Spielberichte

„Wir schöpfen aus den Vollen“ – Helmut Vogel sieht den SC Achau bereit für den Neustart

SC Achau

Aktuell punktgleich an der Spitze und mit Rückenwind: In der 2. Klasse Ost-Mitte ordnet SC Achau-Trainer Helmut Vogel die Lage nach einer intensiven Saison ein. Sein Team liegt nach 21 Runden mit 48 Zählern auf Rang zwei und mischt damit weiter ganz vorne mit. „Wir schöpfen aus den Vollen“, sagt Vogel und blickt optimistisch auf die kommenden Wochen. Gleichzeitig betont er die Entwicklung innerhalb der Mannschaft – und die Aufgabe, Neuzugänge rasch einzubauen, obwohl die Sommer-Phase naturgemäß kurz ausfällt.

Weiß-Goldene Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Vorne dabei – und spielerisch gewachsen

Die Tabelle spricht für Achau: Über weite Strecken war die Mannschaft in den Toprängen zu finden, phasenweise sogar an der Spitze, zuletzt konstant auf einem der ersten beiden Plätze. Die 48 Punkte nach 21 Partien bringen das Vogel-Team mitten ins Titelrennen. Der Trainer verbindet die Zwischenbilanz bewusst mit einem inhaltlichen Fortschritt: „Wir haben uns im spielerischen Bereich weiterentwickelt.“ Gleichzeitig verschweigt er die Stolpersteine nicht: „Das Einzige, was nicht so prickelnd war: In wichtigen Spielen haben uns immer wieder wichtige Akteure gefehlt.“ Dieser Befund erklärt, warum in engen Phasen der Rhythmus kurz brechen konnte – ohne die positive Gesamtlinie infrage zu stellen. Dass die Stimmung passt, unterstreicht Vogel ausdrücklich: „Die Stimmung ist im Großen und Ganzen sehr gut. Wir sind vorne dabei, daher ist die Stimmung auch sehr, sehr gut.“

Kaderlage stabil, Co-Trainer gesucht – „Namen bleiben noch aus“

Personell wirkt die Lage gefestigt. „Wir sind ziemlich fit, wir schöpfen aus den Vollen“, sagt Vogel und nimmt damit eine zentrale Sorge vieler Vereine von der Liste. Ganz ohne Bewegung bleibt es trotzdem nicht: „Wir werden den einen oder anderen Spieler verlieren, haben das aber gut kompensiert. Namen bleiben noch aus.“ Parallel stellt der Coach die Weichen im Staff neu: „Wir werden uns in der neuen Saison einen neuen Co-Trainer organisieren. Wir sind in Gesprächen mit einigen Leuten.“ Der Mix aus Stabilität im Kernkader und punktuellen Anpassungen soll die Achauer handlungsfähig halten – in einem Finish, in dem Kleinigkeiten zählen, und in einer Vorbereitung, die im Unterhaus traditionell knapp bemessen ist.

Leistungsträger und Junge im Aufwind

Wenn Vogel über Gesichter der Entwicklung spricht, fällt ein Name zuerst: „Stefan Frank hat eine tolle Entwicklung abgeliefert.“ Der Trainer spannt den Bogen aber bewusst breiter: „Die Jungen generell haben sich wirklich gut entwickelt.“ Für ein Team, das spielerisch zulegen will, ist das wichtig: Tempo und Mut aus dem Nachwuchs treffen auf Routine aus dem Stamm – eine Mischung, die in engen Partien den Ausschlag geben kann. Auch die Referenz an die stärksten Duelle passt ins Bild. „Beeindruckt würde ich nicht sagen, aber Mitterndorf und Brunn haben uns gefordert“, erklärt Vogel und schiebt die Einordnung nach: „Da konnten wir nicht aus den Vollen schöpfen.“ Genau daraus ergibt sich aus Trainersicht die Aufgabe: die gewachsene Spielidee mit voller Personaldecke auf den Platz zu bringen.

Kurze Pause, klarer Plan: „Egal welche Liga – wir wollen gut starten“

Der Blick nach vorne ist eindeutig. „Ziele sind, dass wir in die neue Saison – egal ob in der zweiten Klasse oder ersten Klasse – gut starten“, sagt Vogel. Damit verknüpft er zwei Aufgaben: neue Spieler schnell integrieren und die Basis aus der laufenden Saison mitnehmen. „Die Vorbereitungszeit im Sommer ist nicht die größte. Wir schauen, dass alle Spieler fit werden, jetzt einmal regenerieren, den Akku laden – und anschließend gehen wir im Sommer wieder ins Spielerische.“ Zwischen Regeneration und Feinschliff bleibt der Anspruch unverändert: Achau will den Schwung der starken Monate mitnehmen.