Spielberichte

"Wir waren nicht hundert Prozent drinnen" – Laxenburg gibt nach dem 2:2 noch alles aus der Hand

SC Moosbrunn
FC Laxenburg

In der 2. Klasse Ost-Mitte hat der FC Laxenburg beim SC Moosbrunn trotz einer Aufholjagd mit 2:3 verloren. Trainer Christian Gruber machte nach dem Auswärtsspiel vor allem den schwachen Start und das Gegentor in der Schlussphase verantwortlich. "Wir waren nicht hundert Prozent drinnen", sagte er. Nach dem 0:2 kam Laxenburg zwar zurück, belohnte sich für seine beste Phase aber nicht mit einem Punkt.

Spieler schnürt auf der Bank seine Fußballschuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zwei frühe Gegentore als schwere Hypothek

Dass Gruber nach dem Spiel zuerst den Beginn ansprach, passt exakt zum Verlauf dieser Partie. Bereits in der 8. Minute brachte Aaron Erhart die Gastgeber in Führung, in der 35. Minute legte Dominik Rene Brunhölzl das 2:0 nach. Für den Laxenburg-Coach lag genau dort der erste große Fehler seiner Mannschaft. "Wir haben schlecht angefangen, gleich zwei Tore eingesteckt", sagte er. Vor allem der zweite Treffer blieb ihm dabei hängen. "Beim zweiten Tor war es ein Eigenfehler, dazu haben wir defensiv schlecht umgeschaltet", erklärte Gruber. Insgesamt habe seine Mannschaft zu lange gebraucht, um in dieses Spiel hineinzufinden. "Unsere Leistung war einfach nicht gut genug, um dort zu gewinnen", brachte er die erste halbe Stunde und den Rückstand auf einen klaren Nenner. Wichtig war für die Gäste aber, dass noch vor der Pause eine Antwort kam: Karanezi Besnik verkürzte in der 42. Minute auf 1:2. Auch diesen Treffer hob der Trainer hervor, weil er für ihn gut herausgespielt und sauber abgeschlossen war. "Das war ein super Abschluss nach einem Dribbling", sagte Gruber.

Nach dem Ausgleich war mehr drin, am Ende blieb nichts

Mit dem Anschlusstreffer war Laxenburg wieder da, und genau in dieser Phase sah Gruber auch die beste Zeit seiner Mannschaft. "Von der 30. bis zur 70. oder 80. Minute waren wir ganz gut am Drücker und hatten sicher die Möglichkeit, etwas zu verändern", sagte er. Diese Einschätzung deckt sich auch mit dem Spielstand nach der Pause, denn in der 59. Minute gelang Lukas Krippner per Kopf tatsächlich das 2:2. Damit hatte Laxenburg einen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt und sich eine echte Ausgangsposition für einen Punktgewinn geschaffen. Gerade deshalb ärgerte den Trainer besonders, dass aus dieser Phase am Ende kein Ertrag übrigblieb. "Da hätte einfach mehr passieren müssen", sagte er rückblickend. Statt das Spiel ganz auf die eigene Seite zu ziehen, kassierten die Gäste in der 83. Minute noch das 3:2 durch Lorin Hajdaraj. Gruber beschrieb den entscheidenden Treffer als Abschluss mit links und meinte dazu auch: "Da war aus meiner Sicht etwas Glück dabei. Das gehört im Fußball dazu." Gleichzeitig sah er aber auch bei der eigenen Mannschaft Defizite in der Schlussphase. "Vielleicht hat uns in den letzten Minuten der nötige letzte Wille gefehlt, noch alles zu ändern", so der Trainer.

Moosbrunn im Umschalten stark, dazu Ärger über Entscheidungen

Warum die Gastgeber dieses Spiel trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs noch gewonnen haben, erklärte Gruber ebenfalls sehr deutlich. Für ihn war vor allem das schnelle Umschalten von Moosbrunn ein wesentlicher Punkt. "Sie haben extrem schnell in die Offensive umgeschaltet", sagte er und verwies damit auf jene Momente, in denen seine Mannschaft gerade zu Beginn Probleme bekam. Dazu kam aus seiner Sicht der Heimvorteil unter Bedingungen, an die die Gastgeber besser angepasst waren. "Sie haben daheim gespielt, das liegt ihnen sicher gut, weil der Platz schlecht beieinander ist. Die Mannschaft ist daran gewöhnt und kann dort natürlich besser spielen", meinte Gruber. Am Ende blieb für ihn aber vor allem die Konsequenz im Abschluss ausschlaggebend. "Sie waren in den Abschlüssen konsequenter und haben mit drei Toren fast verdient gewonnen", sagte er. Unzufrieden war der Laxenburg-Coach außerdem mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichters. Er sprach von Abseitssituationen, die aus seiner Sicht nicht korrekt beurteilt wurden, und erwähnte auch ein mögliches Handspiel in der Schlussphase. Seine Haltung dazu war trotz des Ärgers klar: "Ändern kann man es nicht."

Die Botschaft fürs nächste Spiel ist eindeutig

Am Ende wollte Gruber die Niederlage nicht nur an äußeren Umständen festmachen, sondern richtete den Blick sehr schnell wieder auf die eigene Mannschaft. Für ihn steht fest, dass Laxenburg diese Art von Spielbeginn nicht zur Gewohnheit werden lassen darf. "Wir müssen fürs nächste Spiel wirklich von Anfang an bereit sein und nicht immer Tore einstecken", sagte er. Genau darin liegt für ihn der eigentliche Kern dieser 2:3-Niederlage. Seine Mannschaft hat sich nach dem 0:2 zwar noch einmal aufgerichtet, den Ausgleich geschafft und war über weite Strecken der zweiten Hälfte wieder gut in der Partie. Trotzdem blieb der schlechte Start als zu große Last hängen. Gruber formulierte das nach dem Schlusspfiff ohne Umschweife: "Das wird man nicht immer aufholen können. Entweder wir fangen damit an, oder wir werden weiter weniger Punkte machen." Viel klarer lässt sich die Aufgabe für die kommenden Wochen kaum zusammenfassen.

2. Klasse Ost-Mitte: Moosbrunn : Laxenburg - 3:2 (2:1)

  • 83
    Lorin Hajdaraj 3:2
  • 59
    Lukas Krippner 2:2
  • 42
    Karanezi Besnik 2:1
  • 35
    Dominik Rene Brunhölzl 2:0
  • 8
    Aaron Erhart 1:0