Spielberichte

„Nach dem 2:1 war mir klar, dass es kippt“ – Strasshof dreht den Rückstand noch zum klaren 3:1

ASKÖ Strasshof SV
Markgrafneusiedl

In der 2. Klasse Marchfeld hat der ASKÖ Strasshof SV am Samstag ein 3:1 gegen den SC Markgrafneusiedl gefeiert. Nach einer torlosen ersten Hälfte gerieten die Gastgeber kurz nach der Pause in Rückstand, antworteten aber mit einer starken Reaktion und drehten die Partie noch klar. Co-Trainer Mario Unzeitig sprach von einem „absolut verdienten Sieg“ und sah vor allem die schnelle Antwort seiner Mannschaft als entscheidend.

Torwart greift zur Trinkflasche

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Vor der Pause fehlte nur das Tor

Der Anfang aus Sicht der Strasshofer ließ sich für Mario Unzeitig recht klar zusammenfassen. „In der ersten Halbzeit haben wir verpasst, das Tor zu schießen“, sagte der Co-Trainer nach dem 3:1. Mehr brauchte es für seine Einordnung der ersten 45 Minuten fast nicht, denn zur Pause stand es 0:0. Dass Strasshof in dieser Phase nicht in Führung ging, war für ihn der Hauptgrund, warum die Partie zunächst offen blieb. Kurz nach dem Seitenwechsel gerieten die Gastgeber dann dennoch in Rückstand, als Rade Trivunovic in der 50. Minute das 0:1 für Markgrafneusiedl erzielte. Unzeitig sprach in diesem Zusammenhang von einem „fragwürdigen Elfmeter“ und wurde in seiner Bewertung noch deutlicher: „Der Elfmeter ist für mich eine klare Fehlentscheidung. Solche Körperduelle werden im Mittelfeld niemals als Foul abgepfiffen.“ Mehr wollte er zur Leistung des Schiedsrichters bewusst nicht sagen.

Die Antwort kommt schnell, danach kippt das Spiel

Entscheidend war aus Sicht der Gastgeber dann nicht der Rückstand selbst, sondern die Reaktion darauf. Strasshof brauchte nicht lange, um wieder in die Spur zu finden, und genau das hob Unzeitig auch besonders hervor. Das 1:1 in der 62. Minute durch Nicolas Gratzl war für ihn der zentrale Moment auf dem Weg zum Heimsieg. „Natürlich war das 1:1 gleich recht flott nach dem Elfmeter sehr wichtig. Das war eine gute Kombination in der Mannschaft, die Nicolas Gratzl perfekt abgeschlossen hat“, sagte er. Mit diesem Treffer war die Partie wieder offen, und Strasshof nutzte das. In der 75. Minute brachte Milos Glisic die Gastgeber mit 2:1 in Führung, in der 88. Minute machte Daniel Suppan mit dem 3:1 den Sack zu. Für Unzeitig war spätestens mit dem zweiten Strasshofer Treffer klar, wohin das Spiel geht: „Nach dem 2:1 war mir eigentlich klar, dass das Spiel in unsere Richtung kippen wird und dass wir das auch für uns entscheiden werden.“

Als Einheit zurückgekommen und mit Ruhe weiterarbeiten

Dass die Partie nach dem Rückstand nicht unruhig wurde, wertete Unzeitig als größte Stärke seiner Mannschaft. „Dass wir nach einem Rückstand so schnell wieder ins Spiel kommen, dass wir als Einheit auftreten und nie einen Zweifel aufkommen lassen, war heute unsere größte Stärke“, sagte der Co-Trainer. Genau darin sah er den Unterschied in einer Begegnung, die nach dem 0:1 kurzfristig hätte kippen können. Gleichzeitig fand er auch anerkennende Worte für den Gegner. Markgrafneusiedl sei „eine sehr bissige Truppe“, die sich im Vergleich zum Vorjahr qualitativ verstärkt habe und „noch den ein oder anderen Gegner ärgern“ werde. Für Strasshof zählt vorerst vor allem die Ausbeute: Nach zwei Spielen hält die Mannschaft bei sechs Punkten. Unzeitig ordnete das nüchtern ein: „Im Endeffekt steht man jetzt mit sechs Punkten da. Da muss man sehr zufrieden sein. Wir denken von Spiel zu Spiel und bereiten uns auf jeden Gegner vor.“ Zum Abschluss gratulierte er nicht nur der Kampfmannschaft, sondern auch der Reserve, die laut Unzeitig mit 5:1 gewann. „Ich hoffe, dass wir die nächsten Wochen genauso weitermachen“, sagte er.

2. Klasse Marchfeld: Strasshof : Markgrafneusiedl - 3:1 (0:0)

  • 88
    Daniel Suppan 3:1
  • 75
    Milos Glisic 2:1
  • 62
    Nicolas Gratzl 1:1
  • 50
    Rade Trivunovic 0:1