Spielberichte

Laxenburg belohnt sich nicht: 0:0 nach Lattenschuss in Münchendorf

SC Münchendorf
FC Laxenburg

In der 2. Klasse Ost-Mitte trennten sich der SC Münchendorf und der FC Laxenburg mit 0:0. In einer offenen Partie der 18. Runde fanden die Gäste aus Laxenburg die klareren Möglichkeiten, doch ein Lattentreffer und ein gut haltender Tormann verhinderten den Auswärtssieg. Trainer Christian Gruber sprach danach von einem ordentlichen Auftritt seines Teams, dem am Ende nur der entscheidende Abschluss gefehlt habe – zur Pause wie am Ende stand es torlos.

Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

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Offenes Spiel, Laxenburg hat das Chancenplus

Die Null stand nach 90 Minuten, aber langweilig war es nicht. Laxenburg kam ordentlich ins Spiel, suchte früh den Weg nach vorne und blieb auch nach der Pause gefährlich. Christian Gruber zog den Verlauf klar: „Es war ein gutes Spiel für uns. Wir sind gut reingekommen, es war ein offenes Spiel.“ Besonders in Erinnerung blieben dem Trainer die Momente, in denen der Funke zum Torerfolg fast übergesprungen wäre. „In der ersten Hälfte kamen Luca Krankl und Marco Hönlinger zu Abschlüssen, Mehmet Kamali traf die Latte, und Karanezi Besnik hatte mehrere Schüsse.“ Münchendorf hielt dagegen, verteidigte kompakt und verließ sich in heiklen Situationen auf den sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten. Zur Pause stand es 0:0, und auch danach blieb es bei diesem Bild: Laxenburg drückte, fand Möglichkeiten, doch die Kugel wollte einfach nicht ins Netz.

„Uns hat nur das Tor gefehlt“ – Gruber sieht sein Team näher am Sieg

In der Analyse ließ Gruber keinen Zweifel daran, welche Mannschaft näher am Dreier war. „Ich glaube, wir waren näher am Sieg. Wir hatten mehr Chancen, einmal war die Latte im Weg und der Tormann hat gut gehalten. Wir hätten uns das Tor verdient.“ Diese Einschätzung passte zu den Szenen, die er auflistete – Lattenschuss von Kamali, Abschlüsse von Krankl, Hönlinger und Karanezi Besnik –, aber eben ohne Happy End. Was hat gefehlt? „Ganz klar, es hat ein Tor gefehlt. Der, der das Tor gemacht hätte, hätte wahrscheinlich auch gewonnen.“ Gleichzeitig hob er die mannschaftliche Leistung hervor: „Der Teamauftritt war wesentlich besser. Es war ein Kollektiv. Das Gemeinsame war das Positive.“ Laxenburg blieb geduldig, arbeitete sauber gegen den Ball und suchte immer wieder den entscheidenden Moment – er stellte sich an diesem Abend einfach nicht ein.

Kollektiv passt, Punkt beim Vierten – und der Blick geht nach vorne

Der Zähler in Münchendorf hat dennoch Wert. Immerhin reiste Laxenburg zum Tabellenvierten, der heuer zu Hause selten etwas hergibt, und nahm einen Punkt mit. In der aktuellen Tabelle hält Münchendorf nach 18 Spielen bei 32 Punkten auf Rang vier, Laxenburg nach 18 Partien bei 24 Zählern auf Platz acht – ein Auswärts-Remis, das sich mit Blick auf die Stabilität sehen lassen kann. Auch das Miteinander auf dem Platz war für Gruber ein Schritt in die richtige Richtung: „Es war ein Kollektiv, das war das Positive.“ Zum Gegner fand er faire Worte: „Münchendorf war eigentlich fair. Es war eine normale Fußballpartie in der zweiten Klasse Ost-Mitte.“ Und auch beim Thema Niveau blieb er sachlich: „Wir spielen zweite Klasse und da ist das Niveau wahrscheinlich gleichzusetzen, Spieler und Schiedsrichter.“ Sportlich liegt der Auftrag für die kommenden Wochen damit auf der Hand: Auf diesem geschlossenen Auftritt aufbauen, die Ruhe im Abschluss finden und aus dem nächsten Chancenpaket endlich wieder Zählbares machen – idealerweise mehr als einen Punkt.