In der 2. Klasse Mostviertel hat Amstetten SKU II gegen USV Viehdorf mit 1:2 verloren. Nach einem 0:0 zur Pause trafen Patrick Seisenbacher und Marcel Marek für die Gäste, ehe Besar Hondozi in der 90. Minute nur noch verkürzte. Für Viehdorf-Trainer Matthias Temper stand nach dem Schlusspfiff weniger das Ergebnis als die Haltung im Mittelpunkt: "Wir haben den Kampf angenommen, waren bereit zu leiden und haben die taktischen Vorgaben wirklich gut umgesetzt."

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Temper hatte ein Spiel gesehen, in dem zwei sehr verschiedene Ansätze aufeinandertrafen. Er sprach von einer "spielstarken jungen Amstettner Mannschaft" und stellte dem die eigene Herangehensweise gegenüber, die stärker über Einsatz, Laufarbeit und Konsequenz kommen sollte. Genau darauf habe man sich laut dem Viehdorf-Coach in der Vorbereitung eingestellt, auch auf das 5-2-3 des Gegners. Die Anfangsphase war aus seiner Sicht trotzdem nicht ganz sauber. "Wir hatten ganz zu Beginn bei zwei Standards Unsicherheiten, wo die Zuordnung nicht gepasst hat", sagte Temper. Danach fand seine Mannschaft aber besser in die Partie und blieb nicht nur kämpferisch drin. "Im Laufe des Spiels haben wir dann doch zwei, drei richtige Hochkaräter gehabt, wo wir einfach schnell abschließen müssen. Dann hätten wir da schon geführt", meinte der Trainer. So blieb es zur Pause zwar beim 0:0, doch das Spiel war aus seiner Sicht längst in eine Richtung unterwegs, in der Viehdorf an seine Chance glauben konnte.
Zur Halbzeit blieb Temper bei seiner Linie und machte seiner Mannschaft klar, dass Geduld und Stabilität gefragt sind. "Ich habe auch in der Halbzeit gesagt, wir müssen dran glauben und die Null halten. Es werden die Möglichkeiten kommen", erzählte der Trainer. Genau so entwickelte sich die Partie dann aus Viehdorfer Sicht. Nach 65 Minuten brachte Patrick Seisenbacher die Gäste mit 1:0 in Führung. Nur sieben Minuten später legte Marcel Marek das 2:0 nach. Damit war aus einem lange engen Spiel plötzlich eines geworden, in dem Viehdorf klar im Vorteil lag. Temper ordnete diese Phase nüchtern ein: "Mit dem 1:0 war dann die halbe Miete. Mit 2:0 war es für mich dann schon etwas einfacher, dass wir das über die Runden bringen." Dass Amstetten durch Besar Hondozi in der 90. Minute noch auf 1:2 verkürzte, änderte am Auswärtssieg der Gäste nichts mehr.
Bemerkenswert war für den Viehdorfer Trainer vor allem, dass seine Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche ein ganz anderes Gesicht zeigte. Nach der von ihm als "unterirdisch" bezeichneten Leistung gegen St. Oswald habe er eine klare Antwort verlangt, und genau diese bekam er nun. "Wir haben heute Einsatz gezeigt, wir haben gespielt, wir waren lauffreudig und konnten so die Partie für uns entscheiden", sagte Temper. Für ihn gab es deshalb auch nicht die eine spielentscheidende Aktion, sondern vielmehr eine Entwicklung über die gesamten 90 Minuten. "In der zweiten Halbzeit hatten wir zwar nicht mehr die großen Möglichkeiten, haben aber die Tore gemacht. In der ersten Halbzeit war es genau umgekehrt", fasste er zusammen. Dazu kam das, was er als größte Stärke seiner Mannschaft hervorhob: "Dass wir den Kampf angenommen haben, bereit waren zu leiden, hohe Laufbereitschaft an den Tag gelegt und die taktischen Vorgaben fast über das ganze Spiel gut umgesetzt haben, das war unsere große Stärke." Unter dem Strich stand für Viehdorf damit nicht nur ein 2:1, sondern vor allem die geforderte Reaktion.