Der Lauf des SV Mitterndorf in der 2. Klasse Ost-Mitte hält an: Nach 21 Runden liegen die Mitterndorfer mit 48 Punkten vorne, punktgleich mit SC Achau. Trainer Manfred Kusch blickt entspannt, aber klar fokussiert auf die nächsten Wochen. „Der Rückblick ist sehr positiv. Bis jetzt war es fast perfekt von uns“, sagt er. Besonders stolz ist der Coach auf die Angriffsleistung: „Unsere Chancenverwertung funktioniert heuer sehr gut.“ Große Änderungen wird es daher nicht geben: „Wir bleiben bei uns.“

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Im Gespräch betont Manfred Kusch zweimal denselben Kern: Zusammenhalt und Effizienz. „Wie schon in den vergangenen Jahren ist der Zusammenhalt, das Familiäre im Verein, unsere Basis“, erklärt er. Darauf baut Mitterndorf in dieser Saison seine Spiele auf: geschlossen auftreten, Chancen erspielen, Treffer nachlegen. „Was spielerisch sehr gut funktioniert hat, ist die Chancenverwertung. Wir spielen uns viele Möglichkeiten heraus.“ Kusch untermauert das mit einer Zahl, die jedem Gegner Respekt abverlangt: „Wir haben in zehn Spielen 56 Tore geschossen.“ Das passt zum Tabellenbild: Aus einem Mittelfeldstart (Runden sieben bis zehn zwischen Rang fünf und sieben) arbeitete sich die Mannschaft konstant nach oben und steht seit Runde 19 an der Spitze. Der Coach fasst die Entwicklung knapp zusammen: „Es hat bis jetzt super geklappt, super funktioniert.“
Rund um die Mannschaft ist Ruhe eingekehrt, und genau das gefällt dem Trainer. „Die Stimmung ist sehr gut, recht locker“, sagt Kusch – kein überdrehtes Getöse, sondern konzentrierte Arbeit. Passend dazu gab es im Winter wie im Frühjahr keine personellen Baustellen: „Nein, alles beim Alten, Stand jetzt“, hält er zu Ab- und Neuzugängen fest. Auch im Umfeld habe sich nichts getan: „Keine Veränderung.“ Einziger Dämpfer: Emmanuel Rodinger fällt mit einer leichten Bandüberdehnung am Knöchel kurzzeitig aus. „Er sollte in ein bis zwei Wochen wieder retour sein“, gibt Kusch Entwarnung. Wer in dieser Phase herausragt? Der Trainer will keinen Einzelnen hervorheben: „Jeder schmeißt sich voll rein, jeder gibt Gas. Im Prinzip macht das die ganze Mannschaft top.“ Genau dieser breite Zugriff erklärt, warum Mitterndorf Woche für Woche stabil punktet.
Im Titelrennen bleibt kaum Luft zum Atmen, denn Achau ist gleichauf, und Brunn II lauert nur drei Zähler dahinter. Kusch hat klare Erinnerungen: „Brunn zwei war für mich der stärkste Gegner – qualitativ stark besetzt, spielerisch top.“ Gerade deshalb bleibt die Marschroute unverrückbar. „Wir bleiben bei uns, konzentrieren uns auf unseren Fußball“, sagt der Trainer. Die Idee: nicht nervös werden, das eigene Spiel durchziehen, die Effizienz vorne beibehalten. „Wir werden nichts Großartiges verändern“, betont Kusch. Das deckt sich mit dem bisherigen Frühjahr, in dem Mitterndorf über weite Strecken das aktivere Team war und sich immer wieder belohnte. Für das Saisonfinish heißt das: wachsam bleiben, Ruhe bewahren und die nächsten Chancen eiskalt nützen. Sollte das gelingen, hat Mitterndorf alle Trümpfe in der Hand, den Platz an der Sonne zu verteidigen.