Im Derby der 2. Klasse Ost-Mitte setzte sich der SV Mitterndorf beim SC Moosbrunn mit 9:1 durch. Zur Pause lag Moosbrunn schon 0:5 hinten. Trainer Markus Horak fand deutliche Worte: 'Wir waren eigentlich gar nicht im Spiel. Für ein Derby war das zu wenig.' Als Knackpunkt sah er das 0:2 kurz vor der halben Stunde – danach riss der Faden völlig. Den Ehrentreffer erzielte David Kibuuka erst in der Schlussphase.

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Die Anfangsphase war noch halbwegs offen, doch Mitterndorf setzte den ersten Stich: Andreas Bohmann traf nach einer Viertelstunde zum 0:1. Moosbrunn blieb bis rund zur 20. Minute im Spiel, dann kippte die Partie. Besonders das 0:2 in Minute 29 bezeichnete Trainer Markus Horak als Wendepunkt: 'Ein Weitschuss von der Seite, der eigentlich eine Flanke sein sollte, ging direkt ins Tor. Das war der Knackpunkt.'
Nur eine Minute später erhöhte wieder Bohmann auf 0:3, Marcel Mottl legte in der 35. Minute das 0:4 nach, ehe Fabian Kusch in Minute 39 zum 0:5 Pausenstand traf. 'Wir haben dem Gegner zu viel Platz gegeben und dann vor der Pause drei Tore schnell hintereinander bekommen', ärgerte sich Horak. Mit dem klaren Rückstand war für die Hausherren 'die Partie gelaufen'.
Horaks Analyse fiel unmissverständlich aus. 'Wir waren eigentlich gar nicht im Spiel', sagte der Moosbrunn-Trainer, und nannte die Gründe: 'Es hat an Kampf und Einsatz gefehlt. Einsatzbereitschaft, Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten – das war nicht vorhanden.' Entsprechend deutlich sein Fazit: 'Die Niederlage war gerechtfertigt, auch in der Höhe.'
Dabei herrschte rund um den Platz Derbystimmung. 'Es waren sehr viele Zuschauer da, richtige Derbystimmung, aber wir konnten das absolut nicht aufs Feld bringen', so Horak enttäuscht. Für den Gegner hatte er dagegen viel Anerkennung übrig: 'Mitterndorf ist mittlerweile die beste Mannschaft in der Liga, für mich klarer Titelanwärter.' Das untermauert auch die Tabelle: Der SV Mitterndorf hält nach 15 Runden bei 32 Punkten und mischt ganz oben mit.
Nach dem Seitenwechsel blieb Mitterndorf zielstrebig. Marcel Mottl erhöhte in der 65. Minute auf 0:6 und schnürte mit dem 0:8 in Minute 71 sogar den Dreierpack. Dazwischen unterlief Daniel Petrle-Goldsteiner ein unglückliches Eigentor zum 0:7 (67.). Erst in der 78. Minute gelang David Kibuuka das 1:8, doch Emmanuel Rodinger stellte kurz darauf mit dem 1:9 (81.) den Endstand her. Einen Lichtblick hob Horak dennoch hervor: 'Ich will Tobias Raab loben. Er ist eigentlich Feldspieler und bringt seit Wochen super Leistungen im Tor. Bei vielen Gegentoren kann er nichts dafür, zwischendurch hat er starke Paraden.'
Auch zum Unparteiischen fand der Coach klare Worte: 'Da gibt’s gar nichts zu diskutieren – sehr gute Schiedsrichterleistung. Im zweiten Abschnitt gab es ein paar Rangeleien, aber er hat das gut gelöst und ist ohne gelbe Karten ausgekommen.' Für den SC Moosbrunn, derzeit mit drei Punkten am Tabellenende, zählt nun die Reaktion: 'Mehr Kampf und mehr Einsatz – das erwarte ich.'