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„Wir konnten uns nach dem Rückstand wieder zurückfinden“ – Breitensee holt nach frühem Gegentor ein 1:1

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SC Breitensee
Obersiebenbrunn

In der 2. Klasse Marchfeld hat SC Breitensee gegen SC Obersiebenbrunn nach frühem Rückstand ein 1:1 geholt. Nach dem 0:1 durch Alexius Kliwert in der 6. Minute übernahmen die Hausherren laut Mathias Pinsolitsch mehr und mehr das Spiel, glichen nach der Pause durch Mario Marko verdient aus und hatten mit einem vergebenen Elfmeter sogar noch die große Chance auf den Sieg.

Trainingsball in Weiß, Blau und Orange. Im Hintergrund trainieren Spieler bei Flutlicht

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Früher Nackenschlag, danach hatte Breitensee mehr vom Spiel

Aus Sicht von Breitensee begann die Partie eigentlich ordentlich, nur stand gleich die erste kalte Dusche im Raum. Obersiebenbrunn nutzte eine kurze unsortierte Situation und ging schon nach sechs Minuten durch Alexius Kliwert in Führung. „In dieser Situation sind wir schlecht gestanden“, sagte Sektionsleiter-Stellvertreter Mathias Pinsolitsch offen. Viel länger hielt er sich an diesem frühen Rückstand aber gar nicht auf, weil er den weiteren Verlauf ganz anders sah. „Ab diesem Zeitpunkt konnte Breitensee das Spiel übernehmen“, meinte er, und genau so ordnete er die erste Halbzeit ein. Die Gastgeber fanden deutlich besser in die Partie, hatten mehr Spielanteile und arbeiteten sich langsam in die Begegnung hinein. Ganz ohne Ertrag blieb diese Phase aber zunächst. Zur besten Möglichkeit vor der Pause wurde ein Kopfball von Johannes Furthlehner, den Tomas Drinka jedoch entschärfen konnte. „Ein sehr guter Kopfball von Johannes Furthlehner ging leider genau zum Tormann“, so Pinsolitsch.

Mario Marko gleicht aus, Krcho vergibt die große Chance auf mehr

Nach dem Seitenwechsel kam Breitensee dann rasch zu dem Treffer, den sich die Mannschaft laut ihrem Funktionär längst verdient hatte. In der 51. Minute fiel nach einem Gestocher im Strafraum der Ausgleich, Mario Marko schob zum 1:1 ein. Für Pinsolitsch war das die logische Folge der Spielentwicklung. „Wir konnten uns erneut nach einem Rückstand wieder ins Spiel zurückfinden, waren nicht allzu nervös und konnten unsere Heimstärke ausnutzen“, sagte er. Noch wichtiger aus seiner Sicht war allerdings die Szene, die danach kam. Pinsolitsch sprach vom entscheidenden Moment des Spiels, als Lubomir Gogolak allein Richtung Tor zog und gefoult wurde. Im Anschluss gab es nach einem Ball auf die Mauer und einem Handspiel Elfmeter für Breitensee. Dusan Krcho trat an, brachte den Ball aber nicht gut genug aufs Tor, Tomas Drinka konnte halten. Damit blieb es beim 1:1, obwohl für Breitensee aus dieser Phase mehr möglich gewesen wäre.

Defensiv stark, die harte Linie blieb trotzdem ein Thema

Dass Breitensee am Ende zumindest einen Punkt mitnahm, führte Pinsolitsch auch auf die eigene Defensivleistung zurück. Er erinnerte daran, dass Obersiebenbrunn zu den offensiv stärkeren Mannschaften der Liga zählt, sah seine Mannschaft gegen diesen Gegner aber über weite Strecken sehr stabil. „Außer dem Tor und einer zweiten Großchance am Ende des Spiels hatte Obersiebenbrunn keine nennenswerten Chancen“, sagte er. Gerade deshalb sei er mit der Arbeit gegen den Ball zufrieden. Gleichzeitig blieb die Gangart des Gegners für ihn ein großes Thema. Pinsolitsch empfand das Spiel von Obersiebenbrunn als sehr hart und sprach von mehreren kleinen, versteckten Fouls. Die großzügige Linie des Schiedsrichters habe zwar für viel Spielfluss gesorgt, aus seiner Sicht aber eher den Gästen geholfen. Trotz dieser Kritik wurde er beim Unparteiischen nicht grundsätzlich unfair. „Der Schiedsrichter hat grundsätzlich eine gute, solide Leistung gezeigt“, sagte er, schob aber nach, dass manche Situationen aus seiner Sicht früher hätten geahndet werden müssen. Als Beispiel nannte er Eddi Romanic.

Heimstärke wieder gezeigt, jetzt geht der Blick zur nächsten Runde

Unterm Strich blieb bei Breitensee also kein Jubel über zwei verlorene Punkte, aber auch keine Enttäuschung über den einen Zähler. Vielmehr ordnete Pinsolitsch das Remis als weiteren Schritt in einer Entwicklung ein, die er in den vergangenen Wochen sieht. „Aktuell kommen wir besser ins Spiel von Runde zu Runde“, sagte er und verwies darauf, dass man bereits einige starke Gegner hatte und dennoch gegen alle auf Augenhöhe spielen konnte. Gerade zu Hause sei die Motivation besonders hoch, weil die Mannschaft den eigenen Zuschauern etwas bieten wolle. Das 1:1 gegen Obersiebenbrunn passt genau in dieses Bild: früher Rückschlag, gute Reaktion, über weite Strecken ein ebenbürtiger Auftritt. Nach sechs Runden hält Breitensee damit bei zehn Punkten und bleibt dicht dran. Für Pinsolitsch ist die Marschrichtung klar: „Jetzt soll es weitergehen und voller Fokus auf die nächste Woche.“

2. Klasse Marchfeld: Breitensee : Obersiebenbrunn - 1:1 (0:1)

  • 51
    Mario Marko 1:1
  • 6
    Alexius Kliwert 0:1