In der 2. Klasse Marchfeld hat ASKÖ Strasshof SV gegen SV Großschweinbarth nach einem wechselhaften Spiel 3:3 gespielt. Großschweinbarth-Trainer Christoph Machal sprach unterm Strich von einem gerechten Remis, weil Strasshof vor der Pause mehr vom Spiel hatte und seine Mannschaft erst nach dem Seitenwechsel richtig Zugriff bekam. Trotzdem blieb aus Sicht der Gäste hängen, dass nach dem 3:2 in Minute 78 sogar ein Auswärtssieg möglich gewesen wäre.

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Der Abend nahm von Beginn an Fahrt auf und bot schon in der ersten Halbzeit reichlich Bewegung auf der Anzeigetafel. Christoph Statzberger brachte Strasshof in der fünften Minute mit 1:0 in Führung, doch Großschweinbarth reagierte schnell und kam durch Dieter Neustifter in Minute elf zum 1:1. Lange hielt das Gleichgewicht aber nicht, weil Axel Mathias Geier die Gastgeber in der 18. Minute erneut nach vorne brachte. Erst Rene Stejskal stellte mit seinem Treffer in der 29. Minute wieder auf 2:2, gleichzeitig auch auf den Pausenstand. Für Machal war dieses 2:2 allerdings kein Hinweis auf eine ausgeglichene erste Hälfte. „In der ersten Halbzeit waren wir nicht bissig genug. Wir haben ihnen zu viel Platz gelassen, vor allem in der Mitte“, sagte der Trainer. Entsprechend klar fiel auch seine Einordnung aus: „Wenn die Strasshofer in der ersten Halbzeit gegen uns 3:1 führen, dürfen wir uns nicht beschweren.“
Was Machal an der ersten Hälfte störte, gefiel ihm nach der Pause deutlich besser. Großschweinbarth wurde kompakter, ließ dem Gegner nach seiner Beschreibung weniger Räume und kam damit auch besser in die Partie. „Strasshof ist eine gute Mannschaft, die kommt mit viel Power. Da haben wir in der ersten Halbzeit auf jeden Fall Probleme gehabt“, sagte er zunächst über die Gastgeber. Danach schob er aber sofort den zweiten Teil seiner Analyse nach: „In der zweiten Halbzeit waren wir geduldig, da haben wir sie im Griff gehabt und da waren wir die aktivere Mannschaft.“ Diese Entwicklung schlug sich schließlich auch im Ergebnis nieder. In der 78. Minute traf Rene Stejskal zum 3:2 für die Gäste, nachdem Großschweinbarth laut Machal „einen Fehler der Strasshofer eiskalt ausgenutzt“ hatte. Genau an diesem Punkt sah der Trainer später auch den verpassten Schritt zum Sieg, weil seine Mannschaft nach dem Führungstor nicht konsequent genug nachlegte.
Weil Großschweinbarth die Entscheidung nicht schaffte, blieb Strasshof bis zum Schluss im Spiel und kam in der Nachspielzeit noch zum 3:3. Christoph Statzberger verwandelte in Minute 90+1 zum Endstand, nachdem die Gastgeber laut Machal noch einen Elfmeter zugesprochen bekommen hatten. Machal bewertete diese Szene aus seiner Sicht deutlich, wollte daraus aber kein großes Thema machen. „Wir haben leider verabsäumt, das 4:2 zu machen. Und dann haben wir in der 91. Minute für mich einen sehr fragwürdigen Elfmeter gegen uns bekommen“, sagte er. Gleichzeitig stellte der Trainer klar, dass er den Unparteiischen nicht für das Remis verantwortlich machen wollte. „Die Schiedsrichterleistung war grundsätzlich in Ordnung. Es gibt strittige Situationen auf beiden Seiten“, meinte Machal und verwies auch darauf, dass Strasshof aus seiner Sicht schon vor der Pause selbst einen Elfmeter hätte bekommen können. So blieb am Ende ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Hälften und einer Punkteteilung, die der Großschweinbarther Trainer trotz des späten Gegentreffers nüchtern zusammenfasste: „Im Endeffekt ist es ein gerechtes Unentschieden.“