Im Duell der 2. Klasse Ost-Mitte setzte sich 1. SVg Guntramsdorf zu Hause klar mit 4:1 gegen den SC Ebergassing durch. Zur Pause stand es 2:1, am Ende machte ein Triplepack von Philip Sikora und ein feiner Freistoß von Fatih Demir den Unterschied. Trainer Alexander Jank freute sich über den starken Beginn, haderte aber mit ausgelassenen Chancen – und hielt fest, dass der Sieg „noch viel höher ausfallen können und müssen“ wäre. Unterm Strich zählten für ihn aber die drei Punkte.

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Guntramsdorf legte los wie die Feuerwehr. „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr druckvoll begonnen. Mit der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden“, erklärte Alexander Jank. Der frühe Lohn: In Minute 10 stellte Philip Sikora auf 1:0, nachdem der Torhüter einen ersten Abschluss nur kurz abwehren konnte und Sikora hellwach nachsetzte. Nur sieben Minuten später traf Sikora erneut zum 2:0 (17.). Laut Jank veredelte sein Stürmer dabei einen Ball in die Tiefe mit einem überlegten Heber. Kurz danach lag sogar das 3:0 am Fuß: „Gleich nach dem 2:0 hat David Zimmermann die Chance aufs 3:0 gehabt. Das haben wir verabsäumt“, ärgerte sich der Trainer über die verpasste Vorentscheidung.
Das Auslassen der dicken Möglichkeit sollte sich noch vor dem Seitenwechsel rächen. Ebergassing blieb dran und verkürzte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte: Sebastian Schulak traf nach einem Corner zum 2:1 (45+2). „Damit war ich nicht zufrieden“, sagte Jank offen. In der Pause reagierte er, nahm personelle Änderungen vor und legte in der Ansprache nach. „Deswegen habe ich in der Halbzeit einige Änderungen vorgenommen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann das umgesetzt, was ich sehen wollte: noch mehr attackieren, noch mehr Chancen kreieren.“ Zum Gegner meinte er knapp: „Es hat nur eine Mannschaft gespielt, und das waren wir.“ Dennoch blieb der Fokus auf der eigenen Leistung – und dem Zug zum Tor nach Wiederbeginn.
Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff stellte Guntramsdorf die Weichen endgültig. In der 51. Minute nutzte Philip Sikora einen Fehler in Ebergassings Innenverteidigung eiskalt, reagierte blitzschnell, umkurvte den Torhüter und stellte auf 3:1 – der Triplepack war perfekt. Den Schlusspunkt setzte in Minute 80 Standardspezialist Fatih Demir. Aus halbrechter Position traf er per Freistoß zum 4:1. „Der Freistoß war einzigartig und hat uns endgültig auf die Siegerstraße gebracht“, lobte Jank. Trotz der klaren Führung blieb er kritisch: „Der Sieg hätte noch viel höher ausfallen können und müssen.“ Am Ende überwog aber die Freude: „Letztlich zählen die drei Punkte.“
In seiner Analyse hob Jank vor allem die Offensive über die Flügel und die Vielzahl an Abschlüssen hervor. „Wir haben über die Seiten mit unseren schnellen Spielern viel Druck ausgeübt“, sagte der Trainer, der zugleich Verbesserungspotenzial sah: „Im Spielaufbau haben wir ab und zu zu leichte Ballverluste.“ Der Anschluss der Gäste sei aus einer Corner-Situation entstanden – ein Warnsignal, an dem gearbeitet werde. Klare Sonderloben verteilte er ebenso: „Philip Sikora hat ein Triplepack geschossen, war für mich Spieler des Tages und gehört ins Team der Runde.“ Und: „Unser Kapitän Bernd Orgelmeister hat als Sechser hinten abgeräumt und auch offensiv Akzente gesetzt – auch er hätte sich das Team der Runde verdient.“ Die Schiedsrichterleistung nannte Jank „in Ordnung“.
Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht den Aufwärtstrend: Guntramsdorf hält nach 15 Runden bei 25 Punkten auf Rang fünf, Ebergassing bei 15 Zählern auf Platz neun. Für die nächsten Wochen gibt Jank die Marschroute vor: das schnelle Flügelspiel beibehalten, Chancen noch konsequenter nutzen – und im Aufbau sauberer werden.