In der 2. Klasse Ost-Mitte hat Perchtoldsdorf II am Samstag eine 1:2-Heimniederlage gegen den SV Mitterndorf hinnehmen müssen. Nach einer ersten Hälfte, in der die Gastgeber mehr vom Spiel hatten, drehte Mitterndorf die Partie rund um die Pause. Co-Trainer Jürgen-Peter Jurenitsch sprach danach von einem kampfbetonten, fairen Spiel, in dem sein Team zur richtigen Zeit das entscheidende 2:1 machte.

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Jurenitsch hatte nach dem Schlusspfiff schnell umrissen, warum sich die Partie am Ende drehte. „In der ersten Halbzeit war Perchtoldsdorf die Mannschaft, die das Spiel gemacht hat“, sagte der Co-Trainer, und genau so begann die Begegnung auch. Die Gastgeber gingen in der 11. Minute durch Mario Vytesnik mit 1:0 in Führung und unterstrichen damit ihren besseren Einstieg. Mitterndorf ließ sich vom Rückstand aber nicht wegdrücken, blieb im Spiel und fand noch vor der Pause eine Antwort. In der 40. Minute traf Emir Eren zum 1:1, womit die Gäste den Ausgleich noch rechtzeitig vor dem Seitenwechsel mitnahmen. Aus Sicht von Mitterndorf war dieses Tor wichtig, weil die Partie damit trotz eines zunächst besseren Heimteams wieder völlig offen war.
Mit dem 1:1 zur Halbzeit war die Ausgangslage neu sortiert, und genau dort setzte laut Jurenitsch der Umschwung an. „Die zweite Halbzeit hat uns gehört“, sagte er, und Mitterndorf nutzte diese Phase rasch für sich. Schon in der 55. Minute fiel das 2:1 durch Botond Benjamin Gabor, das sich später als entscheidend herausstellen sollte. Die Entstehung schilderte der Co-Trainer in einfachen, klaren Worten: „Es war ein normaler Angriff, die Flanke ist sehr gut gekommen und unser Innenverteidiger ist hinaufgeschraubt und hat ihn per Kopf hineingebombt.“ Viel mehr wollte Jurenitsch aus der Szene gar nicht machen, aber in seiner Einschätzung war genau dieses Tor der Knackpunkt, weil seine Mannschaft den Vorsprung danach bis zum Abpfiff über die Zeit brachte.
Interessant war nach dem Spiel auch, wie Jurenitsch die eigene Mannschaft einordnete. Er sprach von einer „sehr jungen, neuen Mannschaft“, bei der noch nicht alles fertig sei und „dort und da ein bissl was nachgeschraubt gehört“. Gleichzeitig verwies er auf den neuen Trainer Dario Baldauf, den er als bundesliga-erfahren bezeichnete. Baldauf spielte selbst noch einige Minuten mit und habe, so Jurenitsch, „im Spielfeld noch ein bissl was nachkorrigiert“. Anerkennende Worte fand er auch für den Gegner. Perchtoldsdorf II sei „eine sehr junge, hungrige Mannschaft“, die aggressiv draufgehe und willensstark auftrete. Einige dieser Spieler, meinte der Mitterndorfer Co-Trainer, sieht er künftig noch weiter oben. Damit wurde auch klar, warum diese Partie für sein Team alles andere als ein leichter Auswärtsauftritt war.
Am Ende blieb bei Mitterndorf vor allem das Gefühl, ein ausgeglichenes und offenes Spiel auf die eigene Seite gezogen zu haben. Jurenitsch machte keinen Hehl daraus, dass die Partie nach dem 1:1 auch anders hätte laufen können. „Der Unterschied war eigentlich, dass wir das 2:1 gemacht haben und es dann bis zum Abpfiff gehalten haben“, sagte er offen. Und er ergänzte genauso ehrlich: „Hätte Perchtoldsdorf nach dem 1:1 das 2:1 geschossen, hätten wir wahrscheinlich 1:2 verloren.“ Gerade diese Aussage zeigt, wie knapp die Sache aus seiner Sicht war. Dazu passte auch sein Gesamtfazit: Beide Mannschaften hätten sehr fair gespielt, es sei kampfbetont gewesen, insgesamt „ein schönes Spiel“. Auch den Schiedsrichter hob er hervor, weil dieser die Partie „vom Anpfiff bis zum Abpfiff zu 100 Prozent unter Kontrolle“ gehabt habe. Für Mitterndorf blieb damit unter dem Strich ein Auswärtssieg, der vor allem auf einer besseren zweiten Halbzeit beruhte.