Im Duell der 2. Klasse Ost-Mitte feierte Perchtoldsdorf II einen 2:0-Auswärtssieg beim ASV Hinterbrühl. Nach einer umkämpften, insgesamt ausgeglichenen Partie traf Konstantin Beck kurz vor der Pause, in der Nachspielzeit legte Kevin Schuhmacher nach. Trainer Thomas Fink sprach von einem Spiel, in dem seine Mannschaft vor allem in den Zweikämpfen überzeugte und die heikle Phase nach dem Seitenwechsel mit viel Einsatz überstand.

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Die Anfangsphase hielt, was ein Derby im Unterhaus oft verspricht: viel Einsatz, viele Duelle, wenig Geschenke. Aus Sicht von Perchtoldsdorf II war das Duell lange offen. Trainer Thomas Fink brachte es knapp auf den Punkt: "Es war ausgeglichen." Umso größer war die Wirkung des Führungstreffers knapp vor dem Pausenpfiff. In Minute 44 stellte Konstantin Beck auf 0:1 und gab dem Spiel eine klare Richtung. Fink ordnete den Moment sofort als Knackpunkt ein: "Das 1:0 für uns kurz vor der Halbzeit." Wie fiel es? Der Coach skizzierte es ohne Umschweife: "Ein Umschaltmoment und ein schneller Abschluss." Genau diese Geradlinigkeit im letzten Drittel fehlte zuvor beiden Teams. Mit dem 0:1 im Rücken ging Perchtoldsdorf mit einem guten Gefühl in die Kabine, während Hinterbrühl vor der Aufgabe stand, das Spiel im zweiten Abschnitt aufzudrehen.
Nach dem Seitenwechsel meldete sich der ASV tatsächlich zurück und stellte dem Gegner gehörig zu. "Nach der Halbzeit war der Gegner für zehn bis fünfzehn Minuten überlegen, hat uns sehr unter Druck gesetzt und hätte sich auch den Ausgleich verdient", beschrieb Fink die heikle Phase offen. In dieser Zeit war vor allem Arbeit gegen den Ball gefragt. Der Trainer hob genau diesen Bereich als Schlüssel hervor: "Die Zweikämpfe." Und er präzisierte später noch einmal: "Wir haben gut verteidigt und gut in den Zweikämpfen gefunden." Damit blieb Perchtoldsdorf stabil, auch wenn es spielerisch nicht immer glänzte. Zur Spielleitung äußerte sich Fink sachlich: "Der Schiedsrichter war in Ordnung, aber das Abseits hat nicht immer gepasst, glaube ich." Mehr wollte er daraus nicht machen – der Fokus lag klar auf der eigenen Defensivleistung und dem geschlossenen Auftreten in dieser Druckphase.
Je länger es 0:1 stand, desto wichtiger wurde jeder gewonnene Zweikampf und jeder klärende Ball. Perchtoldsdorf hielt die Null und wartete geduldig auf den Moment, der die Partie endgültig entscheidet. Der kam spät, aber exakt zum richtigen Zeitpunkt: In Minute 90+4 schob Kevin Schuhmacher zum 0:2 ein und machte den Auswärtssieg perfekt. Damit passte das Resultat zum Bild des Abends: Der Gast war im Abschluss zielstrebiger und nutzte die wenigen klaren Möglichkeiten eiskalt.
Fink fand trotz Jubel auch Worte für den Gegner: "Der Gegner war gut eingestellt, hat uns zeitweise auch unter Druck gesetzt." Vor der Partie rangierte Perchtoldsdorf II auf Platz 8, Hinterbrühl auf Rang 10 – beides Positionen, die den Eindruck bestätigen. Für Fink bleibt vor allem eines hängen: das Timing des 1:0 und eine Mannschaft, die über den Kampf ihren Weg gefunden hat.