Spielberichte

„Wir sind eine überragende Truppe“: Gutsch setzt bei SC Brunn/Geb. II auf Teamspirit statt Geld

SC Brunn/Geb. II

In der 2. Klasse Ost-Mitte geht der Blick beim SC Brunn/Geb. II vor dem letzten Spieltag nach oben. Trainer Armin Gutsch zieht eine äußerst positive Zwischenbilanz, spricht von einer „überragenden Truppe“ und betont den starken Zusammenhalt ohne finanzielle Anreize. Die Brunner liegen aktuell auf Rang drei, haben den gesamten Kader an Bord und wollen das Finale der Rückrunde so angehen wie in den letzten Wochen: konzentriert, geschlossen und mit viel Spaß am Spiel. „Wir schauen, was am Wochenende rauskommt.“

Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

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Rückblick mit Rückenwind: schwache Vorbereitung, starke Rückrunde

Armin Gutsch braucht nicht lange, um die vergangenen Monate einzuordnen. „Im Großen und Ganzen hat alles überragend funktioniert“, sagt der Trainer und verweist gleich auf die Basisarbeit. „Die Vorbereitung war nicht so gut, aber ab dem ersten Meisterschaftsspiel waren wir wieder in unseren Prinzipien und haben überzeugt.“ Aus seiner Sicht passte danach nahezu alles zusammen: Organisation, Laufbereitschaft, Konsequenz. „Die Mannschaft war top. Ich kann nichts Negatives sagen. Es war eine super Rückrunde. Ich bin mit jedem Einzelnen sehr zufrieden, mit jeder Leistung“, betont Gutsch und unterstreicht damit, dass es nicht an Einzelkönnern lag, sondern an einer Truppe, die vom ersten Pflichtspiel an wieder in den Tritt kam und Woche für Woche zuverlässig ablieferte.

Volles Haus vor der Schlussrunde: keine Ausfälle, keine Baustellen

Vor dem letzten Auftritt der Saison ist die Stimmung so, wie man sie sich im Unterhaus wünscht: gelöst, aber fokussiert. „Sehr gut. Wir haben jetzt noch ein Spiel am Wochenende und dann schauen wir, was rauskommt“, beschreibt Gutsch die Lage in der Kabine. Personell kann er aus dem Vollen schöpfen. „Der gesamte Kader steht am Wochenende zur Verfügung“, sagt er – ein seltener Luxus zum Saisonende. Auch abseits des Rasens herrscht Stabilität: „Es gibt noch keine Abgänge oder Neuzugänge“, erklärt der Trainer und ergänzt, dass es im Umfeld ebenfalls keine Änderungen gab. „Wir werden das letzte Spiel genauso bestreiten wie das ganze Jahr.“ Für die Brunner bedeutet das: vertraute Abläufe, klare Rollen, viel Einsatz – und die Überzeugung, dass das, was sie stark gemacht hat, auch am letzten Wochenende trägt.

Ein Dämpfer als Mahnung: Guntramsdorfs Effizienz tut weh

So rund die Rückrunde lief, ein Nachmittag blieb hängen. „In der Rückrunde war natürlich Guntramsdorf unser schlechtestes Spiel“, sagt Gutsch offen. Was den Unterschied ausmachte, kann er klar benennen: „Die Effizienz des Gegners war ausschlaggebend. Mit dem ersten Torschuss in Führung gegangen und aus vier Chancen vier Tore gemacht. Da konnten wir nichts entgegensetzen.“ Auch die eigene Offensive fand an diesem Tag keinen Schlüssel. „Es war nicht unser Tag. Wir hätten noch drei, vier Stunden spielen können und kein Tor erzielt“, meint der Coach. Trotzdem will er das Gesamtbild nicht an einer Partie festmachen: „Ich will das nicht an einem Spiel festmachen. Die gesamte Rückrunde war top.“ Für Brunn war dieses Spiel eher eine Erinnerung daran, wie gnadenlos kleine Fehler auf diesem Niveau bestraft werden – und wie wichtig es ist, die eigene Linie durchzuziehen.

Gemeinschaft statt Geld: Warum Brunn so geschlossen wirkt

Was in Brunn seit Monaten trägt, ist ein klarer Kernwert: Zusammenhalt. „Wir sind eine überragende Truppe“, sagt Gutsch – und meint damit auch die besonderen Rahmenbedingungen. „Die Jungs kicken alle ohne Geld. Das ist für mich das Größte, weil man sieht, was ohne finanzielle Mittel möglich ist.“ Der Kader ist breit, die Trainingsbeteiligung hoch. „Wir haben ein überragendes Kollektiv mit 26 bis 28 Spielern, die sich Woche für Woche beweisen wollen“, erklärt der Trainer. Für ihn ist das mehr als eine Floskel: „Wir haben einen überragenden Teamspirit und eine sehr gute Teammoral. Jeder arbeitet für den anderen, das Training macht Spaß.“ Genau daraus kommt der Optimismus für das Saisonfinale – und für die Wochen danach. Erst wird die Rückrunde sauber zu Ende gespielt, dann, so Gutsch, „schauen wir weiter“ – mit der gleichen Bodenständigkeit, der gleichen Energie und dem Vertrauen in die eigene Gruppe.