In der 2. Klasse Marchfeld musste Fortuna Untersiebenbrunn am Sonntag eine 2:3-Heimniederlage gegen den SC Breitensee hinnehmen. Die Gäste drehten nach dem 0:1 noch die Partie und erklärten den Auswärtssieg vor allem mit ihrer Willenskraft. „Jeder wollte diesen Sieg“, sagte Mathias Pinsolitsch nach dem Spiel, in dem Dusan Krcho mit zwei Treffern zum entscheidenden Mann wurde.

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Die Partie begann nach Einschätzung von Pinsolitsch zunächst ausgeglichen. „Untersiebenbrunn ist grundsätzlich auf Augenhöhe in das Spiel gestartet, Breitensee wurde dann zunehmend gefährlicher“, fasste der Sektionsleiter-Stellvertreter den Verlauf zusammen. Zunächst aber gingen die Gastgeber in der 31. Minute in Führung, als Florian Linhart das 1:0 erzielte. Breitensee brauchte auf diesen Rückschlag allerdings nicht lange, um zu reagieren. Nur vier Minuten später glich Dusan Krcho zum 1:1 aus, und damit war auch die Richtung für den weiteren Nachmittag vorgegeben. Mit dem Remis ging es in die Pause, doch gleich nach dem Seitenwechsel legten die Gäste nach. In der 52. Minute traf erneut Krcho zum 1:2 und drehte das Spiel endgültig zugunsten von Breitensee. Als Lubomir Gogolak in der 80. Minute auf 1:3 stellte, schien die Entscheidung gefallen. Das 2:3 durch Joseph Asiedu nur zwei Minuten später machte es aus Sicht des Resultats noch einmal enger, änderte aber nichts mehr daran, dass Breitensee den Vorsprung über die Zeit brachte.
Dass Krcho an diesem Tag der prägende Mann im Offensivspiel der Gäste war, stellte Pinsolitsch klar heraus. „Ein starker Dusan Krcho war mit seinen beiden Toren sehr gefährlich“, sagte er, und beschrieb vor allem den Ausgleich genauer. Beim 1:1 sei Krcho in einem „Slalomlauf durch drei Verteidiger“ gegangen und habe dann „eiskalt vorm Tor“ abgeschlossen. Auch das zweite Tor des Doppeltorschützen blieb dem Funktionär besonders in Erinnerung. „Das nächste Tor war eine sensationelle Flanke von Johannes Furthlehner, die exakt auf den Kopf von Dusan Krcho fiel“, schilderte Pinsolitsch die Aktion zum 1:2. Gleichzeitig führte er den Erfolg nicht nur auf die Tore zurück, sondern auch auf das Auftreten seiner Mannschaft gegen den Ball. „Besonders gut kann ich heute die Defensivleistung hervorheben. Wir konnten gegen einen stark agierenden Gegner stets dagegenhalten und hinten ruhig das Spiel nach vorne herausspielen“, sagte er. Gerade diese Mischung aus konsequenter Abwehrarbeit und klaren Aktionen nach vorne war aus seiner Sicht ein wichtiger Grund dafür, dass Breitensee die Partie nach dem Rückstand noch an sich ziehen konnte.
Bemerkenswert war in den Aussagen von Pinsolitsch auch, wie klar er den Widerstand des Gegners anerkannte. Untersiebenbrunn sei „kämpferisch extrem stark“ gewesen, habe „keinen Ball aufgegeben“ und sei „stets zu jedem Sprint bereit“ gewesen. Dazu kam noch ein Satz, der zeigt, wie die Gäste den Gegner eingeschätzt haben: „Fortuna Untersiebenbrunn ist eine klare Verbesserung zum letzten Jahr.“ Umso höher ordnete Breitensee den Auswärtssieg ein. Für den Unterschied sorgte aus Sicht von Pinsolitsch vor allem die Haltung seiner eigenen Mannschaft nach einem schwierigen Saisonstart. „Die Willenskraft, die Breitensee nach einem schwierigen Start in die Saison hatte, konnte man eindeutig merken. Jeder wollte diesen Sieg und genauso wurde gespielt“, sagte er. Ein Lob gab es außerdem für Matthias Schuster und Nico Tesar, die laut Pinsolitsch „die schwierige Aufgabe hatten, in ein laufendes Spiel zu kommen und diese tadellos meisterten“. Viel länger wollte er sich mit dem Spiel aber nicht beschäftigen, denn der Blick geht bereits weiter: „Wir freuen uns schon, nächste Woche vor heimischem Publikum gegen Großschweinbarth zu spielen. Wir nehmen diese Aufgabe an und freuen uns sehr, der favorisierten Mannschaft dieses Jahr die Stirn zu bieten.“