In der 2. Klasse Marchfeld hat ASKÖ Strasshof SV das Heimspiel gegen ATSV Weikendorf mit 6:1 gewonnen und vor allem nach der Pause deutlich gemacht, warum Mario Unzeitig von einem „absolut verdienten Sieg auch in dieser Höhe“ spricht. Der Co-Trainer sah seine Mannschaft von Beginn an in Kontrolle über das Spiel, vor der Pause mit einem kurzen Bruch und danach wieder klar spielbestimmend.

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Aus Sicht von Mario Unzeitig war früh zu sehen, in welche Richtung sich die Partie entwickeln sollte. „Wir haben sofort die Kontrolle beim Spiel übernommen“, sagte der Co-Trainer, der seine Mannschaft von Beginn an als das aktivere Team sah. Dazu kam gleich in der Anfangsphase noch eine Szene, über die man aus Strasshofer Sicht diskutieren konnte. Unzeitig meinte, man hätte „gut und gern einen frühen Elfer bekommen dürfen“, sprach sogar davon, dass sowohl ein Handspiel als auch ein Foulpfiff möglich gewesen wären. Trotz dieses aus seiner Sicht ausgebliebenen Strafstoßes blieb Strasshof am Drücker und ging in der 36. Minute verdient in Führung. Daniel Suppan zog aus rund 25 Metern ab und traf sehenswert zum 1:0. Unzeitig brachte es mit einfachen Worten auf den Punkt: „Daniel Suppan hat ein super Weitschusstor gemacht. Er hat sich getraut, von fünfundzwanzig Metern abzuziehen. Das war ein schönes Tor.“ Nur fünf Minuten später legte Paul Prinzinger das 2:0 nach. Ganz rund lief die erste Hälfte für die Gastgeber trotzdem nicht bis zum Pausenpfiff. Unzeitig sprach davon, dass seine Elf „ein bisschen nachgelassen“ habe, und genau in dieser Phase kam Weikendorf zurück. Michal Bernát verkürzte in der 44. Minute auf 2:1, was der Strasshofer Co-Trainer auch anerkennend einordnete: Der Anschlusstreffer sei „nicht ganz unverdient“ gewesen, weil die Gäste in der ersten Halbzeit immer besser ins Spiel gekommen seien.
Der Knackpunkt aus Strasshofer Sicht lag dann in der Phase nach dem Seitenwechsel. Unzeitig hatte das Gefühl, „dass wir noch mehr Kraft haben und das Spiel dann auch wieder an uns gerissen haben“. Genau das zeigte sich auch am Spielstand. Bereits in der 52. Minute stellte Milos Glisic auf 3:1, und damit bekam die Partie wieder jene Richtung, die Strasshof schon zu Beginn vorgegeben hatte. Weikendorf hielt davor noch Kontakt, kam aber in der zweiten Hälfte immer weniger dazu, den Gastgeber ernsthaft unter Druck zu setzen. Unzeitig sah den Unterschied vor allem darin, dass seiner Mannschaft hinten hinaus mehr Körner blieben. „Hinten hinaus ist ihnen dann vielleicht ein bisschen die Kraft ausgegangen. Da waren wir Ende der zweiten Halbzeit wieder deutlich stärker“, sagte er über den Gegner. Diese Überlegenheit schlug sich dann auch in weiteren Treffern nieder. Erzen Xhyra erhöhte in der 72. Minute auf 4:1, Glisic traf in der 78. Minute ein zweites Mal zum 5:1, und in der Nachspielzeit setzte Kevin Maritsch mit dem 6:1 den Schlusspunkt. Gerade die weiteren Treffer gefielen Unzeitig nicht nur wegen der Höhe des Ergebnisses, sondern auch wegen der Art und Weise. „Die restlichen Tore waren auch alle sehr in Ordnung. Schöne Spielzüge, tolle Mannschaftsleistung“, sagte er.
Dass das Ergebnis am Ende so deutlich ausfiel, erklärte Unzeitig nicht mit einem einzelnen Spieler oder nur mit der zweiten Halbzeit, sondern vor allem mit dem Auftreten seiner gesamten Mannschaft. „Wir sind wieder als Einheit aufgetreten. Das gefällt mir besonders gut“, sagte der Co-Trainer. Genau das sei es auch, was Strasshof aktuell auszeichne: „Wir sind eine Einheit und versuchen, gemeinsam Fußball zu spielen.“ Diese Aussage passt gut zu einem Spiel, in dem mehrere Torschützen aufschienen und sich der Gastgeber nach einem kleinen Hänger vor der Pause wieder geschlossen stabilisierte. Auch deshalb fiel sein Gesamturteil am Ende sehr klar aus. „Wir waren dann doch qualitativ besser, hinten raus fitter und es war ein absolut verdienter Sieg auch in dieser Höhe“, sagte Unzeitig. Beim Blick auf die Schiedsrichterleistung blieb er trotz der frühen strittigen Szenen sachlich. Zwar hätte es seiner Meinung nach in den ersten Minuten einen Elfmeter geben können, „aber im Großen und Ganzen bin ich mit der Schiedsrichterleistung zufrieden“. So blieb unter dem Strich ein Abend, an dem Strasshof erst die Kontrolle übernahm, kurz einen kleinen Rückschlag hinnehmen musste und nach der Pause umso deutlicher zeigte, warum die drei Punkte klar bei den Gastgebern blieben.