, sagte er. Der Knackpunkt lag für ihn in der Abfolge der Gegentore: Ausgleich noch vor der Pause, dann das 1:2 rund zehn Minuten nach Wiederbeginn – genau da kippte die Partie. „Kondition und Glück haben gefehlt“, fasste Ehrenstrasser zusammen. Zum Gegner fand er respektvolle Worte: „Die waren sehr spielstark, mit schnellen Stürmern.“ Die Leistung des Unparteiischen ließ er unkommentiert positiv stehen: „Schiedsrichter war okay. Das war total in Ordnung.“

Einsatz passt trotz 1:4 – Tabellenlage und was Weikendorf mitnimmt

So bitter das Ergebnis auch ausfiel, an der Einstellung seiner Mannschaft ließ Ehrenstrasser keinen Zweifel. „Die Einstellung war total in Ordnung. Die haben sich alle brav reingehauen“, betonte der Co-Trainer. Und tatsächlich passte das Bild dazu: Früh in Führung gegangen, zur Pause im Spiel geblieben, dann aber gegen einen Topgegner die Körner verloren – Großschweinbarth mischt im Spitzenfeld mit (laut Tabelle auf Rang drei), während Weikendorf als Vierzehnter im hinteren Tabellenbereich liegt. Das späte 1:4 und die rote Karte gegen Felix Götz änderten nichts mehr am Ausgang, passten aber zum bitteren Ende. Aus Weikendorfer Sicht bleibt die Erkenntnis, dass Einsatz und Moral stimmen – nun geht es darum, über 90 Minuten dagegenhalten zu können. Oder wie Ehrenstrasser es zusammenfasste: „Der Sieg von Großschweinbarth geht in Ordnung – wir müssen dranbleiben.“

2. Klasse Marchfeld: Weikendorf : Großschweinbarth - 1:4 (1:1)

  • 84
    Rene Stejskal 1:4
  • 77
    Eigentor durch Christoph Roswald 1:3
  • 55
    Rene Stejskal 1:2
  • 39
    Igor Bosnjak 1:1
  • 6
    Adin Hadzialic 1:0