In der 2. Klasse Ost-Mitte setzte sich SC Brunn/Geb. II gegen SC Achau mit 3:2 durch. Die Hausherren führten zur Pause 2:0, Achau kam nach dem Wechsel heran, kassierte spät ein unglückliches Eigentor und traf in der Nachspielzeit nur noch zum Anschluss. Achaus Trainer Helmut Vogel haderte trotz couragierter zweiter Hälfte: "Ein Unentschieden wäre anhand der zweiten Hälfte gerecht gewesen." Er verwies zugleich auf "sechs Ausfälle" und eine neu formierte Elf, die sich unter schwierigen Bedingungen dennoch in die Partie zurückkämpfte.

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Brunn erwischte den besseren Start und ging früh in Führung: Nach fünf Minuten stellte Leon Hohlbaum auf 1:0, in Minute 32 legte Maximilian Loibnegger das 2:0 nach – der Halbzeitstand war damit hergestellt. Auch Helmut Vogel sah die ersten 30 bis 40 Minuten klar bei den Gastgebern: "Brunn war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und hatte die besseren Chancen." Nach der Pause änderte Achau das System und fand spürbar besser hinein. Der Lohn kam prompt: Dino Mesanovic verkürzte in der 51. Minute auf 2:1. In Achaus stärkster Phase wurde es allerdings wieder bitter: Ein unglückliches Eigentor von Nico Falegas stellte in der 89. Minute auf 3:1. In der Nachspielzeit (90.+4) drückte Fabian Stangl den Ball noch zum 3:2 über die Linie – am Ende blieb es aber bei der knappen Auswärtsniederlage.
Der Achauser Trainer machte keinen Hehl aus der schwierigen Ausgangslage: "Ich hatte sechs Ausfälle. Das ist keine Ausrede, aber es war schwer zu kompensieren." Deshalb standen mehrere junge Spieler in der Verantwortung, und die brauchten ein paar Minuten, um hineinzufinden. Für Vogel war entscheidend, dass seine Mannschaft nach der Pause zulegte: "Wir haben das System leicht angepasst und sind viel besser ins Spiel gekommen." Er hob ausdrücklich den Charakter hervor: "Ich kann meiner Mannschaft im kämpferischen Bereich nichts vorwerfen. Sie hat bis zur letzten Minute alles gegeben und Moral gezeigt." Chancen waren in der Schlussphase zudem vorhanden, wie Vogel betonte. Aus seiner Sicht hätte sich sein Team für den Aufwand nach dem Seitenwechsel zumindest mit einem Zähler belohnen können.
Vogel sprach auch strittige Entscheidungen an, die seiner Meinung nach Einfluss auf den Ausgang hatten: "In der zweiten Halbzeit gab es zwei- oder dreimal Situationen gegen uns – einen Elfer, ein klares Tor, das nicht gegeben wurde." Zugleich blieb er um Sachlichkeit bemüht: "Ich will den Schiedsrichter nicht an den Pranger stellen, aber in so einem wichtigen Spiel erwartet man sich mehr Qualität von einem Unparteiischen."
Den Fokus richtet er dennoch nach vorn. In der Tabelle halten Brunn und Mitterndorf bei 32 Punkten, Achau folgt mit 30 Zählern knapp dahinter. Für die kommenden Wochen hofft Vogel auf Rückkehrer – und auf Befreiung im Kopf: "Vielleicht spielen wir jetzt etwas freier. Wir schauen von Spiel zu Spiel, bleiben konzentriert und wollen nicht weiter abrutschen."