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"Das schnelle 2:0 war der Ausschlag" – Markgrafneusiedl nimmt Punkte mit, Petrik spart Kritik nicht aus

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FC Angern
Markgrafneusiedl

In der 2. Klasse Marchfeld hat FC Angern gegen SC Markgrafneusiedl mit 0:2 verloren. Die Gäste nahmen damit drei wichtige Punkte mit, doch Trainer Richard Petrik ordnete den Auswärtssieg sehr ehrlich ein. Entscheidend war für ihn das schnelle 2:0 nach der Pause, während er mit dem gesamten Auftritt seiner Mannschaft nur teilweise zufrieden war. Denn obwohl Markgrafneusiedl durch Treffer von Mathias Rohsmann und Rade Trivunovic gewann, hatte Angern nach seinen Worten immer wieder gute Möglichkeiten.

Torwart in Neongrün spielt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Führung ja, Kontrolle nein

Markgrafneusiedl ging die Partie mit dem Wissen an, dass es in Angern kein Selbstläufer werden würde. Petrik sagte nach dem Spiel: "Wir haben gewusst, es wird kein einfaches Spiel." Seine Mannschaft kam dann aber ordentlich hinein und legte in der 23. Minute durch Mathias Rohsmann das 1:0 nach. Zur Pause stand damit eine knappe Führung, doch Sicherheit brachte sie nicht. "Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben dann 1:0 geführt, haben das Spiel aber nicht wirklich in der Hand gehabt", sagte der Trainer. Gerade das war für ihn ein wesentlicher Punkt dieser ersten Hälfte, weil Angern immer wieder gefährlich wurde. Petrik sprach davon, dass die Gastgeber "zwei, drei Großchancen" vorgefunden hätten, was schon vor dem Seitenwechsel zeigte, dass der Spielstand die Partie nicht vollständig erklärte.

Das 2:0 fiel früh, Ruhe kam trotzdem nicht

Was den Gästen schließlich half, passierte unmittelbar nach dem Seitenwechsel. In der 48. Minute erhöhte Rade Trivunovic auf 2:0, und genau dieses Tor stellte Petrik später in den Mittelpunkt seiner Analyse. "Das schnelle 2:0 nach der Halbzeit war natürlich sehr wichtig. Ich glaube, das war auch der Ausschlag, warum wir gewonnen haben", sagte der Coach von Markgrafneusiedl. Damit war die Partie zwar auf der Anzeigetafel klarer geworden, spielerisch blieb sie aus seiner Sicht aber offen. Petrik machte kein Geheimnis daraus, dass seine Mannschaft auch mit dem Zwei-Tore-Vorsprung keine wirkliche Kontrolle bekam. Angern fand laut seiner Einschätzung wieder Chancen vor, ließ diese aber ungenutzt. So blieb es am Ende bei einem Sieg, der mehr von Effizienz als von Überlegenheit lebte.

Der Trainer redet den Sieg nicht schön

Bemerkenswert war, wie offen Petrik den eigenen Auftritt bewertete. Statt den Auswärtssieg schönzureden, fasste er die Leistung sehr knapp und sehr deutlich zusammen: "Unsere größte Stärke war heute, dass wir zwei Tore gemacht haben." Viel mehr wollte er seiner Mannschaft an diesem Nachmittag nicht gutschreiben. "Ansonsten haben wir wirklich kein gutes Spiel gemacht. Wir sind froh über die drei Punkte, die waren wichtig, aber wir haben nicht geglänzt", sagte er. Genau diese Ehrlichkeit passt auch zum Verlauf der Partie: Markgrafneusiedl war vor dem Tor konsequent, ließ im Spiel selbst aber einiges offen. Petrik sprach daher auch von "einem etwas dreckigen Sieg", nahm das Ergebnis aber natürlich gerne mit. Für die Gäste war es damit ein Arbeitssieg, bei dem das Resultat deutlich besser klang als der gesamte Auftritt.

Angern blieb ohne Tor, Markgrafneusiedl bleibt vorne dran

Den Gastgebern stellte der Trainer der Gäste trotz des 0:2 ein ordentliches Zeugnis aus. "Angern war brav, hat sich offensiv ein paar Chancen herausgespielt. Da hätte schon das eine oder andere Tor fallen können", meinte Petrik. Gerade deshalb ordnete er den Erfolg nicht als glatte Angelegenheit ein, sondern eher als Pflichtsieg, den seine Mannschaft mit ihrer Qualität über die Zeit brachte. "Von der Spielerqualität her sind wir natürlich die bessere Mannschaft. Uns war klar, dass wir das Spiel gewinnen müssen", sagte er. Diskussionen um strittige Szenen gab es aus seiner Sicht keine, der Unparteiische hatte die Begegnung laut Petrik im Großen und Ganzen unter Kontrolle. Für Markgrafneusiedl zählen damit vor allem die Punkte, mit denen der Tabellenvierte vorne dran bleibt. Angern hingegen steht trotz einer Partie mit eigenen Möglichkeiten erneut ohne Ertrag da.

2. Klasse Marchfeld: FC Angern : Markgrafneusiedl - 0:2 (0:1)

  • 48
    Rade Trivunovic 0:2
  • 23
    Mathias Rohsmann 0:1