In der 2. Klasse Ost-Mitte zieht der SC Ebergassing im Saisonverlauf eine nüchterne, aber positive Bilanz. Obmann Patrik Böhm lobt den Zusammenhalt, hadert aber mit Rang acht und 24 Punkten nach 21 Runden: „Die Tabellenposition passt nicht zu unserer Qualität.“ Der Kader bleibt zusammen, Verletzungen sind kaum Thema. Im Vorstand gab es zudem einen Wechsel. Ebergassing wirkt gefestigt und blickt geschlossen auf die nächsten Wochen.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Patrik Böhm wählt klare Worte, wenn es um Anspruch und Realität geht. „Ich bin im Großen und Ganzen mit dem Mannschaftsgefüge zufrieden“, sagt der Obmann, „die Tabellenposition passt aber leider absolut nicht zu unserer Mannschaftsqualität.“ Der Blick auf die Tabelle unterstreicht die Zwiespältigkeit: Ebergassing steht mit 24 Zählern auf Platz acht, lag über weite Strecken sogar auf Rang neun, nachdem man zu Saisonbeginn kurz im Bereich der Plätze fünf und sechs unterwegs war. Sportlich wirkt das Team stabil, doch der Ertrag blieb zu oft mager. Genau deshalb betont Böhm immer wieder den Weg über das Kollektiv und die tägliche Arbeit am Platz.
Ein Punkt, der in Ebergassing für Ruhe sorgt, ist die Personalsituation. „Der Kader bleibt gesamt“, betont Böhm und macht damit klar, dass es zuletzt keine Abgänge oder größeren Umbrüche gab. Auch die personelle Lage ist erfreulich: „Aktuell sind alle ziemlich fit, bis auf ein paar Kleinigkeiten, wo es ein bisschen zwickt. Das stecken die Spieler schon weg.“ Für die Trainingsarbeit ist das Gold wert, weil Automatismen wachsen können und jeder weiß, was der Nebenmann macht. Dazu passt die Stimmung im Team. „Die Stimmung ist sehr gut in der Mannschaft. Es ziehen alle an einem Strang“, so Böhm. „Die Jugend wächst immer mehr. Die Kampfmannschaft ist immer engagierter.“
Auch abseits des Rasens richtet Ebergassing die Weichen. „Im Vorstand wurde die Schriftführer-Position gewechselt. Lukas Bauer muss aus beruflichen Gründen aufhören und wird durch Andreas Ersepke ersetzt“, erklärt Böhm. „Er ist gleichzeitig der neue Jugendleiter.“ Dieser Fokus auf die Nachwuchsarbeit passt zum Bild, das der Obmann zeichnet: „Die Jugend wächst immer mehr. Die Kampfmannschaft ist immer engagierter. Wir werden immer mehr ein Verein und eine Gemeinschaft.“ Einzelleistungen stellt er bewusst nicht über das Ganze: „Für mich sind alle Spieler wichtig, die sich mit dem SC Ebergassing identifizieren.“ Und auch bei den Gegnern bleibt er fair: „Ich kann keinen besonders hervorheben. Jede Mannschaft hat ihre guten Facetten.“ Der Ausblick fällt entsprechend klar aus: geschlossen bleiben, den Weg weitergehen und Schritt für Schritt konstanter punkten.