In der 2. Klasse Marchfeld musste sich der SC Marchfelder Bank Ollersdorf am Freitagabend dem SC Matzen mit 2:3 geschlagen geben. Nach einer wilden ersten Hälfte stand der Endstand bereits zur Pause fest, obwohl Ollersdorf zweimal vorne lag. Obmann Wilhelm Albrecht sprach von einem Spiel auf Augenhöhe, in dem für ihn vor allem das 2:3 entscheidend war und Matzen letztlich "der Glücklichere" blieb.

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Der Start verlief für die Gastgeber eigentlich genau so, wie man ihn sich wünscht. Bereits in der 7. Minute brachte Georg Pratsch Ollersdorf mit 1:0 in Führung. Lange hielt der Vorsprung aber nicht, weil Marcel Balinkic nur vier Minuten später zum 1:1 ausglich. Noch einmal fand Ollersdorf die richtige Antwort: Wieder war es Georg Pratsch, der in der 16. Minute das 2:1 erzielte. Albrecht sagte über diese Anfangsphase: "Wir sind 1:0 in Führung gegangen, haben den Ausgleich bekommen und sind dann wieder 2:1 in Führung gegangen." Das 1:0 sei "schön herausgespielt" gewesen, das 1:1 wiederum "eine schöne Spielsituation von Matzen", während das 2:1 laut dem Obmann "etwas glücklich zustande gekommen" sei. Noch vor der Pause kippte die Partie dann aber. Der Ausgleich zum 2:2 in der 18. Minute wurde offiziell als Eigentor von Julian Marcus Danner gewertet. Albrecht sprach nach der Partie davon, dass dieser Treffer aus seiner Sicht mit einer umstrittenen Szene verbunden gewesen sei. Den letzten Treffer des Abends erzielte dann Julian Schmid in der 41. Minute zum 3:2 für Matzen. Damit war schon zur Halbzeit alles entschieden.
Für Wilhelm Albrecht lag der ausschlaggebende Moment klar im dritten Gegentor. "Der entscheidende Moment war das 3:2 für Matzen. Dann haben wir gedrückt, gedrückt, aber uns ist nichts mehr gelungen", fasste er die zweite Halbzeit zusammen. Mehr Tore fielen nach dem Seitenwechsel nicht mehr, obwohl Ollersdorf laut seinem Obmann auf den Ausgleich drängte. Besonders hängen blieb bei ihm dabei eine Szene kurz vor Schluss, in der die Gastgeber einen Elfmeter forderten. "Kurz vor Ende hätten wir noch einen Elfmeter bekommen müssen", sagte Albrecht. Der Schiedsrichter habe die Situation jedoch als Zweikampf zwischen dem Tormann und einem Ollersdorfer Spieler bewertet. "Müssen wir so hinnehmen", meinte der Obmann. Auch insgesamt hielt er sich in der Bewertung der Spielleitung zurück. Zu den diskutierten Situationen sagte er nur: "Ein Handspiel kann man geben, muss man nicht geben. Im Großen und Ganzen war es auf beiden Seiten nicht optimal."
Gerade deshalb fiel Albrechts Gesamturteil trotz der Niederlage nicht völlig negativ aus. Er sah bei seiner Mannschaft gegenüber dem vergangenen Spiel eine klare Verbesserung und wollte das 2:3 nicht als Partie darstellen, in der bei Ollersdorf grundsätzlich wenig funktionierte. "Eigentlich hat alles besser funktioniert als zuletzt, aber leider sind wir als Verlierer vom Platz gegangen", sagte er. Den Unterschied zwischen beiden Mannschaften brachte er dann sehr einfach auf den Punkt: "Matzen hat drei Tore gemacht." Dahinter stand seine eigentliche Einschätzung dieses Abends. "Eigentlich war nicht viel Unterschied. Matzen war der Glücklichere. Es war ein Spiel auf Augenhöhe." Unter dem Strich bleibt für Ollersdorf damit eine Niederlage, die nach zweimaliger Führung natürlich schwer wiegt. Gleichzeitig nahm Albrecht aus dem Spiel mit, dass seine Mannschaft deutlich näher dran war, als es das Ergebnis am Ende vielleicht vermuten lässt.