Spielberichte

Nach 90+2: Viehdorf verliert in Leiben – Köstler: "Den letzten Ball schlecht verteidigt"

SV Leiben
USV Viehdorf

In der 2. Klasse Mostviertel traf der SV Leiben auf den USV Viehdorf – am Ende stand ein 3:2 für die Gastgeber. Den Unterschied machte das 3:2 in Minute 90+2 durch Andreas Mühl. Viehdorf hatte die Partie nach der Pause kurzzeitig gedreht, fing sich aber den Ausgleich und den späten K.o. „Es war ein intensives Spiel“, sagte Trainer Jakob Köstler, der nüchtern einordnete: „Das Tor in der Nachspielzeit hat den Ausschlag gegeben.“

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto von Marcel Strauß auf Unsplash

Viehdorf dreht das Spiel – Leiben schlägt spät zu

Die Partie blieb lange offen und bot genau jene Intensität, die Jakob Köstler später beschrieb. Leiben ging in der 38. Minute durch Fabian Rameder 1:0 in Führung, doch Max Königshofer besorgte noch vor der Pause das 1:1 (43.). Mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Direkt nach Wiederbeginn legte Viehdorf nach: Lukas Resnitschek traf in Minute 46 zum 1:2 und drehte das Spiel. In der 53. Minute folgte der Doppelausschluss – Qendrim Morina bei Leiben und Leon Fichtinger bei Viehdorf sahen Rot. Fünf Minuten später stellte Mathias Heiß auf 2:2 (58.). Als vieles bereits auf die Punkteteilung hindeutete, stach Leiben in der Nachspielzeit zu: Andreas Mühl traf in Minute 90+2 zum 3:2. „Das Tor in der Nachspielzeit hat den Ausschlag gegeben“, blieb Köstler auch hier bei seiner klaren Bewertung.

Köstlers Analyse: Einsatz top, letzter Ball entscheidet

In seiner Einordnung suchte Jakob Köstler nicht nach Ausreden, sondern benannte den Knackpunkt: „Wir haben am Ende den letzten Ball schlecht verteidigt.“ Zugleich hob er die Leistung seiner Mannschaft hervor: „Es war ein intensives Spiel und insgesamt ein gutes Match für uns.“ Besonders gefiel ihm die Haltung seines Teams: „Der Einsatzwille war absolut da. Die Einsatzbereitschaft war super, die Zweikampfführung war super.“ Ein kleines Manko sah er lediglich vor dem Tor: „Die Chancenverwertung ist in manchen Situationen noch ausbaufähig.“ Auch das fehlende Quäntchen Glück spielte für ihn eine Rolle: „Uns hat vielleicht ein bisserl das Spielglück gefehlt.“ Den Gegner würdigte er ausdrücklich: „Leiben ist eine gute Mannschaft, die nächstes Jahr vorne mitspielen wird – ich sehe sie unter den ersten drei.“

Doppelte Rot, strittige Szenen und der Blick nach vorne

Die 53. Minute brachte mit den roten Karten gegen Qendrim Morina und Leon Fichtinger eine Zäsur. Aus Viehdorfer Sicht wirkte sich das deutlich aus. „Die roten Karten haben uns sicher geschwächt. Sonst wäre für uns mehr möglich gewesen“, erklärte Köstler. Zur Spielleitung wollte er sich nicht ausbreiten, hielt aber fest: „Es gab viele strittige Situationen.“ Mehr ließ er bewusst offen.

Der Blick fällt deshalb schnell wieder auf das Sportliche und die Tabelle: Leiben hält bei 33 Punkten und rangiert auf Platz sechs, Viehdorf steht mit 14 Zählern auf Rang zwölf – punktgleich mit USC Maria Taferl und SCU Emmersdorf. Trotz des späten Rückschlags bleibt Köstler positiv: „Wir sollen weiter so auftreten.“ Der Plan ist klar: an der Effizienz arbeiten, die gezeigte Energie mitnehmen und im nächsten Spiel die guten Ansätze in Zählbares ummünzen.

2. Klasse Mostviertel: Leiben : Viehdorf - 3:2 (1:1)

  • 92
    Andreas Mühl 3:2
  • 58
    Mathias Heiß 2:2
  • 46
    Lukas Resnitschek 1:2
  • 43
    Max Königshofer 1:1
  • 38
    Fabian Rameder 1:0