Spielberichte

„Über neunzig Minuten waren wir die bessere Mannschaft“ – Petrik zum 7:2 des SC Markgrafneusiedl

Markgrafneusiedl
SC Ollersdorf

In der 2. Klasse Marchfeld hat SC Markgrafneusiedl das Heimspiel gegen SC Marchfelder Bank Ollersdorf mit 7:2 gewonnen und den zweiten Sieg im zweiten Spiel nachgelegt. Trainer Richard Petrik sah seine Mannschaft vom Anpfiff weg tonangebend, auch der zwischenzeitliche Ausgleich brachte den Gastgeber nicht aus dem Tritt. Selbst nach einer Roten Karte blieb der Tabellenzweite laut seinem Trainer fokussiert und zog die Partie kontrolliert bis zum klaren Endstand durch.

Torwart in Neongelb spielt den Ball

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Frühe Führung, kurzer Ausgleich, starke Reaktion

Richard Petrik musste nach diesem 7:2 nicht lange nach einer Erklärung suchen. Für den Trainer war der Ton der Partie sehr früh gesetzt. „Wir haben ab der ersten Minute unseren Fußball gespielt, sind früh 1:0 in Führung gegangen, haben dann durch eine kleine Nachlässigkeit das 1:1 bekommen. Meine Mannschaft hat dann aber nicht aufgehört, ist genau dabei geblieben und hat dann die Tore gemacht und schlussendlich verdient gewonnen“, sagte er. Schon nach zwei Minuten brachte Rade Trivunovic den SC Markgrafneusiedl in Führung, nach einer Viertelstunde glich Juraj Tomasek für SC Marchfelder Bank Ollersdorf zwar aus, doch viel verändert hat dieser Treffer aus Sicht des Heimtrainers nicht. Der Gastgeber blieb bei seiner Linie, fand sofort wieder in seinen Rhythmus und legte noch vor der Pause entscheidend nach. Kadir Sarac stellte in der 21. Minute auf 2:1, Nuh Nazli erhöhte in der 34. Minute auf 3:1. Mit diesem Vorsprung ging der SC Markgrafneusiedl in die Halbzeit.

Auch die Rote Karte bringt den Gastgeber nicht aus dem Tritt

Nach dem Seitenwechsel machte der SC Markgrafneusiedl dort weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte. Hasan Güner traf in der 47. Minute zum 4:1 und sorgte damit dafür, dass die Partie noch klarer in die Richtung lief, die Petrik über die gesamten neunzig Minuten gesehen hatte. Einen einzelnen Moment wollte der Trainer deshalb gar nicht als Schlüssel herausheben. „Nein, absolut nicht. Über neunzig Minuten waren wir die bessere Mannschaft. Es hat keine Szene gegeben, wo wir nachgelassen haben“, sagte er. Bemerkenswert war aus seiner Sicht vielmehr, dass seine Mannschaft auch nach einem Platzverweis die Konzentration behielt. „Auch nach der roten Karte, die wir bekommen haben, war die Mannschaft sehr fokussiert und hat es durchgezogen.“ In der Schlussphase unterstrich das Ergebnis diesen Eindruck noch einmal deutlich. Rade Trivunovic traf in der 77. und 79. Minute zum 5:1 und 6:1, Juraj Tomasek verkürzte in der 89. Minute noch auf 6:2, ehe Benjamin Porstner in der Nachspielzeit den 7:2-Endstand fixierte.

Vieles hat so funktioniert, wie es sich der Trainer vorgestellt hat

Dass es am Ende sieben Treffer wurden, war für Petrik nicht nur eine Frage der individuellen Qualität vor dem Tor. Er sprach vor allem darüber, dass seine Mannschaft das Spiel in vielen Punkten genau so angelegt habe, wie es besprochen worden war. „Das taktische Verhalten, die Bewegung ohne Ball – wir haben wirklich alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, sagte der Trainer. Für ihn war diese Leistung auch kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis der Woche davor. „Wir haben super brav trainiert die Woche. Die Mannschaft war hungrig und das hat man am Platz gesehen.“ Auch bei den Toren gefiel ihm die Mischung. Den frühen Führungstreffer beschrieb er so: „Gut von Rade Trivunovic gemacht, den Körper gut reingestellt.“ Dazu kamen laut Petrik zwei Treffer vom Elfmeterpunkt, die übrigen Tore seien spielerisch gut herausgespielt gewesen. Gerade diese Verbindung aus klarer Ordnung und konsequenter Verwertung war für ihn ein wichtiger Grund dafür, dass der Sieg am Ende so deutlich ausfiel.

Fairer Blick auf den Gegner und ein Start nach Maß

Bei aller Zufriedenheit blieb Petrik in seiner Einordnung sachlich. Er verwies darauf, dass bei SC Marchfelder Bank Ollersdorf aus seiner Sicht einige Spieler gefehlt hätten, wollte den klaren Ausgang aber nicht allein damit erklären. „Trotz all dessen haben wir es sehr gut gemacht. Offensiv war der Gegner nicht wirklich da. Defensiv, auch wenn sie sieben Tore bekommen haben, ist das keine schlechte Truppe. Ich glaube, dass in der Mannschaft viel steckt“, sagte er und schickte dem Gegner gleich auch gute Wünsche mit. Den Unparteiischen stellte er ebenfalls nicht in den Mittelpunkt. Es habe zwar auf beiden Seiten einige strittige Situationen gegeben, die er nicht ganz verstanden habe, die Rote Karte gegen seine Mannschaft sei aber richtig gewesen. Für den SC Markgrafneusiedl steht damit nach zwei Runden der zweite Sieg, die Mannschaft hält bei sechs Punkten und bleibt vorne dabei. Noch wichtiger als der Tabellenstand dürfte für Petrik aber sein, dass der Auftritt genau jene Dinge bestätigt hat, die er schon in der Trainingswoche gesehen hatte.

2. Klasse Marchfeld: Markgrafneusiedl : Ollersdorf - 7:2 (3:1)

  • 93
    Benjamin Porstner 7:2
  • 89
    Juraj Tomasek 6:2
  • 79
    Rade Trivunovic 6:1
  • 77
    Rade Trivunovic 5:1
  • 47
    Hasan Güner 4:1
  • 34
    Nuh Nazli 3:1
  • 21
    Kadir Sarac 2:1
  • 15
    Juraj Tomasek 1:1
  • 2
    Rade Trivunovic 1:0