In der 2. Klasse Marchfeld hat SC Obersiebenbrunn mit einem 6:3 bei SCU Obersdorf/P. die passende Antwort auf die harte Niederlage der Vorwoche gegeben. Trainer Matthias Gagula sprach danach von einem „richtig guten Fundament“ und meinte damit nicht nur die sechs Tore, sondern vor allem einen Auftritt, bei dem seine Mannschaft von Beginn an griffig war und sich schon vor der Pause klar absetzte.

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Für Gagula begann der Sieg seiner Mannschaft nicht erst mit dem Anpfiff. „Wir hatten schon beim Aufwärmen das Gefühl, dass wir heute eine sehr gute Partie spielen werden“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Entsprechend selbstbewusst trat Obersiebenbrunn auch auf. In der 12. Minute brachte Alexius Kliwert die Gäste mit 1:0 in Führung. Zwar kam Obersdorf aus einem Strafstoß durch Thomas Neid in der 19. Minute zum 1:1, doch aus Sicht des Trainers änderte das nichts am Gesamtbild. „Selbst wo es dann 1:1 stand, haben wir stets gewusst, dass diese Partie definitiv nur in unsere Richtung gehen kann“, erklärte er. Und genau so entwickelte sich die Partie. Patrick Schillinger stellte in der 27. Minute auf 2:1, nur zwei Minuten später legte Michal Janik das 3:1 nach. Noch vor der Pause traf Janik ein zweites Mal und sorgte in der 37. Minute für das 4:1, mit dem Obersiebenbrunn zur Halbzeit bereits deutlich vorne lag.
Dass der Trainer nach so einem Auswärtssieg nicht nur über einzelne Szenen sprechen wollte, passte zu seiner gesamten Analyse. Gagula stellte bewusst die Mannschaft in den Vordergrund. „Wir haben heute eine sehr gute sowie geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Großes Lob an die Mannschaft.“, sagte er und ergänzte, dass es „viele sehr gute Einzelleistungen“ gegeben habe, diese guten Auftritte aber eben gemeinsam in eine starke Mannschaftsleistung zusammengefügt wurden. Dazu kam aus seiner Sicht eine gute Vorbereitung auf den Gegner. „Wir waren wirklich sehr gut vorbereitet und sehr gut eingestellt auf den Gegner und konnten einfach das, was wir uns vor der Partie ausgemacht haben, auch wirklich so auf den Platz transportieren.“ Auch die sechs Treffer ordnete er in dieses Bild ein. „Jedes Tor war schön rausgespielt“, sagte Gagula. Für ihn war das nicht nur ein schöner Nebenaspekt, sondern ein Punkt, der Selbstvertrauen geben soll. Dass Obersiebenbrunn darüber hinaus noch weitere Möglichkeiten vorfand, unterstrich für ihn zusätzlich, dass seine Mannschaft über weite Strecken das aktivere und klarere Team war.
Ganz ohne Gegenwehr verlief der Nachmittag aus Sicht der Gäste trotzdem nicht. Auch das sprach Gagula offen an. Obersdorf verkürzte in der 56. Minute durch Thomas Neid auf 2:4 und hielt sich damit zumindest kurz noch im Spiel. Doch genau in dieser Phase reagierte Obersiebenbrunn rasch. Patrick Schillinger stellte in der 62. Minute den alten Drei-Tore-Abstand wieder her, ehe Stefan Daniec in der 74. Minute sogar das 6:2 nachlegte. Dass Paul Gössinger in der 79. Minute noch zum 3:6-Endstand traf, änderte am Auswärtssieg nichts mehr. Gagula fand trotzdem auch lobende Worte für den Gegner. „Der Gegner hat uns 90 Minuten lang vor Aufgaben gestellt. In den Momenten, wo wir nicht ganz auf der Höhe waren, wurden wir auch sofort von ihnen bestraft.“ Genau darin lag für ihn auch der Grund, dass trotz sechs erzielter Tore nicht alles perfekt war.
Gerade deshalb fiel die Einordnung des Trainers trotz des klaren Ergebnisses nicht euphorisch, sondern bewusst bodenständig aus. Nach der harten Niederlage in der Vorwoche habe es viele Gespräche gegeben, erklärte Gagula. Der ganze Verein inklusive Mannschaft habe gemeinsam beschlossen, dass in Zukunft ein paar Sachen verändert und neue Prozesse eingeleitet werden sollen. Der Sieg in Obersdorf bedeutete deshalb mehr als nur drei Punkte. „Wir konnten heute schon mal ein sehr gutes Fundament legen, auf dem wir aufbauen können“, sagte er. Gleichzeitig sprach er das Verbesserungspotenzial klar an. „Wir müssen so eine Leistung auch über neunzig Minuten konstant bringen“, forderte Gagula. Genau daran will Obersiebenbrunn nun in den nächsten Wochen anknüpfen.